[WestG] [AKT] Newsletter der Villa ten Hompel, Januar 2025

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Mo Feb 3 10:23:38 CET 2025


Von: "Geschichtsort Villa ten Hompel" <noreply-vth at stadt-muenster.de> 
Datum: 30.01.2025, 15:02


AKTUELLES

Guten Tag!  

Wir hoffen, dass dieser Newsletter Sie bei guter Gesundheit erreicht trotz der überall grassierenden Grippewelle. Für dieses Halbjahr haben wir in der Villa ten Hompel wieder gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen ein Veranstaltungsprogramm geplant, dass historische mit aktuellen Diskursen verbindet. So findet gleich heute abend eine Veranstaltung mit Romeo Franz und Alexandra Senfft zum Familienschicksal eines preußischen Sinto statt. Kommenden Montag begrüßen wir Sie in der Stadtbibliothek zu einer Sonderveranstaltung mit Jako Wende zur Verfolgung von trans* und/oder gender-nonkonformen Personen im Nationalsozialismus. Und schließlich stellen wir am kommenden Donnerstag einem prominent besetzten Podium eine der drängendsten erinnerungskulturellen Fragen dieser Tage: Wie politisch sollten Orte der Geschichtskultur sein?


Diese - und noch weitere Themen wie das "Fundstück des Monats" - finden Sie in diesem Newsletter des Monats Januar. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre!

Themen des Newsletters


*Neuigkeiten 

*Ein Blick in die Sammlung...
*Neues Veranstaltungsprogramm der Villa ten Hompel
*Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto
*Übersehen, vergessen, geleugnet - Sonderveranstaltung mit Jako Wende
*Podiumsdiskussion: Wie politisch sollten Orte der Geschichtskultur sein?


Neuigkeiten

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Fundst%C3%BCck/2024-02-15_Fundstueck_Februar_Luftschutz_1_-_C_PP_Hamm.png> 

Ein Blick in die Sammlung...



Zum Mond und wieder zurück, und das gleich zwei Mal. So viel Strecke legten Züge der Deutschen Reichsbahn (DRB) in den 1920er-Jahren tagtäglich zurück. Die DRB wuchs nach ihrer offiziellen Gründung am 1. April 1920 fast exponentiell: Sie entwickelte sich zum größten Unternehmen der Welt mit über einer Million Beschäftigten, fast dreimal so viele wie die Deutsche Bahn heutzutage, und wies das weltweit größte Schienennetz auf.

Das Fundstück des Monats Januar stellt einen Überrest dieses, auch aus heutiger Sicht, imposanten Imperiums dar. Die Leuchte wurde, wie sich mehreren Gravuren am Fuß entnehmen lässt, 1944 gefertigt. Vermutlich handelt es sich um eine Zugschlussleuchte, sie könnte aber auch zum Signalgeben von Rangierern verwendet worden sein. Einzelne Elemente wie der Griff sind nachträglich erneuert worden, andere Elemente, wie Schrauben im Innenraum der Lampe weisen hingegen deutliche Gebrauchsspuren auf.

Mehr zum "Fundstück des Monats" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/103149638/915405101f5-sqwmzq> 


Neues Veranstaltungsprogramm der Villa ten Hompel


m ersten Halbjahr des neuen Jahres 2025 warten Highlights auf das Publikum unseres Ortes: Neben dem Abschluss der öffentlichen Ringvorlesung wird die Villa ten Hompel in Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Geschichte der Universität Münster unter dem Titel "Geschichtsorte neu denken"; widmet sich die Reihe "Mittwochsgespräche" der Kriegsendphase 1945 in der Region. Besonders wichtig in diesen Tagen ist die kritische Auseinandersetzung mit Angriffen auf die Demokatie: So diskutieren wir Anfeindungen von rechts gegen NS-Gedenkstätten am 27. Februar mit Sabine Reimann. Die Geschichte eines preußischen Sinto arbeiten wir mit Romeo Franz und Alexandra Senfft am 30. Januar auf. Und nicht zuletzt führen wir an jedem letzten Monatssonntag immer zu einem bestimmten Schwerpunkt (z.B. Familiengeschichte, Queeres Leben, Antiziganismus) durch unsere Dauerausstellung. Freuen Sie sich auf vielfältige Veranstaltungen 2025!

Das Veranstaltungsprogramm des 1. Halbjahres gibt es hier zum Download! <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/103149960/915405101f5-sqwmzq> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/P1045363.JPG> 
 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/Buchcover_Groszonkel_Pauls_Geigenbogen_c_Goldmann_Verlag.jpg> 
Heute abend: Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto



Am heutigen Donnerstag, 30. Januar, um 19 Uhr, findet eine Lesung mit Alexandra Senfft und Romeo Franz im Saal der Villa ten Hompel statt. Romeo Franz war von 2018 bis 2024 als erster Sinto Abgeordneter im Europäischen Parlament. In "Großonkel Pauls Geigenbogen" erzählt der Musiker gemeinsam mit der Autorin Alexandra Senfft über seine deutsche Familiengeschichte. Auch online über Zoom kann teilgenommen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Mehr Infos und Zoom-Link zur Lesung mit Alexandra Senfft und Romeo Franz <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/103150273/915405101f5-sqwmzq> 

Übersehen, vergessen, geleugnet - Sonderveranstaltung mit Jako Wende

Die Situation von trans* und/oder gender*nonkonformen Menschen während der NS-Diktatur ist bisher wenig erforscht. Jako Wende möchte diese Lücke aufzeigen und versucht mit Hilfe historischer Akten, die Geschichten bisher unbekannter Personen sichtbarer zu machen. Der Vortrag zeigt anhand von biografischen Beispielen exemplarisch die Verfolgung auf. So konnte die Biografie einer trans* weiblichen Person, die sich vermutlich Anni nannte, anhand von Akten und auch durch direkten Kontakt mit Verwandten rekonstruiert werden. Auch trans* Kultur im Nationalsozialismus behandelt der Vortrag anhand der Biografie von Hella Knabe.

Jako Wende forscht als nicht-binäre endo trans* Person zur Verfolgung von trans*, inter* und/oder gender-nonkonformen Menschen im Nationalsozialismus. Der Vortrag findet am Montag, 3. Februar um 18 Uhr im Zeitschriftenlesesaal der Stadtbibliothek, Alter Steinweg 11 statt. 

Mehr zur Sonderveranstaltung mit Jako Wende <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/103149640/915405101f5-sqwmzq> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/2025-02-03_PM_Verfolgung_von_trans_Menschen_Portraetfoto_-_C_privat.jpeg> 

Podiumsdiskussion: Wie politisch sollten Orte der Geschichtskultur sein?


Wie politisch sollten Orte der Geschichtskultur sein? Diese Frage wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 6. Februar, um 19 Uhr gestellt. Die Veranstaltung bildet zugleich den Abschluss der Ringvorlesung "Geschichtsorte neu denken" und den Auftakt der Reihe "Forum am Donnerstag". Elke Gryglewski (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten), Axel Drecoll (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) und Bünyamin Werker (Hochschule Hannover) blicken (selbst-)kritisch auf Erfolge und Misserfolge historisch-politischer Bildung angesichts der Zunahme demokratiegefährdender Tendenzen. Ausgehend davon überlegen sie, wie Zukunftskonzepte von Bildungsarbeit aussehen könnten.

Die Podiumsdiskussion findet im Saal der Villa ten Hompel statt. Auch eine Teilnahme online per Zoom ist möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mehr zur Podiumsdiskussion zum Abschluss der Ringvorlesung <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/103150785/915405101f5-sqwmzq> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/Portraetfoto_Buenyamin_Werker_c_Anke_Doerschlen.jpg> 

Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint im Februar.

Ihre Peter Römer


INFO

Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48145 Münster
Kontakt: Tel. 0251 4927101, E-Mail: tenhomp at stadt-muenster.de  
URL: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/startseite.html


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