[WestG] [AKT] LWL will Aufbau des Westfaelischen Industriemuseums abschliessen

Rita Börste rita.boerste at lwl.org
Don Okt 2 15:17:40 CEST 2003


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org> 
Datum: 02.10.2003, 10:02

LWL will Aufbau des Westfälischen Industriemuseums abschließen

Das Westfälische Industriemuseum mit seinen acht Standorten hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, die Besucherzahl hat sich in der Zeit von 1998 bis 2002 von 186.000 auf 355.000 fast verdoppelt, obwohl der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den Aufbau seines Museums noch gar nicht abgeschlossen hat. 

Nachdem der LWL sich nun mit dem Land über die künftige Förderung des LWL-Industriemuseums geeinigt hat, hat er einen Museumsentwicklungsplan vorgelegt, aus dem hervorgeht, wie der Aufbau des Museums weitergehen soll. Über den Plan, dem die LWL-Kulturpolitiker am Mittwoch (01.10.) in Witten (Kreis Enneppe-Ruhr) zustimmten, entscheidet am 09. Oktober abschließend der LWL-Landschaftsausschuss.

"Der Plan zeigt, wie wir das Museum trotz aller Finanzprobleme voranbringen können. Natürlich müssen wir dabei auf einiges Wünschenswertes verzichten", sagte LWL-Kulturdezernent Prof. Dr. Karl Teppe im LWL-Kulturausschuss, der im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis) tagte. Der Entwicklungsplan sieht vor, dass der Aufbau der sieben bereits eröffneten Museumsstandorte bis 2007 mit einem finanziellen Aufwand von 23 Millionen Euro abgeschlossen werden soll. 

Die Entscheidung über den weiteren Aufbau der Zeche Hannover in Bochum als Museum hat der LWL zunächst für fünf Jahre zurückgestellt. Außerdem können folgende Projekte nicht mehr durch die mit dem Land abgestimmte Fördersumme abgedeckt werden: Zeche Zollern (Dortmund): Ausweichparkplatz, Sanierung ehemalige Lackierwerkstatt; Zeche Nachtigall (Witten): Erweiterung des Museums um ein benachbartes Grundstück; Henrichshütte Hattingen: Restaurierung des historischen Teils der Gebläsehalle, Sanierung Bessemer-Stahlwerk; Glashütte Gernheim (Petershagen/Kreis Minden-Lübbecke): Ankauf eines Hauses für Shop und Gastronomie. Er freue sich, dass der LWL trotz aller finanziellen Probleme mit wichtigen Bauvorhaben das Industriemuseum weiterentwickeln könne, so Teppe weiter. 

Dazu gehöre unter anderem das zentrale Depotgebäude, die Herrichtung der Zechenverwaltung und Sanierung der denkmalpflegerisch hoch bedeutenden Maschinenhalle in Dortmund, der Ausbau des Besucherbergwerkes in Witten, der Aufbau eines historischen Binnenhafens am Oberwasser im Schiffshebewerk Henrichenburg, die Fertigstellung des Veranstaltungs- und Foyertraktes der Gebläsehalle in Hattingen sowie die Restaurierung des Herrenhauses in Gernheim.

Außerdem werde der LWL für die Erweiterung der Dauerausstellungen an allen acht Standorten des Westfälischen Industriemuseums in den nächsten Jahren über 4 Mio. € zur Verfügung stellen. "Wir sind davon überzeugt, dass unsere Museumsstandorte sich weiterhin positiv entwickeln. Denn sie sind mit besonderen Kinderangeboten und zahlreichen Vorführbetrieben sehr familienfreundlich. Gleichzeitig erfüllen sie aber auch hohe wissenschaftliche Ansprüche und sind besonders authentisch, indem sie zum großen Teil in sorgfältig restaurierten Denkmälern die Branchen präsentieren, die hier früher tatsächlich gearbeitet haben", blickt Teppe optimistisch in die Zukunft.