[WestG] [AKT] Vortrag: Gisela Weiss, Maerkisches Museum Witten im Kaiserreich, Witten, 25.09.2003, 19.00

Marcus Weidner m.weidner at lwl.org
Die Sep 23 12:27:05 CEST 2003


Übernahme aus der Liste "Geschichtskultur-Ruhr"
Hrsg: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher
Redaktion: Susanne Abeck, Franz-Josef Jelich
<mailing at geschichtskultur-ruhr.de>


Von: Weitkus, Hannelore, <stadtarchiv at stadt-witten.de> 
Datum: 23.09.2003, 9:14


AKTUELL: VORTRAG

10. Wittener Archivforum am 25.09.2003, 19.00 Uhr im Märkischen Museum
Witten

Thema:
Sinnstiftung in der Provinz - Wie modern war das Märkische Museum Witten im
Kaiserreich?

Referentin: Frau Dr. Gisela Weiß

Warum sammelt man? Warum sammeln Museen?

Gesammelt worden ist zwar schon seit Jahrhunderten: Seit dem Mittelalter
hatte es die Schatz- und Wunderkammern der Kirche und der Fürsten gegeben,
seit dem 15. Jahrhundert verbreiteten sich humanistische, seit dem 16.
Jahrhundert patrizische Kunst- und Natursammlungen. Aber erst mit dem
Zeitalter der Aufklärung stieg die Zahl der Museen deutlich an. Am Ende des
18. Jahrhunderts existierten vielleicht etwas mehr als hundert Museen, 1914
waren es bereits mehrere tausend. Ihre Existenz und Ausbreitung verdanken
sie einem der umfassendsten Veränderungsprozesse der
Menschheitsgeschichte - dem Übergang von der alten ständischen zur modernen
bürgerlichen Gesellschaft.

Um den Zusammenhang von Museum und Moderne geht es auch in diesem Vortrag,
der sich der Entstehung und frühen Entwicklung der westfälischen
Museumslandschaft widmet. An der Geschichte des Märkischen Museums in
Witten wird dieser Prozess mit vielen Bildern und Textzeugnissen
anschaulich verdeutlicht. Ortsgeschichte mal anders - und noch immer
aktuell...

Dr. Gisela Weiß
Historikerin, geboren 1963 in Hannover, Studium der
Geschichtswissenschaften und Mathematik, der Kunst, Kunstgeschichte und
Volkskunde/ Europäische Ethnologie in Münster. Ausstellungstätigkeit,
Publikations- und Vortragstätigkeit zu stadt- und regionalhistorischen
Themen, insbesondere der Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts. Derzeit tätig
am Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster.


Mit seiner Vortragsreihe "Archivforum" will das Stadtarchiv Witten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Heimatforschern sowie
Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, ihre (neuesten)
Forschungsergebnisse zur Wittener Stadtgeschichte der Öffentlichkeit
vorzustellen. Im Anschluss an die jeweilige Präsentation der Referenten
bietet sich die Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion und Aussprache. Die
Archivforen finden an wechselnden Orten in Witten statt, wobei die Wahl der
Veranstaltungsorte am jeweiligen Thema orientiert ist. Nicht selten
präsentieren wir die Archivforen in Räumlichkeiten, die nur bedingt
öffentlich zugänglich sind oder wenig Beachtung finden.

Dr. Martina Kliner-Fruck