[WestG] [AKT] LWL baut zentrales Industriemuseumsdepot in Dortmund aus

Rita Börste rita.boerste at lwl.org
Don Okt 2 17:51:51 CEST 2003


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org> 
Datum: 02.10.2003, 9:32

LWL baut sein zentrales Industriemuseumsdepot in Dortmund für 4,5
Millionen Euro aus - Mehr Raum für Dauerausstellung

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) saniert und erweitert das
zentrale Depot für die acht Standorte seines Industriemuseums, das an
der Dortmunder Zeche Zollern angesiedelt ist. Das hat der
LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (01.10.) in Witten (Kreis Ennepe-Ruhr)
beschlossen. 

Grund für die Baumaßnahme: Keines der Magazine des Industriemuseums
erfüllt die allgemein anerkannten Standards beispielsweise zum
Raumklima oder zur Schädlingsprophylaxe. Das Land wird das 4,5 Millionen
Euro teure Vorhaben mit 90 Prozent fördern, hieß es im Ausschuss. Dem
Beschluss müssen noch der LWL-Finanzausschuss am 2. Oktober sowie der
LWL-Landschaftsausschuss am 9.Oktober zustimmen. 

"Mit dem neuen Depotkomplex sind wir in der Lage, unseren musealen
Auftrag des Bewahrens von Kulturgut aus dem Industriezeitalter nach dem
Stand von Wissenschaft und Technik zu erfüllen. Außerdem schaffen wir
dadurch den nötigen Raum, um den Besuchern der Zeche Zollern wichtige
Aspekte der Industriegeschichte auf Dauer präsentieren zu können",
begründete LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe die große
Bedeutung des Bauvorhabens. 

Der LWL hat bereits 1992 das neben der Zeche Zollern gelegene
Grundstück einer ehemaligen Spedition mitsamt einer Lkw-Wartungshalle
gekauft. Diese Halle nutzt das LWL-Industriemuseum bereits als Depot.
Das 26 Jahre alte Gebäude ist jedoch dringend sanierungsbedürftig. Das
ausgemauerte Stahlfachwerk muss überarbeitet und zum Teil ausgetauscht
werden und das undichte Dach muss komplett erneuert werden. 

Außerdem erhält die Halle einen neuen Betonboden, neue Fenster und
fahrbare Schwerlastregale für größere Exponate. Um besonders
empfindliche Museumsstücke vor Schädlingsbefall und Rost zu schützen und
so auf Dauer teure Restaurierungen zu vermeiden, baut der LWL ein neues
zweigeschossiges Magazingebäude an. 72 Zentimeter dicke Wände
(einschließlich Dämmung und Putz) machen eine künstliche
Klimatisierung überflüssig. 

In einen weiteren dreigeschossigen Neubau sollen die Bibliothek und das
Archiv einziehen. Positiver Effekt für die Museumsbesucher: Die
Dauerausstellung kann in den bisher nicht zugänglichen Räumen der
ehemaligen Zechenverwaltung um die Themen "Betriebsgeschichte" und
"Montanindustrie und Politik" erweitert werden. 

Im Herbst 2004 will der LWL mit dem Neubau des Magazingebäudes
beginnen. Sobald die Exponate aus dem bisherigen Depot ins Magazin
gebracht worden sind, folgt 2006 die Sanierung der Halle. Im letzten
Schritt soll der Erweiterungsbau für die Bibliothek und das Archiv
errichtet werden. Ende 2007 will das LWL-Industriemuseum das
Zentral-Depot komplett nutzen.