[WestG] [DISK] Museen als aktive Orte der Demokratie

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Mo Okt 21 10:52:05 CEST 2024


Von: "LWL" <presse at lwl.org>
Datum: 16.10.2024, 14:05


Zusammenfassung von Diskussionen

Museen als aktive Orte der Demokratie
Tagung des LWL in Kooperation mit bundesweiten Kultur- und Museumsfachverbänden

Wie Museen und Kultureinrichtungen zur Stärkung der Demokratie beitragen und als Orte des demokratischen Austauschs widerstandsfähig gegen Anfeindungen bleiben können, haben 450 Teilnehmende auf einer zweitägigen Tagung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Mitte Oktober in Dortmund diskutiert. 

Am ersten Tag widmete die Tagung sich der Frage, wie Museen angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen ihrer Rolle als Orte der demokratischen Bildung und des Austausches gerecht werden können. Debattiert wurde darüber, welche Herausforderungen sie dabei aktuell erleben und wie demokratische Museums- und Vermittlungsarbeit aussehen kann. 

Neben Perspektiven auf die Region Westfalen-Lippe und die bundesweite Kulturlandschaft waren auch Kulturfachleute aus Polen, der Slowakei und Italien eingeladen, um von aktuellen Herausforderungen für die Kulturarbeit in ihren Ländern zu berichten. 

Der zweite Tag der Tagung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, in sieben Foren Themen wie "Demokratisierung von Arbeitsstrukturen in Kulturorganisationen", "Führungskräfte unter Druck - Visionen und Haltung in der Krise" oder "Debattenkultur und Polarisierung in Sozialen Medien" zu erarbeiten und im kollegialen Austausch zu verfestigen. 

"Demokratie erwartet Handeln, Demokratie ist Bühne und nicht Zuschauerraum", sagte der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. "Abwählen kann man die Demokratie nur einmal. Das gilt es in das Bewusstsein möglichst vieler Menschen zu bringen."

"Als aktive Mitgestalter der gesellschaftlichen Debatte ist es unsere Verantwortung, Räume für den Austausch zu schaffen und unsere Programme und Themen nicht von politischen Gegebenheiten bestimmen zu lassen", sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. "Kultureinrichtungen brauchen neue Fähigkeiten, um der Dynamik und Logik von digitalen Debatten und organisierten Störungen begegnen zu können. Die Tagung sollte entsprechend als Austauschplattform und Forum für Wissenstransfer und Vernetzung dienen - das hat auch sehr gut funktioniert."

Veranstaltet wurde die Tagung vom LWL gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat, dem Deutschen Museumsbund, dem Museumsverband NRW, ICOM Deutschland, dem Institut für Museumsforschung und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). 30 Expert:innen aus Kultur, Verwaltung, Wissenschaft und Medien beleuchteten die Themen. 

Rüschoff-Parzinger: "Es ist ein wichtiges und starkes Zeichen, dass die führenden Museumsfachverbände, der Deutsche Kulturrat und die beiden Landschaftsverbände diese Tagung gemeinsam durchführen. Durch die Bündelung der Expertise konnten wir den Bedarf, die Erfahrungen und Herausforderungen aktueller Kulturarbeit besonders gut in den Fokus setzen und viele Fachleute erreichen."


INFO

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