[WestG] [AKT] Geschichte von unten: Historikerinnen und Historiker untersuchen alternative Geschichtsbewegungen in Nordrhein-Westfalen
WGO
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Di Feb 25 11:09:44 CET 2025
Von: "LWL", presse at lwl.org
Datum: 21.02.2025, 10:05
AKTUELLES
"Geschichte von unten"
Historikerinnen und Historiker untersuchen alternative Geschichtsbewegungen in Nordrhein-Westfalen
"Grabe, wo Du stehst!" Das ist nicht etwa ein Tipp für Gärtner, sondern die Leitidee verschiedenster Geschichtsinitiativen, die in Nordrhein-Westfalen seit Mitte der 1970er entstanden. In Kooperation mit dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und dem Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster setzt sich der Brauweiler Kreis für Landes- und Zeitgeschichte e.V. am 6. und 7. März im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Domplatz 12 in Münster) mit der Geschichte dieser Initiativen auseinander. Die Tagung beginnt am Donnerstag (6.3.) um 19 Uhr im Vortragssaal des LWL-Museums mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion.
Gerade in Nordrhein-Westfalen waren die 1970er und frühen 1980er Jahre ein Jahrzehnt vieler Aufbrüche und Anstöße für lokale und regionale Geschichtsarbeit. Zu den neuen Geschichtsbewegungen zählten Geschichtswerkstätten und Gedenkstätten ebenso wie Oral-History-Initiativen, Geschichtsmuseen, Buchläden und erste Archivsammlungen. Die von den beiden Vorstandsmitgliedern des Brauweiler Kreises Prof. Alfons Kenkmann und Prof. Markus Köster konzipierte Tagung möchte einen differenzierten Blick auf die Entwicklung dieser Hinwendung zur "Geschichte der kleinen Frau/des kleinen Mannes" entfalten. "Wir wollen die Hintergründe, Motivationen und Entwicklungen verschiedener zivilgesellschaftlicher Initiativen der 1970er und 1980er Jahre in Nordrhein-Westfalen beleuchten und dabei auch Zeitzeugen und Historiker:innen ins Gespräch bringen", betont Kenkmann.
Bei der öffentlichen Podiumsdiskussion sprechen vier Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit Prof. Alfons Kenkmann über ihre Beteiligung an einer "Geschichte von unten" der 1970er und 1980er Jahre, darunter u.a. Robert Krieg, der zu den Gründern des Freundeskreises Paul Wulf in Münster zählte, und Marianne Kaiser, die in Gelsenkirchen eine Frauengeschichtswerkstatt ins Leben rief. Geschichtsinitiativen der 1970er Jahre entstanden auch als Reaktion auf rechtsextremistische Aktivitäten jener Jahre.
Die Teilnahme an der öffentlichen Abendveranstaltung ist kostenlos, für die Teilnahme an der weiteren Tagung am Freitag ist eine Anmeldung erforderlich unter: daniel.schmidt at gelsenkirchen.de <mailto:daniel.schmidt at gelsenkirchen.de> . Die Teilnahmegebühr beträgt 35 Euro (bei Vorabüberweisung 30 Euro).
Hintergrund
Der Brauweiler Kreis für Landes- und Zeitgeschichte e.V. ist ein Forum für Vertreter:innen von Hochschulen, Archiven und Forschungseinrichtungen sowie aller, die sich wissenschaftlich mit der Landes- und Zeitgeschichte Nordrhein-Westfalens befassen. Gefördert wird der Kreis sowohl vom LWL als auch vom LVR.
INFO
Brauweiler Kreis für Landes- und Zeitgeschichte
Ort: Domplatz 12, 48143 Münster
Datum: 06 und 07.03.2025, ab 19:00 Uhr
Anmeldung: per Mai
Teilnahmegebühr: Abendveranstaltung kostenlos, restliche Veranstaltung 35€
Kontakt: E-Mail: daniel.schmidt at gelsenkirchen.de
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte