[WestG] [AKT] Exkursion zum Weltkulturerbe Bergwerk
Rammelsberg und Altstadt Goslar,25./26.10.03
Rita Börste
r.boerste at lwl.org
Fre Jul 25 11:09:38 CEST 2003
Von: "Forum Geschichtskultur" <forum at geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 25.07.2003, 9:49
Exkursion zum
UNESCO Weltkulturerbe Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar
25. / 26. Oktober 2003
Veranstalter:
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
LAG Arbeit und Leben DGB/VHS NRW
PROGRAMM
Samstag, 25. Oktober
7.30 Uhr
Abfahrt vom Essener Hauptbahnhof, Zwischenstopp am S-Bahnhof Dortmund-Mengede ca. 12 Uhr:
Ankunft Hotel Kaiserworth (alle Zimmer mit Bad, Dusche, TV; siehe auch: http://www.kaiserworth.de) 13 Uhr:
Ankunft am Rammelsberg und Mittagessen in "Der Achtermann am Rammelsberg" * 14 Uhr
Übertageführung mit Prof. Dr. Reinhard Roseneck mit Seilfahrt, Erzaufbereitung und "Eindicker"; denkmalpflegerisches Konzept (siehe auch: http://www.rammelsberg.de)
15.30 Uhr
Kaffeetrinken und Gespräch mit Prof. Roseneck, ehemals Bezirksdenkmalpfleger, seit Ende 2002 Direktor der Stiftung Weltkulturerbe Rammelsberg/Goslar und Kulturlandschaft Harz
17 Uhr
Besichtigung der Museumshäuser Kraftzentrale und Magazin unter Leitung von Prof. Roseneck; museales Konzept
18 Uhr:
Rückkehr ins Hotel
19 Uhr:
Abendessen im Hotel
Sonntag, 26. Oktober
9.30 Uhr:
Führung durch die Altstadt mit Dr. Christine Bauer vom Städtischen Denkmalamt Goslar
11.30 Uhr
Fahrt mit dem Bus durch die Kulturlandschaft am Rammelsberg mit Dr. Brigitte Heublein vom Museum Rammelsberg
12.30 Uhr
Mittagessen im Malermeisterturm *
13.30 Uhr
Spaziergang über den Schmiedeweg zum Museum
ca. 14 Uhr
Sonderführung durch den historischen Roeder-Stollen (Unter Tage: ca. + 12°C)
gegen 16 Uhr Rückfahrt
* Die Mittagessen sind von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen selber zu
zahlen.
** Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar
Der 1988 stillgelegte Rammelsberg dokumentiert mit seinem großen Bestand an übertägigen und untertägigen Bergbaudenkmälern zehn Jahrhunderte Bergbaugeschichte: die Abraumhalden (10. Jh.), der Rathstiefste Stollen (einer der ältesten und besterhaltenen Stollen des deutschen Bergbaus, 12. Jh.), das Feuergezähe Gewölbe (ältester gemauerter Grubenraum Europas, 13. Jh.), der Malermeisterturm (das älteste Tagesgebäude des deutschen Bergbaus, 15. Jh.), der Roeder-Stollen (18./19. Jh.) mit zwei originalen Wasserrädern und den Übergangsanlagen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhundert.
Mit seinem Reichtum hat der Rammelsberg die Geschichte und Entwicklung der Stadt Goslar geprägt. Der Silberreichtum des Rammelsberges war Anfang des 11. Jahrhunderts Ursache für die Gründung der Pfalz durch Kaiser Heinrich II.; im Jahre 1009 fand die erste Reichsversammlung in Goslar statt. Goslar war Residenzstadt deutscher Könige und Kaiser bis 1253. Durch den Metallhandel hatte die Stadt eine bedeutende Stellung innerhalb der Hanse.
Bedeutung der Auszeichnung als Weltkulturerbe für das Industriedenkmal und die Stadt Goslar:
Das ausgezeichnete Areal ist eines von weltweit 730 Kultur- und Naturgütern der UNESCO-Liste und erhielt als erstes Zeugnis industriellen Welterbes innerhalb Deutschlands 1992 den renommierten Titel. 1994 folgte die Völklinger Hütte im Saarland und 2001 der Industriekomplex der Zeche Zollverein in Essen.
Die Exkursion wird - neben der Besichtigung des Bergbaumuseums sowie der Goslarer Altstadt - der Frage nachgehen, welche Konsequenzen eine solch hochwertige Auszeichnung für das industrielle Erbe und die umgebende Stadtlandschaft hat. Der Leiter und wissenschaftliche Direktor des Besucherbergwerks und Bergbaumuseums Professor Dr.-Ing. Reinhard Roseneck wird am ersten Exkursionstag sowohl für Besichtigungen als auch für Gespräch und Diskussion zur Verfügung stehen.
Da Herr Roseneck auch den denkmal-pflegerischen Masterplan für Zollverein erstellt hat, ist er der ideale Ansprechpartner in Bezug auf einen Vergleich der beiden Weltkulturerbestätten Rammelsberg und Zollverein. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die architektonische Beziehung zwischen den Anlagen, denn sowohl Zollverein als auch die übertägige Architektur des Rammelsberges wurden nach Plänen der Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer erbaut.
Auch wenn die Zielvorgabe auf Zollverein eine andere als die auf dem Rammelsberg ist - indem die stillgelegte Zeche nicht nur Weltkulturerbe, sondern "Motor des Strukturwandels im Ruhrgebiet" (EGZ) sein soll, wird darüber zu reden sein, ob verpasste und wahrgenommene Chancen, negative und positive Entwicklungen am Rammelsberg und in der Stadt Goslar für die Entwicklung Zollvereins Vorbild und Beispiel für sinnvolles Handeln und zu vermeidende Fehler sein können.
INFO:
Die Kosten belaufen sich auf 85,- Euro pro Person und umfassen Busfahrt, Übernachtung im Hotel Kaiserworth, Abendessen sowie Frühstück, die Führungen sowie Kaffee & Kuchen am ersten Tag. Für unsere Planungssicherheit ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 25. September erforderlich. Bei Erreichen der MindestteilnehmerInnenzahl von 20 Personen, über das Sie unmittelbar nach dem 25. September informiert werden, überweisen Sie bitte bis zum 20. Oktober 2003 die Teilnahmegebühr. Die Kontoverbindung wird Ihnen nach der Anmeldung mitgeteilt.
Die Anmeldung schicken Sie schriftlich an:
Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
Emscherallee 11, 44369 Dortmund
fon 0231/931122-90
fax 0231/931122-10
Email forum at geschichtskultur-ruhr.de