[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter August 2022

Hanke, Enrique Enrique.Hanke at lwl.org
Di Aug 16 12:44:48 CEST 2022


Von: "Stadt Münster" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 15.08.2022, 15:33


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter

Themen des Newsletters August 2022

Neuigkeiten 

- Willkommen im Team!
- Das Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2022 ist da!

Ausblick 

- Öffentliche Führungen am 28. August und 3. September
- Ein Denkmal setzen

Rückblick 

- Für gegenwärtigen Antisemitismus sensibilisieren
- Norbert Schäfers erinnert an Einsatz von Dr. Gisela Schwarze und ihren Nachfolgern
- Bezirksbürgermeister Dr. Stephan Nonhoff in der Villa
- Ein Blick in die Sammlung...

Guten Tag!

Nach der kurzen Sommerpause ist nun wieder einiges los in der "Villa". Die Hitze der vergangenen (und kommenden) Tage hält uns nicht davon ab, Projekte weiterzuführen, in Seminaren zu diskutieren und uns auf die ersten öffentlichen Veranstaltungen in der zweiten Hälfte dieses Jahres zu freuen. Und auch am Äußeren der Villa wird gearbeitet: So werden die Zäune und bald auch Geländer der Balkone und die Fenstergitter restauriert und zu diesem Zweck entfernt.

Alles, was uns sonst noch in den letzten Wochen im Geschichtsort beschäftigt hat, lesen Sie im Folgenden. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse bei der Lektüre unseres Newsletters!


Neuigkeiten 
	
Willkommen im Team! 

Seit dem 1. August verstärkt Annina Hofferberth als wissenschaftlich-pädagogische Volontärin das Team der Villa ten Hompel.

Annina Hofferberth hat an der Universität Gießen Literaturwissenschaft, Geschichte und Soziologie im Bachelor und Master studiert und anschließend dort ihre Doktorarbeit über zeitgenössische Rezeptionen von NS-Inszenierungen geschrieben. Über Praktika und Nebenjobs konnte sie bereits Einblicke u.a. in die Öffentlichkeitsarbeit und Erschließung von Archivalien erlangen. Für ihr Volontariat zog sie nun ganz frisch nach Münster und genießt es, die Stadt und die "Villa" zu entdecken.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Mehr über Annina Hofferberth <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=1>


Das Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2022 ist da! 

Auch in den nächsten Monaten laden wir Sie zu interessanten Veranstaltungen in und außerhalb des Geschichtsortes ein. In unseren Mittwochsgesprächen nehmen wir rechte und rechtsextreme Gewalt nach 1945 in den Blick und wenden uns in der Reihe "Forum am Donnerstag" auch dem aktuellen Kriegsgeschehen in der Ukraine aus historischer Perspektive zu. Bei Gedenkaktionen, etwa am Tag des offenen Denkmals, ruft die Villa ten Hompel zum Mitmachen auf. Und viele weitere Veranstaltungen sind geplant...

Zum Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2022 <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=2>


Ausblick 

Öffentliche Führungen am 28. August und 3. September 

Regelmäßig führen Mitarbeitende der Villa ten Hompel durch die Dauerausstellung "Geschichte - Gewalt - Gewissen" - so auch am Sonntag, 28. August! Die Führung beginnt um 15 Uhr und dauert ca. eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur Führung und zu den Corona-Schutzmaßnahmen <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=3>

Auch zur "Langen Nacht der Museen und Galerien" am 3. September ist der Geschichtsort zwischen 16 Uhr und Mitternacht für Gäste geöffnet. Vier öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung der "Villa" sind geplant. Sie dauern jeweils ca. 60 Minuten und beginnen um 16, 18, 20 und 22 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir bitten um das Tragen einer medizinischen Maske.

Mehr zur langen Museumsnacht <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=4>

	
Ein Denkmal setzen 

Der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2022 steht unter dem Motto "KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz". So lädt die "Villa" zur Spurensuche in der Dauerausstellung "Geschichte - Gewalt - Gewissen" ein und rückt die Taten in den Fokus, die Ordnungspolizisten im Nationalsozialismus ausgehend von der ehemaligen Fabrikantenvilla verübten.

Besuchende "ermitteln" in der Ausstellung selbst anhand von drei Objekten Geschichten von rassistischer, antisemitischer und antiziganistischer Verfolgung und werden dazu aufgemuntert, mit Klebezetteln und über die Sozialen Medien Stellung zu beziehen und den Verfolgten damit selbst ein Denkmal zu setzen: Wie und wieso möchten Sie an diese Verfolgtengruppe erinnern, welches Denkmal möchten Sie ihr setzen?

Die Ergebnisse dieser Überlegungen werden im Anschluss auf Twitter (@ten_hompel) und Instagram (@DeportationenSichtbarMachen) sowie auf der Homepage der Villa ten Hompel veröffentlicht.

Mehr zur Aktion #DeportationenSichtbarMachen <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=5>


Rückblick 

Für gegenwärtigen Antisemitismus sensibilisieren 

Am 31. Juli jährte sich zum 80. Mal die Deportation von 901 deutschen Jüdinnen und Juden aus Münster nach Theresienstadt.

Der solchen Deportationen und anderen nationalsozialistischen Verbrechen zugrundeliegende Antisemitismus beschäftigt das Team der Villa ten Hompel aus historischer Perspektive, aber auch als zeitgenössisches, strukturelles und gesamtgesellschaftliches Problem und Phänomen. So bilden gegenwärtige Erscheinungsformen von Antisemitismus im beruflichen Alltag einen Schwerpunkt der berufsgruppenbezogenen Thementage, die im Rahmen des durch die Stiftung EVZ und das Bundesministerium der Finanzen in der Bildungsagenda NS-Unrecht geförderten Projektes "Das geht mich ja was an!".

Zum Bericht der Arbeitsgruppe "Antisemitismus" im Projekt <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=6>
	

Norbert Schäfers erinnert an Einsatz von Dr. Gisela Schwarze und ihren Nachfolgern 

Einschlägig zum Geschichtsort Villa ten Hompel und zu Gegen Vergessen Für Demokratie e. V. geforscht hat Norbert Schäfers aus Münster im Rahmen seines "Studiums im Alter" an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster: Der im Ruhestand aktive Sprecher eines Energieversorgungs-Unternehmens hatte über mehrere Semester Projektberichte, interne Unterlagen und Dokumente der parteiübergreifenden Vereinigung in Augenschein genommen und sich vor allem für die Entwicklung der Regionalarbeitsgruppe im Münsterland interessiert. Deren langjähriger Regionalsprecher Horst Wiechers und sein Nachfolger Stefan Querl halfen ihm von der Villa ten Hompel aus nach Kräften dabei.

Mehr zu den Recherchearbeiten <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=7>

	
Bezirksbürgermeister Dr. Stephan Nonhoff in der Villa 

"Münsters Stärken stärken!" Mit diesem Plädoyer verband Bezirksbürgermeister Dr. Stephan Nonhoff einen Arbeitsbesuch in der Villa ten Hompel, bei dem er Einblicke in die Erinnerungskultur und laufende Projekte nahm. Er ließ sich von Stefan Querl über die Seminar- und Bildungsarbeit sowie die Herausforderungen angesichts der Pandemie informieren. Besonders Interesse zeigte er für aktuelle Digital- und Präsenzformate für junge Menschen, wie das Geschichtsprojekt "Demokratie als Feind. Das völkische Westfalen".

Mehr zum Besuch von Stephan Nonhoff <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=8>


Ein Blick in die Sammlung... 

"Der gute Schupo" - Dieses Brettspiel ist unser "Objekt des Monats August". Erstmalig in den 1920er Jahren zur Zeit der Weimarer Republik herausgegeben und bis in die 1950er Jahre hinein produziert, vermittelt das Verkehrserziehungsspiel das Leitbild des Polizisten als bürgernaher "Freund und Helfer": Zu sehen ist stets ein Polizist, der zwei Kinder sicher durch den Großstadtverkehr führt. Dieses Bild hat auch in unserer Seminararbeit mit Schulklassen und Polizeigruppen eine hohe Bedeutung, um Kontinuitäten und Brüche der Polizeirolle zur Zeit des Nationalsozialismus zu thematisieren: "Freund und Helfer" waren Polizisten in dieser Zeit noch immer, allerdings bloß für diejenigen, die als Teil der sogenannten "Volksgemeinschaft" gesehen wurden.

Zum Objekt des Monats August <https://www.stadt-muenster.de/newsletter/villa-ten-hompel/2022-08-01?mid=2708&rid=t_82&aC=3747cc1a&jumpurl=9>

Herzlichen Dank für Ihre Lektüre des Newsletters! Der nächste Newsletter erscheint Mitte September 2022.


INFO

Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unser Homepage www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel, auf Facebook www.facebook.com/villatenhompel, auf unserem YouTube-Kanal www.youtube.com/channel/UCFvRjz6UPpHIkFUMHCbJ5MQ, auf Instagram www.instagram.com/villatenhompel sowie auf Twitter twitter.com/ten_hompel und TikTok https://www.tiktok.com/@villatenhompel. Folgen Sie uns gerne - und bleiben Sie gesund!

Kim Sommerer
Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel 
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster


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