[WestG] [AKT] Newsletter Villa ten Hompel, Februar 2024

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Di Feb 20 08:59:51 CET 2024


Von: Annina Hofferberth <noreply-vth at stadt-muenster.de> 
Datum: 19.02.2024, 10:04


AKTUELL

Neuigkeiten aus dem Geschichtsort Villa ten Hompel‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
	
Das Jubiläumsjahr des Geschichtsorts Villa ten Hompel ist vielseitig gestartet  – und wir können schon jetzt auf einige besondere Begegnungen, außergewöhnliche Gäste und bereichernde Diskussionen zurückblicken: So waren unter anderem die Bundestagsabgeordnete und Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze, die Beauftragte gegen Antisemitismus des Landes Nordrhein-Westfalen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Münsters Regierungspräsident Andreas Bothe zu Arbeitsgesprächen bei uns zu Gast.

Aber wir haben auch einiges, auf das wir uns jetzt schon freuen, insbesondere der Vortrag von Katrin Himmler, mit dem wir unseren familiengeschichtlichen Schwerpunkt in diesem Halbjahr einläuten. Bereits ausverkauft ist die Lesung mit Reinhold Beckmann am Sonntag, 28. April.

Diese - und noch weitere - Neuigkeiten finden Sie in diesem Newsletter des Monats Februar. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters!

Themen des Newsletters Februar 2024

Neuigkeiten 

- Ein Blick in die Sammlung...


Ausblick 

- Kostenlose Führung am Sonntag
- Erzähl mal - Workshopreihe zur Spurensuche in der NS-Familiengeschichte
- Die Brüder Himmler
- Drehbuch Geschichte: (Post-)Kolonialismus im Film


Rückblick 

- Mehr Besucher*innen und Projekte, aber auch mehr Übergriffe in NS-Gedenkstätten
- Bildungsprogramme gegen Menschenfeindlichkeit unverzichtbar
- „Politische Bildung zu stärken, ist jetzt unabdingbar“
- Parteiübergreifend aktiv bei  „Gegen Vergessen Für Demokratie“


Neuigkeiten

Ein Blick in die Sammlung...

Wie in vielen Städten wurde auch in Münster kürzlich das Sirenennetz ausgebaut, um die Bevölkerung im Katastrophen- oder Verteidigungsfall zu warnen. Die Tests sind wichtig, gleichzeitig kann einem das Geheule schnell auf die Nerven gehen. Für Menschen, die gegenwärtig in Kriegsgebieten leben müssen, ist das Geräusch hingegen mit Todesangst verbunden. Auch im Zweiten Weltkrieg war der Sirenenalarm ein Alltagsgeräusch. Wenn die schon damals zentral gesteuerten Sirenensysteme ausfielen, wurde auf handbetriebene Sirenen zurückgegriffen. Bei unserem Fundstück des Monats Februar handelt es sich um ein Exemplar, das als Dauerleihgabe bei uns lagerte und nun in die polizeigeschichtliche Sammlung des Polizeipräsidiums Hamm zurückgegeben wurde.

Mehr zum "Fundstück des Monats"  <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91750002/915405101f5-s93ij7> 


Ausblick
	
Kostenlose Führung am Sonntag

Gewalt hat die Geschichte der Villa ten Hompel geprägt. Hier standen die Schreibtische jener NS-Beamten, die Polizisten ins besetzte Europa abkommandierten - zur Teilnahme an Massenmorden an Jüdinnen*Juden, Sinti*zze und Rom*nja. Hier standen die Schreibtische jener Nachkriegsbeamten, die nationalsozialistische Gewalttaten untersuchten und zugefügtes Unrecht wiedergutmachen sollten. Diese Geschichte kann in einer öffentlichen Führung am Sonntag, 25. Februar, um 15 Uhr gemeinsam erkundet werden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mehr zur Führung durch die Dauerausstellung <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91726091/915405101f5-s93ij7> 


Erzähl mal – Workshopreihe zur Spurensuche in der NS-Familiengeschichte

Lust, sich mit der eigenen Familiengeschichte in der NS-Zeit auseinanderzusetzen – aber keine Ahnung, wo man anfangen kann? Die Workshopreihe „Erzähl mal… Spurensuche in der NS-Familiengeschichte“ begleitet Interessierte von April bis September bei allen Fragen familienbiografischer Recherchen – in Workshops vor Ort, digital und mit individuellen Sprechzeiten.

Anmeldungen sind ab dem 1. März über tenhomp at stadt-muenster.de möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mehr zur Workshopreihe <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91805681/915405101f5-s93ij7>  


Die Brüder Himmler

"Eine deutsche Familiengeschichte": Unter diesem Titel geht Katrin Himmler am Mittwoch, 6. März, am Beispiel ihres Großvaters und dessen Bruder - Heinrich Himmler - der Frage nach, wieso der Nationalsozialismus und seine antisemitische und rassistische Ideologie für die Mehrheit der deutschen Gesellschaft so attraktiv war. 

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses (Eintritt frei).

Mehr zum Mittwochsgespräch mit Katrin Himmler <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91726092/915405101f5-s93ij7>   


Drehbuch Geschichte: (Post-)Kolonialismus im Film

Schon vor über 100 Jahren wurden in Kinos laufende Bilder aus den Kolonien gezeigt und romantisierten so eine Sehnsucht nach der Ferne, befeuerten imperialistische Großmachtträume und verbreiteten rassistische Fantasien. In der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“ hielten unzählige Reise- und Expeditionsfilme koloniale Wünsche wach. Gleichzeitig erfreuten sich in westlich geprägten Ländern auch Spielfilme, die vor exotischen Kulissen das überlegene Handeln des „weißen Mannes“ in Szene setzen, großer Popularität. Seit den 1960er Jahren entstehen in den ehemaligen Kolonialländern zunehmend Filme, die auch auf der großen Leinwand der anderen Seite eine Stimme geben und die Erfahrungen festhalten und aufarbeiten. 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Filmvorführungen finden ab dem Dienstag, 19. März, im Cinema Warendorfer Str. 45 in Münster statt.

Mehr zum "Drehbuch Geschichte" bei Cinema Münster <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91803893/915405101f5-s93ij7>  


Rückblick

Mehr Besucher*innen und Projekte, aber auch mehr Übergriffe in NS-Gedenkstätten

Fast drei Stunden debattierten Gäste eines Podiums am Domhof in Rheda-Wiedenbrück mit Stefan Querl, dem Leiter der Villa ten Hompel in Münster, über die aktuelle gesellschaftliche Lage und die Geschichtskultur in Westfalen, über NS-Vergangenheit und den Nahostkonflikt. Eingeladen hatte die Volkshochschule Reckenberg Ems mit dem Museum „Wiedenbrücker Schule“ und Bündnispartnern aus Kirchen, Parteien und dem lokalen Agenda 21-Kreis. Sie stellten vor allem Fragen nach dem Vorgehen gegen neue Formen von Antisemitismus seit dem Hamas-Überfall auf Israel vom 7. Oktober und forderten konsequentes demokratisches Eintreten gegen Rechtsextremismus.

Mehr zum Podium im Bericht der Neuen Westfälischen <http://www.nw.de/nachrichten/politik/23761142_Mehr-Besucher-aber-auch-mehr-Uebergriffe-in-NS-Gedenkstaetten.html>
   

Bildungsprogramme gegen Menschenfeindlichkeit unverzichtbar

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurden bundesweit deutlich mehr antisemitische Vorfälle dokumentiert als zuvor. Die Auswirkungen sind auch vor Ort spürbar – auf der Straße, an Schulen und lokalen und regionalen Gedenkorten. Engagierte Bildungsarbeit ist daher besonders notwendig – das betonten die Beauftragte gegen Antisemitismus des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, und Münsters Regierungspräsident Andreas Bothe in der Villa ten Hompel. Zu einem Arbeitsbesuch empfingen Stadträtin Cornelia Wilkens und Stefan Querl, Leiter des Geschichtsortes, die Gäste am Dienstag, 30. Januar. 

Mehr zum Besuch der Antisemitismusbeauftragten Leutheusser-Schnarrenberger <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91725748/915405101f5-s93ij7> 


„Politische Bildung zu stärken, ist jetzt unabdingbar“ 

Svenja Schulze, SPD-Bundestagsabgeordnete für Münster und Bundesentwicklungsministerin, war am Montag, den 22. Januar 2024, zu Gast in der Villa ten Hompel, um sich selbst ein Bild von der Arbeit am Geschichtsort zu machen. Das Team der Villa, unter Leitung von Stefan Querl, gab einen Einblick in zwei Ausstellungsräume der Villa. „Die Villa ten Hompel trägt durch ihre breiten Aufgabengebiete ganz entscheidend zur Förderung von Demokratie bei“, fasst Schulze ihre Eindrücke zusammen. „Gerade angesichts der anstehenden Europawahl und dem derzeit prognostizierten Rechtsruck ist es sehr wichtig, durch geschichtliche Aufarbeitung und Erinnerung deutlich zu machen: Nie wieder ist jetzt!“ 

Mehr zum Besuch von Svenja Schulze <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91725867/915405101f5-s93ij7> 


Parteiübergreifend aktiv bei „Gegen Vergessen Für Demokratie“

Freude über ein einstimmiges Freiburger Votum: Andreas Dickerboom, Koordinator beim Deutschen Rundfunkarchiv in Potsdam, und Stefan Querl, Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel in Münster, sind in ihren Ämtern im Vorstand von „Gegen Vergessen Für Demokratie“ bestätigt worden. Gemeinsam vertreten beide die Belange der regionalen Arbeitsgruppen in der parteiübergreifenden Vereinigung in Deutschland, wie die Sprecher*innen während der Bundesversammlung in Baden-Württemberg beschlossen. Vorsitzender von „Gegen Vergessen Für Demokratie“ ist der Freiburger Staatsrechtler und frühere Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle, der während der Versammlung einen Besuch in Münster für Mittwoch, 8. Mai, ankündigte.

Mehr zur Bestätigung Querls im Bundesvorstand von "Gegen Vergessen" <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91726296/915405101f5-s93ij7>  


Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte März. Unser Halbjahresprogramm finden Sie auf unserer Website <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91725279/915405101f5-s93ij7>  .

Ihre Annina Hofferberth
	
Aktuelle Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage <https://villa-ten-hompel.newsletter.stadt-muenster.de/c/91725285/915405101f5-s93ij7> 


INFO
Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Kontakt: Tel. 0251 4927101, E-Mail tenhomp at stadt-muenster.de    
URL: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/startseite.html 


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