[WestG] [AKT] Newsletter Villa ten Hompel, August 2023
Dewert, Camilla Lucia
CamillaLucia.Dewert at lwl.org
Di Aug 22 08:36:38 CEST 2023
Von: noreplyvth at stadt-muenster.de <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 14.08. 2023, 10:48
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter
Themen des Newsletters August 2023
Neuigkeiten
- Führungen, Diskussionen, Aktionen – Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2023
- Neue Ausstellungshefte für die Dauerausstellung
Ausblick
- Friedens-Radtour zu Orten der Zeitgeschichte in Münster
- Konfliktlandschaften – Besuch in Płaszów
- Tag des offenen Denkmals
- Über Israel reden
Rückblick
- Ein Blick in die Sammlung ...
- Erzähl mal...Spurensuche zur NS-Familiengeschichte
- Demokratische Resilienz stärken
- „Schatzkammer der Träume“ und eine „Ansprache aus dem Leben“
- Grenzen überwinden und Polarisierungstendenzen entgegentreten
Guten Tag!
Dem Ende der Sommerferien in NRW haben die Mitarbeitenden des Geschichtsortes gleich aus mehreren Gründen mit viel Vorfreude entgegengesehen: Nicht nur besitzt die Dauerausstellung jetzt neue, vollständig überarbeitete Ausstellungshefte in vier Sprachen, sondern auch das neue Veranstaltungsprogramm ist da! Hinzu kamen Besuche von und bei befreundeten Institutionen wie dem Nationaal Onderduikmuseum in Aalten und dem Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten. Besonders freuen wir uns auch über die Kooperationsvereinbarung, die die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung, Abteilung Münster, und die Polizei Münster mit der Villa ten Hompel abgeschlossen haben.
Diese – und noch weitere – Neuigkeiten finden Sie in diesem Newsletter des Monats August. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters!
Neuigkeiten
Das neue Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2023 ist da! Auch in den nächsten Monaten laden wir Sie zu interessanten Veranstaltungen in und außerhalb des Geschichtsortes ein. In unseren Mittwochsgesprächen stehen die Jahrestage der "Aktion Reinhard" und "Aktion Erntefest" im Fokus, in der Reihe "Forum am Donnerstag" wenden wir uns gegenwärtigen Debatten der Erinnerungskultur zu. Hinzu kommen zwei Vorträge im Rahmen der Jungen Wissenschaft, Yad Vashem Lectures, der Tag des offenen Denkmals, Führungen und Gedenkaktionen...
Zum Veranstaltungsprogramm <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=1>
Neue Ausstellungshefte für die Dauerausstellung
Wer nach dem Ende der Sommerpause am 24. Juli in die Dauerausstellung tritt, dem fällt vielleicht eine Neuerung ins Auge: Die Ausstellungshefte sehen anders aus. Neben einem neuen, freundlichen Design wurden die Hefte mit neuen Inhalten versehen: Nun wird neben einführenden Texten zu verschiedenen Zeitabschnitten der Villa ten Hompel auch jeweils eine Person vorgestellt, die mit diesen Zeiten und der ‚Villa‘ verbunden ist. Das neue Heft ist aktuell in deutscher, englischer, niederländischer und Leichter Sprache kostenfrei am Empfang der Dauerausstellung erhältlich.
Zu den digitalen Versionen der Ausstellungshefte <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=2>
Ausblick
Friedens-Radtour zu Orten der Zeitgeschichte in Münster
Spuren und Folgen des NS-Regimes in Münster, die Geschichte der „Gauhauptstadt“ und die Nachkriegszeit nimmt eine Innenstadttour per Leeze in den Blick. Ein kritischer Kontrapunkt und historischer Appell für den Frieden zum Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes 1939 vor Beginn des Zweiten Weltkrieges. Dieses Angebot für historisch Interessierte in der Innenstadt findet statt am Mittwoch, 23. August, von 15 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist um 15 Uhr vor der Villa ten Hompel.
Anmeldungen sind nicht erforderlich, aber verkehrssichere Räder und ein Kostenbeitrag von 5 € für den ADFC Pflicht (für Mitglieder der beteiligten Institutionen frei).
Mehr zu dieser Sonderveranstaltung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3>
Konfliktlandschaften – Besuch in Płaszów
Auf einer Exkursion nach Oświecim, Kraków und Płaszów besuchten Studierende und Lehrende der Universität Osnabrück für künstlerische Forschungen Gedenkstätten und Schauplätze des Holocaust. Untersucht wurden die Mahnmale, Gedächtnisstätten und Geschichtsorte aus der besonderen Perspektive künstlerischer und ästhetischer Fragestellungen an hochgradig belastete und belastende Orte.
Diese künstlerischen Reflexionen sind als Schauraum mehrere Tage in der Villa ten Hompel zu sehen: Am Freitag, 25. August, wird die Ausstellung um 18 Uhr eröffnet; am Samstag, 26. August, ist der Schauraum von 16 bis 24 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Museen und Galerien geöffnet. Am Sonntag, 27. August, besteht noch von 14 bis 17 Uhr Gelegenheit zum Besuch.
Mehr zum Schauraum mit künstlerischen Arbeiten und Projekten <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=4>
Tag des offenen Denkmals
Als ehemaliger Täterort im Nationalsozialismus, Sitz eines Entnazifizierungsausschusses und des Dezernats für „Wiedergutmachung“ in der Nachkriegszeit können in der Villa ten Hompel unzählige Geschichten aus Kriegs- und Friedenszeiten erzählt werden. Doch was bedeutet „Frieden“ eigentlich? Gilt dieser für alle gleichermaßen? Im Fokus der Selbsterkundungen und Führungen am Tag des offenen Denkmals Sonntag, 10. September, von 14 bis 17 Uhr stehen daher Zeugnisse von Verfolgung in Zeiten, in denen für den Großteil der Bevölkerung noch „Frieden“ herrschte, von Kriegshandlungen, Militarisierung und dem schwierigen „Neuanfang“, vor dem Überlebende der NS-Verfolgung nach 1945 standen.
Mehr zum Tag des offenen Denkmals <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=5>
Über Israel reden
Als Meron Mendel vor zwanzig Jahren nach Deutschland kam, stellte er überrascht fest, welche Bedeutung sein Heimatland Israel hier im öffentlichen Diskurs hatte. Schon damals konnten nahezu alle, mit denen er sprach, klare Positionen zu Israel und seiner Politik formulieren. Am Donnerstag, 14. September, um 19 Uhr schildert Meron Mendel, wie das Verhältnis zu Israel und zum Nahostkonflikt in Deutschland verhandelt wird, in der Politik und in den Medien, unter Linken, unter Migrant*innen und unter Jüdinnen*Juden.
Die Veranstaltung findet vor Ort und über Zoom statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Mehr zu diesem Forum am Donnerstag mit Meron Mendel <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=6>
Rückblick
Ein Blick in die Sammlung ...
Obwohl historische Fotoalben einen wesentlichen Teil der Sammlung der Villa ten Hompel ausmachen, wurde bisher keines als Fundstück des Monats gezeigt. Das soll sich im August ändern: Wir stellen in einem längeren Text das Fotoalbums eines Polizisten vor, der seinen Einsatz mit dem Reserve-Polizeibataillon 72 im besetzten Polen 1939 bis 1940 dokumentiert hat. Motive des kameradschaftlichen Alltags treffen dort auf unverhohlene Aufnahmen von Krieg, Zerstörung und Verbrechenskomplexen der Ordnungspolizei.
Mehr zum Fundstück des Monats August <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=7>
Erzähl mal...Spurensuche zur NS-Familiengeschichte
Als Mitarbeitende in einem Täterort, wie die Villa ten Hompel es war, setzt man sich in Thementagen, Führungen, Publikationen oder Vorträgen ständig mit den Biographien der ebendort arbeitenden Täter auseinander. Dabei stellte sich jedoch die Frage: Was ist eigentlich mit den Geschichten in der eigenen Familie? Deswegen haben Mitarbeitende der Villa ten Hompel das Projekt "Erzähl mal…Spurensuche zur NS-Familiengeschichte" ins Leben gerufen. Die Ergebnisse ihrer Recherchen stellen sie hier vor – und laden alle Besucher*innen zu eigenen Recherchen zur NS-Familiengeschichte ein.
Nura Ursula Schmidt schreibt als Nachkriegskind über ihre ständigen inneren Auseinandersetzungen mit den Kriegsverbrechen und dem aktiven Polizeibataillons-Dienst ihres 1915 geborenen Vaters Hermann Schmidt.
Mehr zum Projekt "Erzähl mal..." <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=8>
Demokratische Resilienz stärken
In Zusammenarbeit mit der Stadt Münster und der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV), Abteilung Münster, erweitert die Polizei Münster ihre Schulungsmaßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus. Polizistinnen und Polizisten sowie Studierende der Polizei-Hochschule werden in Aus- und Fortbildungen in der Villa ten Hompel künftig verstärkt für diese Themen sensibilisiert. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten am Montag, 31. Juli, der Leiter der HSPV NRW am Standort Münster, Christoph Keller, Stadträtin Cornelia Wilkens, der Leiter der Villa ten Hompel, Stefan Querl, und Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf.
Mehr zur Kooperationsvereinbarung zwischen HSPV, Polizei Münster und Villa ten Hompel <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=9>
„Schatzkammer der Träume“ und eine „Ansprache aus dem Leben“
Jüdischer Humor, christlicher Kitsch und weltlicher Trash: Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten bringt derlei in einer sehenswerten „Schatzkammer der Träume und Sehnsüchte“ schrillbunt zusammen, wie Museumsleiterin Dr. Kathrin Pieren dem Beauftragten gegen Antisemitismus in Münster, Stefan Querl, bei einem Rundgang während ihres Arbeitstreffens erläuterte. Bis Sonntag, 3. September, ist die Präsentation mit Unterstützung aus der Landeszentrale für politische Bildung in NRW in Dorsten zu sehen.
Zum Besuch Stefan Querls des Jüdischen Museums Westfalen <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=10>
Grenzen überwinden und Polarisierungstendenzen entgegentreten
„Hoi“ hieß es letzten Donnerstag, als Gerda Brethouwer, die Direktorin des Nationaal Onderduikmuseum in Aalten, und deren pädagogische Mitarbeiterin Marjon Hermeling die Villa ten Hompel besuchten. Das Museum dokumentiert die Geschichte der Menschen, die im Zweiten Weltkrieg in den besetzten Niederlanden untergetaucht lebten. Der Leiter des Geschichtsorts Stefan Querl und die Volontärin Annina Hofferberth hatten sie eingeladen, um die Kooperation zwischen den Häusern zu stärken.
Anlass dazu bot ein Seminar am Zentrum für Niederlande-Studien der WWU: Dort hatte der Dozent Max Dahlmer mit Studierenden, in Kooperation mit dem Nationaal Onderduikmuseum und der Villa ten Hompel und gefördert durch das Interreg VI Programm der Euregio, einen Workshop für Schulen konzipiert.
Mehr zum Besuch und der Entwicklung des Workshops <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/newsletter-villa-ten-hompel-august-2023?mid=3094&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=11>
Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte September 2023.
Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel, auf Facebook www.facebook.com/villatenhompel, auf unserem YouTube-Kanal www.youtube.com/channel/UCFvRjz6UPpHIkFUMHCbJ5MQ, auf Instagram www.instagram.com/villatenhompel sowie auf Twitter twitter.com/ten_hompel und TikTok https://www.tiktok.com/@villatenhompel.
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Ihre Annina Hofferberth
INFO
Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Kontakt: Tel. 0251 4927101, E-Mail tenhomp at stadt-muenster.de
URL: https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/startseite.html
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