[WestG] [AKT] Museumgespraech "Ausgebeutet und vergessen, wer waren die Profiteure? Zwangsarbeit in Dortmunder Betrieben" mit Wilfried Stockhaus und Georg Deventer, 21.03.2024, 18:00 Uhr

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Mo Mär 18 12:57:24 CET 2024


Von: Geschichtskultur <geschichtskultur-bounces at ml.geschichtskultur-ruhr.de>
Datum: 15.03.2024, 13:54


AKTUELL

Museumsgespräch "Ausgebeutet und vergessen, wer waren die Profiteure? Zwangsarbeit in Dortmunder Betrieben" mit Wilfried Stockhaus und Georg Deventer im Hoesch-Museum Dortmund am Donnerstag, 21.03., 18.00 Uhr 

In der Zeit von 1933-1945 baute das NS-Regime eines der gewaltigsten Zwangsarbeitssysteme der Geschichte auf. Im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten wurden etwa 26 Millionen Menschen zum Arbeitseinsatz gezwungen. Lange blieb dieser Teil der Geschichte im Dunkeln und die Menschen zählten zu den vergessenen Opfern des Nationalsozialismus - bis die Entschädigungsdebatte am Ende der 1990er-Jahre das Thema in die breite Öffentlichkeit brachte. Am Donnerstag, den 21. März 2024, 18.00 Uhr, widmet sich das Museumsgespräch im Hoesch-Museum Dortmund (Eberhardstr. 12) der Ausbeutung von Zwangsarbeiter*innen in Dortmunder Betrieben. 

In der Westfalenhalle Dortmund war ab 1939 ein Kriegsgefangenenlager (STALAG VI D) eingerichtet, von wo mehr als 80.000 Menschen bis 1945 zwangsweise an Stahlwerke oder Zechen vermittelt wurden. Doch nicht nur Kriegsgefangene wurden eingesetzt, sondern auch Zivilisten mussten unfreiwillig für das Deutsche Reich arbeiten. 

So gab es in Dortmund und seiner Umgebung zahlreiche Unterbringungslager für Zwangsarbeiter*innen von Unternehmen und Betrieben. Bisher sind ca. 300 solcher Standorte nachgewiesen, in denen je nach Herkunft der Menschen unterschiedliche und teils menschenunwürdige Verhältnisse herrschten. Vor allem die Zwangsrekrutierten aus dem heutigen Osten Europas und der Sowjetunion waren der sogenannten Vernichtung durch Arbeit ausgesetzt. 

Auch 79 Jahren nach Kriegsende ist einiges noch nicht erforscht oder bekannt. Das Museumsgespräch wird in Schlaglichtern dem Vergessen entgegentreten und den Ausgebeuteten eine Stimme geben. 

Eintritt frei.


INFO
Hoesch-Museum
Eberhardstr. 12
44145 Dortmund
Datum: 21.03.2024
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Eintritt: frei 
Kontakt: Tel. 0231 84 45 856, E-Mail: info at hoesch-museum.de
URL: www.dortmund.de/hoeschmuseum


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