[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter Juni 2022
Hanke, Enrique
Enrique.Hanke at lwl.org
Mo Jun 20 10:56:14 CEST 2022
Von: "Stadt Münster" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 12.04.2022, 13:30
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter
Themen des Newsletters Juni 2022
Neuigkeiten
- Sommerschließzeit
- Willkommen im Team!
Ausblick
- "Damit wir atmen können": Mittwochsgespräch am 15. Juni
- "Rund um die Villa" am 19. Juni
- #jüdisch: Filmvorführung am 21. Juni
- Frühe Zeugnisse vom Holocaust: Forum am Donnerstag mit Markus Roth
Rückblick
- Queerfeindlichkeit in Geschichte und Gegenwart: Das geht uns was an!
- Eindrucksvoller Israel-Tag mit Erinnerungen an Karl-Heinz Volkert
- Ein Blick in die Sammlung...
- Jüdisches Leben erinnern - Den Tätern der Polizei auf der Spur
Guten Tag!
Nicht nur die Sonne und die warmen Temperaturen, sondern auch Gedenkstättenfahrten mit Schulklassen und eine Bildungsreise mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren nach Polen haben uns in den letzten Wochen immer wieder aus der "Villa" gelockt. Aber auch in den Räumen des Geschichtsortes war durch den täglichen Seminarbetrieb, Vorträge und Diskussionen stets viel los. Nun freuen wir uns, Sie auch zu unseren letzten öffentlichen Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2022 zu begrüßen!
Bis einschließlich 10. Juli gibt es außerdem die Möglichkeit, unsere Ausstellung vor der dreiwöchigen Sommerschließzeit zu besichtigen. Einen Einblick in unsere Sammlung ermöglicht außerdem unser neuer monatlicher Beitrag des "Objekts des Monats".
Alles, was uns sonst noch in den letzten Wochen im Geschichtsort beschäftigt hat, lesen Sie im Folgenden. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters!
Neuigkeiten
Sommerschließzeit
Die Sommerferien bedeuten auch, dass es im Geschichtsort etwas ruhiger als gewohnt zugeht: Bis einschließlich 10. Juli gibt es die Chance, unsere Dauerausstellung "Geschichte - Gewalt - Gewissen" zu besuchen. Danach freuen wir uns, Sie wieder ab dem 1. August in der "Villa" zu begrüßen.
Willkommen im Team!
Seit Mitte Mai verstärkt Charlotte Löber die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (Mobim) im Regierungsbezirk Münster. Charlotte Löber studierte Psychologie und legte dabei einen besonderen Schwerpunkt auf politische Psychologie, Migrations- und Geschlechterforschung. Nach dem Start ins Berufsleben hat sie zunächst im Kulturbereich gearbeitet und einen offenen Begegnungs- und Veranstaltungsort mit aufgebaut. Das Interesse an der Verbindung von gesellschaftlichem und politischem Engagement und psychologischen (Beratungs-)Ansätzen hat sie dann "mit Corona" zur Rechtsextremismusprävention geführt. In ihrer neuen Stelle bei mobim freut sie sich darauf, die lokale Zivilgesellschaft im Engagement gegen Rassismus und für eine starke Demokratie zu unterstützen.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Mehr über Charlotte Löber <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=1>
Ausblick
"Damit wir atmen können": Mittwochsgespräch am 15. Juni
Von Beleidigungen bis hin zur Anwendung von Gewalt - die Spannbreite der Erscheinungsformen von Rassismus und rassistischer Gewalt ist breit. Fälle in den letzten Jahren förderten eine Aufmerksamkeit für die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Rassismus und die von ihr Betroffenen.
Im Mittwochsgespräch am 15. Juni um 19 Uhr kommen nun Kemal Bozay, Orhan Mangitay, Fonda Göçer und Serpil Güner zu Wort: In ihrer Lesung aus ihrem Sammelband "Damit wir atmen können" zeigen sie Formen und Ursachen von Rassismus auf und sprechen über nötige Konsequenzen sowie Handlungsstrategien zur Gegenwehr.
Die Veranstaltung findet im Saal der Villa ten Hompel und online über Zoom statt.
Mehr zum Mittwochsgespräch <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=2>
"Rund um die Villa" am 19. Juni
Authentische Spuren aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs lassen sich schon bei einem Spaziergang vor der eigenen Haustür finden: Von der Villa ten Hompel aus erkundigt Historiker Timm Richter daher am Sonntag, 19. Juni, in einer öffentlichen Stadtteilführung bekannte und weniger bekannte Orte im Erpho- und Mauritzviertel.
Die Führung dauert ca. 2 Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Teilnahmebeitrag beträgt 5Euro p.P.
Mehr zur Veranstaltung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3>
#jüdisch: Filmvorführung am 21. Juni
Am 21. Juni um 18.30 Uhr präsentiert das LWL-Medienzentrum für Westfalen zusammen mit dem Jüdischen Museum Westfalen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Villa ten Hompel den Film "#jüdisch". Gezeigt wird der Film im Cinema Münster an der Warendorfer Straße 45-47.
Der von der LWL-Kulturstiftung geförderte Dokumentarfilm porträtiert fünf Jüdinnen und Juden und ihre jeweilige Sicht auf Fragen wie Religion, Zuhause, Humor, Tradition und Zukunft. Dabei kommen auch Themen wie Identität und Antisemitismus, Außenwahrnehmung und Innensicht von Juden und Jüdinnen zur Sprache. Der Film stellt universelle Fragen, die von den fünf Protagonistinnen und Protagonisten unterschiedlich beantwortet und auch lebhaft diskutiert werden. Auf diese Weise bricht der Film mit Stereotypen und gibt Einblick in den diversen deutsch-jüdischen Alltag heute aus der Perspektive junger Menschen.
Tickets können per E-Mail an anke.ogorek at lwl.org <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=4> reserviert werden.
Frühe Zeugnisse vom Holocaust: Forum am Donnerstag mit Markus Roth
Die Zeitschrift "Fun letstn churbn/Von der letzten Zerstörung" war ein einmaliges Forum für Zeugnisberichte Überlebender der Shoah. Von 1946 bis 1948 schilderten sie darin ihre Alltags- und Verfolgungserfahrungen sowie Aktionen jüdischen Widerstands. Mitten im Land der Täter entstand so unmittelbar nach der Befreiung eine Sammlung zur Alltags- und Kulturgeschichte des Holocaust - Jahrzehnte bevor die Forschung sich diesen Themen zuwandte. In unserem nächsten Forum am Donnerstag am 23. Juni um 19 Uhr stellt der Historiker Markus Roth diese einmalige Zeitschrift vor und ordnet sie in Traditionslinien jüdischer Dokumentations- und Forschungsarbeit ein.
Das Gespräch findet in der Villa ten Hompel statt und wird online über Zoom übertragen.
In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e. V., Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. Regionalgruppe Münsterland und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V.
Mehr zur Veranstaltung <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3>
Rückblick
Queerfeindlichkeit in Geschichte und Gegenwart: Das geht uns was an!
Vor 32 Jahren, am 17. Mai 1990, beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität nicht weiter als Krankheit zu klassifizieren. Seit 2005 feiern daher lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*) weltweit den "International Day Against Homophobia" (IDAHO), den Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai. Dass Vorurteile, Diskriminierung und auch gewaltsame Übergriffe gegen LSBTI* auch weiterhin keine Seltenheit sind, zeigt nicht nur die Tatsache, dass gleichgeschlechtliche Liebe in 70 Staaten auf der Welt auch heute noch strafbar ist. Ein Grund mehr, das Thema innerhalb des Projektes "Das geht mich ja was an" mit Polizei- und Justizangehörigen anzusprechen.
Zum Bericht der AG "Queerfeindlichkeit" <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=5>
Eindrucksvoller Israel-Tag mit Erinnerungen an Karl-Heinz Volkert
Der Israel-Tag im Erbdrostenhof war dem Gedenken an Karl-Heinz Volkert (1932 - 2013) gewidmet, den langjährigen Vorsitzenden und Förderer der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Münster (DIG) und der Israelstiftung in Deutschland. Auch Stefan Querl, Beauftragter gegen Antisemitismus der Stadt Münster, erinnerte sich wertschätzend an den temperamentvollen Freund und Förderer Israels, mit dem er über viele Jahre für die Villa ten Hompel in Kooperation mit der katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus Jugendgruppen zur Gedenkstätte Bergen-Belsen begleitet hatte.
Gastreferent Dr. Michael Borchard stellte ebenso kundig wie humorvoll und facettenreich sein Buch "Eine unmögliche Freundschaft. David Ben-Gurion und Konrad Adenauer" vor. Zum Geleit sprachen die neue DIG-Vorsitzende Regine Foerster, Münsters Bürgermeister Klaus Rosenau und Sharon Fehr, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde.
Ein Blick in die Sammlung...
Am 9. Juni feiern Archivinstitutionen auf der ganzen Welt den "Internationalen Tag der Archive". Auch wir wollen den Tag nutzen, um einen wichtigen Baustein unserer Tätigkeit - das Sammeln und Dokumentieren - etwas öffentlicher zu machen. Ab jetzt stellen wir deshalb monatlich ein besonderes Fundstück aus unserer Sammlung vor.
Den Beginn macht ein Nachlass, der einen besonders hohen Stellenwert für unsere Sammlung hat: Der Nachlass des Münsteraner Aufklärers und Antifaschisten Paul Wulf, den der Geschichtsort Villa ten Hompel bereits kurz nach dessen Tod am 3. Juni 1999 übernommen hat. Als "Depositum 001" bildete er damals den Grundstock des bis heute stetig wachsenden Archivs. Der Nachlass wird in einem eigenen Raum im Dachgeschoss verwahrt.
Zum Objekt des Monats Juni <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=6>
Jüdisches Leben erinnern - Den Tätern der Polizei auf der Spur
Am 27. Juni 1941 begingen Ordnungspolizisten in der ostpolnischen Stadt Bialystok ein Massaker an der jüdischen Bevölkerung, bei dem 2000 Menschen ums Leben kamen.
Im letzten Jahr jährte sich das Massaker zum 80. Mal. Aus diesem Anlass setzten sich Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Schulen, Gedenkstätten und der Polizei in drei Online-Workshops mit den Entscheidungs- und Handlungsräumen der beteiligten Polizisten, Wehrmachtssoldaten, polnischen und betroffenen jüdischen Akteurinnen und Akteure auseinander. Um die Spuren der von der Villa aus befehligten Täter nachzuverfolgen und die Erinnerung an die Ermordeten vor Ort zu diskutieren, reisten sie nun zu den Verfolgungs- und Mordstätten in Polen.
Mehr zur Bildungsreise <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-06-01?mid=2643&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=7>
Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte Juli 2022.
INFO
Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel , auf Facebook www.facebook.com/villatenhompel, auf unserem YouTube-Kanal www.youtube.com/channel/UCFvRjz6UPpHIkFUMHCbJ5MQ, auf Instagram www.instagram.com/villatenhompel sowie auf Twitter twitter.com/ten_hompel und TikTok https://www.tiktok.com/@villatenhompel. Folgen Sie uns gerne - und bleiben Sie gesund!
Kim Sommerer
Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
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