[WestG] [AKT] Ausstellung Lebensunwert - Zerstörte Leben

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Di Feb 25 10:58:19 CET 2025


Von: "Filthaut, Michael", michael.filthaut at dorfgeschichte-vosswinkel.de
Datum: 20.02.2025, 16:13


AKTUELLES

AUSSTELLUNG "LEBENSUNWERT - ZERSTÖRTE LEBEN"
Arbeitsgemeinschaft Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten

Vor ca. 90 Jahren wurde durch die Nationalsozialisten das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" verabschiedet. Mit dieser gemeinsamen Aktion möchten die beteiligten Vereine bzw. Institutionen an die daraus resultierenden Verbrechen der NS erinnern.

Das Sterilisationsgesetz war auch der Einstieg in die "Euthanasie" und den späteren Holocaust. An die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, die im Rahmen der "Euthanasie" ermordet wurden oder denen durch Zwangssterilisation großes Leid zugefügt wurde, wird selten gedacht.

Die Ausstellung zeigt, wie die Rassenpolitik der Nationalsozialisten umgesetzt wurde. Angefangen von den Zwangssterilisationen bis zur Durchführung der "Euthanasie"-Morde. Sie zeigt darüber hinaus den schweren Kampf der Arbeitsgemeinschaft um Anerkennung der Betroffenen als NS-Verfolgte.

Ergänzt wird die Ausstellung mit der Präsentation der konkreten Zahlen der Unfruchtbarmachungen im Altkreis Arnsberg und mit Originaldokumenten. Möglich ist das, weil die Verantwortlichen des Kreisgesundheitsamtes seinerzeit über die 303 Fälle genau Buch geführt haben.

AUSSTELLUNG: Stadt- und Landständearchiv Arnsberg, im Kloster Wedinghausen (EG), Klosterstraße 11, 59821 Arnsberg
25. Februar bis 13. März 2025, Dienstag bis Donnerstag 13.00 - 15.30 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung: Mittwoch, 05. März 2025 um 18.00 Uhr

Die Ausstellung wird eröffnet mit dem VORTRAG "VERGESSENE OPFER DER NS-DIKTATUR" des Arbeitskreises Dorfgeschichte Voßwinkel. 

In dem Vortrag befasst sich der Referent Michael Filthaut mit der Umsetzung der NS-Erbgesundheitslehre und Rassenhygiene im regionalen Bereich. Dabei geht es nicht um anonyme Zahlen, sondern um persönliche Schicksale. Er beschreibt an einem Beispiel den Ablauf eines Sterilisationsverfahrens und den Weg von zwei Patienten der Heilanstalt Warstein, die in der Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurden. Außerdem geht es um das Schicksal eines achtjährigen Kindes in der Heilanstalt Marsberg. Alles belegt mit Originaldokumenten.

ERÖFFNUNG UND VORTRAG "Vergessene Opfer der NS-Diktatur": Stadtbibliothek Arnsberg, Klosterstraße 26, am Mittwoch, den 26. Februar 2025 um 18.30 Uhr.

Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung von:
Arbeitskreis Dorfgeschichte Voßwinkel, Heimatbund Neheim-Hüsten, Kath. Bildungswerk Arnsberg/Sundern, Kreisarchiv des HSK Meschede, Stadtbibliothek Arnsberg, Stadt- und Landständearchiv Arnsberg


INFO 

Stadtbibliothek Arnsberg
Ort: Klosterstraße 26, 59821 Arnsberg
Datum: 26.02.2025, 18:30 Uhr
Anmeldung: nicht erforderlich
Kontakt: Tel.: 029327121; E-Mail: michael.filthaut at dorfgeschichte-vosswinkel.de
URL: www.dorfgeschichte-vosswinkel.de



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