[WestG] [KONF] ''Die Wende dezentralisieren.'' Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive, 21.03.2024 und 22.03.2024

WGO wgo at lwl.org
Do Mär 7 08:56:46 CET 2024


Von: Lorke at ads.lwl.org <Lorke at ads.lwl.org> 	
Datum: 05.03.2024, 14:53 	
 	
 	
KONFERENZ	
 	
''Die Wende dezentralisieren.'' Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive 

Am 21. und 22. März 2024 findet der Workshop ''Die Wende dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive'' am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte statt. Der Workshop wird sich mit der ''Wende'' als erinnerungspolitischem Ausgangspunkt beschäftigen, um ihre Folgen in Ost wie West - und beides miteinander verflochten - aus regionalhistorischer Perspektive zu diskutieren.
''Die Wende dezentralisieren.'' Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive.

Bislang wurde die Geschichte der Wiedervereinigung vor allem aus einer eingeschränkten Perspektive erzählt, in der die neuen Bundesländer als ''das Andere'', von dem ''Normalfall'' der alten Bundesländer Abweichende dargestellt werden. Diese ungleiche Sichtweise blendet jedoch aus, dass die 1990er-Jahre auch in Westdeutschland von (Ko-) Transformationsprozessen geprägt war. Diese werden in den letzten Jahren angesichts der beginnenden Geschichtsschreibung jener Jahre und den aktuellen politischen Herausforderungen vermehrt erforscht. Die Beitragenden werden hiervon ausgehen und gemeinsam diskutieren, wie sich die Geschichte ''der Wende'' und der (Ko-)Transformationen regionalhistorisch-gesamtdeutsch erzählen lässt.

Programm

Donnerstag, 21. März 2024

9:15 Uhr - 9:45 Uhr
Einführung

Claudia Kemper/Christoph Lorke (beide LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)


9:45 Uhr - 11:15 Uhr
Zonen, Ränder, Täler und andere Zuschnitte in der Transformationszeit

Astrid M. Eckert (Emory University): Ko-Transformation wider Willen. Das „Zonenrandgebiet nach der Wiedereinigung“

Stefan Hördler (Universität Göttingen): Niedergangszenarien in West und Ost seit den 1980er Jahren: Zur langen sozioökonomischen Transformation im interregionalen Vergleich

Moderation: Malte Thießen (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)


11:30 Uhr - 13:00 Uhr
Arbeitswelt und Protest

Svea Gruber/Marcel Bois (beide Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg): Betriebliche Protestbewegungen gegen Schließung von Bahnausbesserungswerken in Delitzsch und Duisburg-Wedau

Julia Paulus (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte): ''Was der Westen vom Osten lernen kann'' - Gleichstellungs- und Familienpolitik in Ost- und Westdeutschland und ihre langfristigen Auswirkungen

Moderation: Matthias Frese (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)


13:00 Uhr - 14:30 Uhr Mittagspause


14:30 Uhr - 16:00 Uhr
Politik machen

Anna Hesse (Universität Mainz): Von Dessau nach Meckenheim – Über Ostdeutsche Bundestagsabgeordnete in westdeutschen Wahlkreisen (1991-1994) – AkteurInnen, Quellen, Perspektiven

Christian Rau (Institut für Zeitgeschichte Berlin): Auf der Suche nach Identität: Konservative Lokalpolitik und die Transformation des Heimatbegriffs im Thüringer Eichsfeld seit 1989/90

Moderation: Sabine Kittel (Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen)


16:15 Uhr - 17:45 Uhr
Konversion - Konflikt - Kooperation

Thomas Küster (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte): Truppenreduzierung und Konversion in (Nordrhein-)Westfalen. Wo und wie profitierte die Region von der Blockauflösung?

Malgorzata Popiolek-Roßkamp (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung Erkner): Abzug der WGT-Truppen und Konversion der militärischen Flächen als (vergessener) Teil der Transformationsgeschichte. Fallbeispiel Brandenburg

Moderation: Rüdiger Schmidt (Universität Münster)

Zusammenfassung 1. Tag

19 Uhr gemeinsames Abendessen


Freitag, 22. März 2024

9:00 Uhr - 10:30 Uhr
Altlasten und neue Interessen

Christoph Strupp (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg): Hamburger Chancen und Interessen in Schwerin

Thorben Pieper (Universität Bochum): ''Bitterfeld am Rein''? Ko-Transformationsprozesse im vereinten Deutschland am Beispiel der Altlasten(-sanierung)

Moderation: Joana Gelhart (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)


10:45 Uhr - 12:15 Uhr
Deutsch-deutsche Netzwerke rechter Gewalt und der Antifa

Jessica Lindner-Elsner (Zentrum für Zeithistorische Forschungen Potsdam): Rechte Gewalt, Kontinuität und Wandel - Die Grenzregion Eisenach als Beispiel

Yves Müller (Institut für Landesgeschichte Halle)/Kai Richarz (Bundesarchiv Berlin): Antifaschistische Ko-Transformation? Zur Geschichte der Deutsch-Deutschen Antifa-Bewegung in Ostdeutschland nach 1990

Moderation: Tim Zumloh (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)


12:15 Uhr - 13:15 Uhr Mittagspause


13:15 Uhr - 14:45 Uhr
Institutionenwandel und Begegnungen vor Ort

Erik Fischer (Universität Leipzig): ''Abwertend wurden wir eigentlich nie behandelt'' - Westexpertise und - Akteur:innen beim Umbau des sächsischen Schulsystems

Maren Hachmeister (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden): Ko-Transformation beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)

Moderation: Marcus Böick (University of Cambridge)


15:00 Uhr - 16 Uhr
Sektion: Wie lässt sich deutsche Geschichte nach 1990 gesamtdeutsch / dezentral / non-binär erzählen?

Johannes Schmitz (Universität Jena): Möglichkeiten und Grenzen regionaler Zugriffe auf die Transformationszeit in der didaktischen Vermittlung

Nele Wieting (Bundesstiftung Aufarbeitung, Berlin): Junge Perspektiven auf die ''Wende'' - Jugendliche erforschen regionale Transformationsgeschichte

Moderation: Claudia Kemper, Christoph Lorke (beide LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)


Abschluss

Kontakt

Dr. Claudia Kemper (claudia.kemper at lwl.org) 
Dr. Christoph Lorke (christoph.lorke at lwl.org) 

Interessierte sind herzlich eingeladen, am Workshop teilzunehmen und mit den Referent:innen zu diskutieren. Wir bitten um Anmeldung bis zum 15. März an svea.gruber at lwl.org.
	
 	
INFO	
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte	
Karlstraße 33	
48147 Münster 	
Datum: 21.03.2024 und 22.03.2024	
Uhrzeit: ab 9:15 Uhr 	
Anmeldung: bis zum 15.03.2024 an E-Mail svea.gruber at lwl.org. 
Kontakt: E-Mail claudia at kemper@lwl.org oder christoph.lorke at lwl.org 
URL: https://www.lwl-regionalgeschichte.de/de/ 


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