[WestG] [AKT] Newsletter der Villa ten Hompel, Oktober 2024

WGO wgo at lwl.org
Mo Okt 21 10:57:30 CEST 2024


Von: "Geschichtsort Villa ten Hompel" <noreply-vth at stadt-muenster.de>
Datum: 16.10.2024, 13:11


AKTUELLES

Newsletter Villa ten Hompel, Oktober 2024

Guten Tag!  

In dieser Woche startete eine besondere Ringvorlesung in Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Geschichte der Universität Münster, die anlässlich des Doppeljubiläums der Villa ten Hompel in diesem Jahr die Arbeit von Geschichtsorten in den Blick nimmt und kritisch befragt. In den kommenden Wochen werden Wissenschaftler*innen und Akteur*innen der Geschichtskultur aus dem In- und Ausland dazu ihre Gedanken präsentieren und diskutieren. Hinzu kommen noch viele weitere Veranstaltungen - von Mittwochsgesprächen über Yad Vashem Lectures und Führungen bis hin zu einem Filmabend und einer Radtour!

Diese - und noch weitere - Themen finden Sie in diesem Newsletter des Monats Oktober. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre!
Themen des Newsletters


*Neuigkeiten 

*Ein Blick in die Sammlung...

*Ausblick 

*Taking off? Geschichtsorte in der Migrationsgesellschaft
*Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung
*Publikum. Personal. Programm
*Yad Vashem Lecture - Antisemitismus im Klassenzimmer - Was tun?
*Unter deutscher Besatzung: Europa 1939-1945
*Historisch-politische Bildungsarbeit kritisch befragt
*Radtour zu Orten der Zeitgeschichte in Münster
*Rund um die Villa
*Auschwitz - das 21. Jahrhundert
*Anselm. Das Rauschen der Zeit

*Rückblick 

*NRW-Kulturministerin Ina Brandes zu Gast in der Villa ten Hompel
*Vertiefte transatlantische Zusammenarbeit in der Geschichtskultur


Neuigkeiten

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/9d3ec9c831d14af27dde712892b05842.png> 
Ein Blick in die Sammlung...


Die diesjährigen Olympischen Spiele in Paris haben nicht nur die Sportwelt in Atem gehalten. Sportgroßereignisse beschäftigen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon lange vor der Eröffnungsfeier und noch lange nach der letzten Siegerehrung. Wie die Nationalsozialisten 1936 die Olympischen Spiele für die eigenen propagandistischen Zwecke nutzten - darüber erzählt das Fundstück des Monats Oktober mehr.

Sammelbilderalben wie das 1936 erschienene, zweibändige "Olympia 1936" werden noch heute nahezu monatlich bei der Villa ten Hompel abgegeben - meist von Privatpersonen, die das auflagenstarke Massenprodukt aus der NS-Zeit bei Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen gefunden haben.

Mehr zum "Fundstück des Monats" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937163/915405101f5-slg4en> 


Ausblick

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/f5660cf8c5e77a3e686d7862e0ddddb8.png> 
Taking off? Geschichtsorte in der Migrationsgesellschaft


Museen, Gedenkstätten, Archive und so auch der Geschichtsort Villa ten Hompel stehen gegenwärtig vor zahlreichen Herausforderungen. Sie sind mit grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen konfrontiert. Diese Transformationsprozesse werden Wissenschaftler*innen und Akteur*innen der Geschichtskultur aus dem In- und Ausland in der Ringvorlesung "Making of: Geschichtsorte neu denken" des Instituts für Didaktik der Geschichte der Uni Münster und der Villa ten Hompel diskutieren. Den Anfang macht Prof. Dr. Joachim Baur am Dienstag, 22. Oktober, 18 Uhr im Hörsaal F2 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22 über Geschichtsorte in der Migrationsgesellschaft.

Mehr zur Ringvorlesung "Making of: Geschichtsorte neu denken" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937657/915405101f5-slg4en> 

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung

Gewalt hat die Geschichte der Villa ten Hompel geprägt. Hier standen die Schreibtische jener NS-Beamten, die Polizisten ins besetzte Europa abkommandierten - zur Teilnahme an Massenmorden an Jüdinnen*Juden, Sinti*ze und Rom*nja. Hier standen die Schreibtische jener Nachkriegsbeamt*innen, die nationalsozialistische Gewalttaten untersuchten und zugefügtes Unrecht "wiedergutmachen" sollten. Diese Geschichte kann in einer öffentlichen Führung am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr gemeinsam erkundet werden.

Mehr zur Führung durch die Dauerausstellung <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937171/915405101f5-slg4en> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15586844/00cdcd281d23f24d78422fe6e7bc5b69.png> 
 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/f1931456ed108c84085a4eda1d7f9a10.png> 
Publikum. Personal. Programm


Der Paradigmenwechsel zur Besucher*innenorientierung ist in den 1990ern gestartet. Damit verbunden war eine Ausweitung des Vermittlungshorizontes jenseits traditioneller Formate von Führungen, Vorträgen, Workshops, die vom Museumspersonal schon längst für verschiedene Zielgruppen angeboten wurden. Unweigerlich musste die Frage folgen, für wen, was und auf welche Weise Museen vermitteln sollen und wollen: Wer spricht? Über und für wen? Und über was? Diesen Fragen widmet sich der Vortrag von Prof. Dr. Gisela Weiß am Dienstag, 29. Oktober, um 18 Uhr im Hörsaal F2 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22.

Mehr zur Ringvorlesung "Making of: Geschichtsorte neu denken" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937657/915405101f5-slg4en>  

Yad Vashem Lecture - Antisemitismus im Klassenzimmer - Was tun?

Wenn man sich Befragungen von Lehrkräften anschaut, wird deutlich, dass sich Lehrer*innen zum Thema Antisemitismus, insbesondere, wenn es dabei um Israel und den Nahostkonflikt geht, überfordert fühlen. Doch wie kann man im schulischen Kontext einen Dialog eingehen und wie können dabei klare Grenzen gezogen werden?

Dieser Herausforderung möchte sich die Yad Vashem Lecture für Lehrende aller Schulformen und Mitarbeitende in Bildungseinrichtungen am Mittwoch, 30. Oktober, ab 10 Uhr annehmen.

Mehr zur Yad Vashem Lecture <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937879/915405101f5-slg4en> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/40f42980c77a3f8dec329f284832922b.png> 
 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/2024-10-30_Europa_unter_deutscher_Besatzung_-_C_privat_900px.jpg> 
Unter deutscher Besatzung: Europa 1939-1945


Auf dem Höhepunkt der deutschen Machtentfaltung im Zweiten Weltkrieg lebten 230 Millionen Menschen unter deutscher Herrschaft. Sie mussten sich mit den Besatzern arrangieren und machten Erfahrungen, die bis heute nachwirken. Tatjana Tönsmeyer hat die erste Geschichte des deutsch besetzten Europas geschrieben, die die Perspektive der Besetzten und nicht der Besatzer einnimmt - und legt damit ein Erbe frei, das unterschwellig immer noch im Verhältnis der europäischen Nachbarn zu Deutschland präsent ist. Sie zeigt am Mittwoch, den 30. Oktober, um 19 Uhr eindrücklich, was es damals für Millionen Europäer*innen bedeutete, unter deutscher Besatzungsherrschaft zu leben.

Mehr zu diesem Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937880/915405101f5-slg4en> 

Historisch-politische Bildungsarbeit kritisch befragt

Am Donnerstag, 31. Oktober, um 19 Uhr freuen wir uns, mit zwei jungen Wissenschaftler*innen im Rahmen der Reihe "Junge Wissenschaft" ins Gespräch zu kommen: Leonie Fleischhauer erhob in ihrer Masterarbeit anhand qualitativer Interviews, welches Verständnis ihres eigenen Auftrags und welche Motivationen für ihre Arbeit gedenkstättenpädagogische Mitarbeiter*innen haben, sowie, ob sie bestimmte Werte als berufsrelevant einschätzen. Greta Lüking untersucht in ihrer Masterthesis das rassismuskritische Lernpotenzial von historisch-politischer Bildungsarbeit mit Polizist*innen.

Mehr zur "Jungen Wissenschaft" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99938202/915405101f5-slg4en> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/2024-10-31_Junge_Wissenschaft_beide_Bilder_200x200px.jpg> 
 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/3cc4be9760e00bcf407f364cc754a8ab.png> 
Radtour zu Orten der Zeitgeschichte in Münster


Spuren und Folgen des NS-Regimes in Münster, die Geschichte der "Gauhauptstadt" und die Nachkriegszeit nimmt am Samstag, 9. November, um 14 Uhr eine Innenstadttour per Leeze in den Blick, und zwar bewusst am 9. November, an dem sich historisch höchst unterschiedliche Ereignisse jähren und der deshalb als "ambivalenter Schicksals- und Gedenktag" und als ein besonderes "deutsches Datum" gilt. Auf die verschiedenen Bezugspunkte wird unterwegs eingegangen anhand von Orten, die in Münster Zeitgeschichte spiegeln, die für Mahnung und Erinnerung stehen oder aber teils auch außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung existieren, die "vergessen" sind.

Mehr zur Radtour <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99938509/915405101f5-slg4en> 

Rund um die Villa

Wer authentische Spuren aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs finden möchte, muss hierfür nicht zu Museen in Berlin oder München reisen. Schon bei einem Spaziergang vor der eigenen Haustür lassen sich diese finden. Vom Ausgangspunkt, der Villa ten Hompel, führt die Historikerin Dr. Michaela Kipp am Sonntag, 22. September, und am Sonntag, 10. November, um 14 Uhr zu bekannten und weniger bekannten Orten im Erpho- und Mauritzviertel.

Treffpunkt vor der Villa ten Hompel, keine Anmeldung erforderlich. Dauer ca. 2 Stunden.

Mehr zum historischen Stadtteilspaziergang <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937165/915405101f5-slg4en> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15586844/7f3e236129d4afa59918a50989f767ba.png> 
 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/4981be0354e0206ca672ed1b29ddfa37.png> 
Auschwitz - das 21. Jahrhundert


Seit 80 Jahren werden Auschwitz und Auschwitz-Birkenau, das ehemalige deutsche NS-Konzentrationslager und das größte Vernichtungszentrum der europäischen Jüdinnen*Juden, von Millionen von Menschen aus aller Welt besucht. Dank des Erhalts von Gebäuden, von Gegenständen der Deportierten und dank der Berichte der Überlebenden ist die Gedenkstätte Auschwitz das bekannteste Symbol für den Holocaust. Generationell bedingt finden nur noch selten Begegnungen mit Zeitzeug*innen statt. Für die Zukunft stehen vielfältige Herausforderungen an, über die Andrzej Kacorzyk am Dienstag, 12. November, 18 Uhr im Hörsaal F2 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, berichten wird.

Mehr zur Ringvorlesung "Making of: Geschichtsorte neu denken" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937657/915405101f5-slg4en> 

Anselm. Das Rauschen der Zeit.

Der 1945 im Schwarzwald geborene Anselm Kiefer gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler - international ebenso gefeiert wie im Laufe der Jahrzehnte auch immer wieder umstritten. Er hat Wim Wenders Zugang gewährt, der ihn in einem Dokumentarfilm würdigt. Nach seiner Premiere im Jahre 2023 wird der Film im Zuge der Kooperationsveranstaltung am Mittwoch, 13. November, um 18 Uhr im Cinema Münster, Warendorfer Straße 45-47 erneut gezeigt und diskutiert, gerade vor dem Hintergrund von Anselm Kiefers Geschichtsverständnis.

Mehr zum Filmabend mit Gespräch <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99938872/915405101f5-slg4en> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/Veranstaltungen/2024-11-13_Anselm_Kiefer_-_C_Road_Movies_900px.jpg> 
Rückblick
 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/R%C3%BCckblicke+%26+News/2024-10-07_Besuch_Brandes.jpg> 
NRW-Kulturministerin Ina Brandes zu Gast in der Villa ten Hompel


Zum Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am heutigen 7. Oktober besuchte Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, den Geschichtsort Villa ten Hompel. Mit Mitarbeitenden der NS-Erinnerungsstätte und Stadträtin Cornelia Wilkens gedachte sie der Opfer und sprach über die aktuellen Herausforderungen der Erinnerungsorte bei ihrer Arbeit gegen Antisemitismus und Rassismus. Stefan Querl, Leiter der Villa ten Hompel, und sein Stellvertreter Peter Römer führten Ministerin Brandes durch die Dauerausstellung des Hauses.

Mehr zum Besuch von Ina Brandes in der Villa ten Hompel <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99969208/915405101f5-slg4en> 

Vertiefte transatlantische Zusammenarbeit in der Geschichtskultur

Im Rahmen des von Ministerpräsident Hendrik Wüst ausgerufenen NRW-USA-Jahres 2023/24 waren in den letzten Tagen Thomas Köhler und Kim Sommerer aus dem Team der Villa ten Hompel Münster zu Besuch in den USA. Schon seit 2018 sind die "Villa" und das United States Holocaust Memorial Museum Washington D.C. enge Kooperationspartner und haben bereits zahlreiche gemeinsame Projekte durchgeführt. Aktuell entwickelt die Villa ten Hompel gemeinsam mit der Villa Merländer in Krefeld in enger Zusammenarbeit mit dem USHMM barrierearme Vermittlungsmethoden am Beispiel von deren Wanderausstellung "Einige waren Nachbarn".

Blog-Beitrag des NRW-USA-Jahres über die Villa ten Hompel <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99968303/915405101f5-slg4en> 

 <https://files.crsend.com/367000/367103/images/eddytor/m_15668881/2310a442bc61b5e86b3392f572ccbcf9.png> 

Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte November.

Ihre Annina Hofferberth

 <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937176/915405101f5-slg4en>  <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937177/915405101f5-slg4en>  <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937178/915405101f5-slg4en>  <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937179/915405101f5-slg4en> 
Aktuelle Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/99937180/915405101f5-slg4en> 

© Stadt Münster
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


INFO 

Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48145 Münster
Kontakt: Tel. 0251 4927101, E-Mail: tenhomp at stadt-muenster.de  
URL: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/startseite.html


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte