[WestG] [AKT] Gedenken an Kriegsverbrechen im Arnsberger Wald, 23.03.2025

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Di Mär 18 10:58:28 CET 2025


Von: "Stadt Warstein" <pressestelle at warstein.de> 	
Datum: 18.03.2025, 08:04 	
 	
 	
AKTUELLES
 	
Gedenken an Kriegsverbrechen im Arnsberger Wald 	
Stadt Warstein lädt zur Gedenkveranstaltung am Erschießungsort in Suttrop ein	
Stadt Warstein. Im März 1945, also kurz vor Kriegsende, ermordeten Angehörige der Wehrmacht und der Waffen-SS im Arnsberger Wald bei Warstein, Suttrop und Eversberg insgesamt 208 osteuropäische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Am Sonntag, 23. März, erinnert eine Gedenkveranstaltung am Erschießungsort "Im Stein" in Suttrop an sie. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen. 	
In der Nacht vom 22. auf den 23. März 1945 wurden 57 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Wald bei Suttrop erschossen, ein Gedenkstein erinnert an das grausame Verbrechen. Durch eine private Initiative des Grundstückeigentümers Freiherr von Fürstenberg wurde im Herbst 1989 am Erschießungsort ein Findling zum Gedenken aufgestellt. Mit Unterstützung der örtlichen Kirchen, Pfarrer Dr. Gert Schneider und Pfarrer Hans-Jürgen Fricke, wurde dieser damals in einer Gedenkstunde seiner Bestimmung übergeben. Dies geschah im Gedenken an die Opfer und um das Verbrechen an den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern niemals zu vergessen.

Elisabeth und Theo Schulte aus Suttrop pflegten diese Gedenkstätte über Jahrzehnte und organisierten Gedenkstunden an den Jahrestagen. Nach ihrem Tod 2023 übernahmen ihre Kinder Elmar, Norman, Anja Sophia und Pia diese Aufgaben. Sie organisieren auch in diesem Jahr die Gedenkveranstaltung, die um 9.30 Uhr mit einer Hl. Messe in der Kirche St. Johannes Enthauptung in Suttrop beginnt. Im Anschluss daran folgt ein Gedenken am Erschießungsort "Im Stein", an der K68 zwischen Suttrop und Kallenhardt. Im Rahmen dieser Gedenkfeier wird auch eine neue Informationstafel vorgestellt, die über die schrecklichen Geschehnisse an dieser Stelle erinnert.

"Die Erschießung von so vielen Menschen, Kinder, Frauen und Männer, ist ein grausames Verbrechen, das alle Bürgerinnen und Bürger bis heute tief bewegt. Mit dem Gedenken sorgen wir dafür, dass die grausame Tat nicht in Vergessenheit gerät und mahnen gleichzeitig für die Gegenwart und Zukunft, dass sich so etwas nicht wiederholen darf", sagt Bürgermeister Thomas Schöne und ergänzt: "Der Familie Schulte sind wir zu tiefem Dank für ihr ehrenamtliches Engagement verpflichtet."

Pia Fechner unterstreicht: "Die Geschichte dieses Massakers mahnt uns, die Vergangenheit wachzuhalten und des Unvorstellbaren in unserer Heimat zu erinnern. Die Erinnerung an solche Ereignisse ist essenziell, um aus der Vergangenheit zu lernen und eine bessere Zukunft zu gestalten. Es zeigt, wie bedeutend es ist, Verantwortung zu übernehmen und aktiv für Frieden und Menschlichkeit einzutreten Gern trage ich mit meinen Geschwistern dazu bei, diesen Gedenkort für alle sichtbar zu erhalten."


INFO

Stadt Warstein
Ort: St. Johannes Enthauptung, Kallenhardter Straße 2, 59581 Warstein	
Datum: 23.03.2025, 09:30 Uhr
Anmeldung: nicht erforderlich
Eintritt: frei
Kontakt: Tel.: 02902 81 226; E-Mail: presse at warstein.de	
URL: www.warstein.de


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