[WestG] [AKT] Tiere im Archiv - LWL zeigt virtuelle Ausstellung zum 20-jaehrigen Jubilaeum des Westfaelischen Literaturarchivs

Bodden, Lina lina.bodden at lwl.org
Mo Okt 4 07:57:37 CEST 2021


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 30.09.2021, 14:35


AKTUELL

Tiere im Archiv - LWL zeigt virtuelle Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum des Westfälischen Literaturarchivs

Welche Bedeutung haben Tiere für die Entstehung literarischer Texte? Dieser Frage geht eine virtuelle Ausstellung nach, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unter der Adresse http://www.archivierte-tiere.lwl.org ins Internet gestellt hat. Die Schau entstand anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Westfälischen Literaturarchivs, das von der LWL-Literaturkommission für Westfalen und dem LWL-Archivamt für Westfalen gemeinsam betreut wird.

Ein Hähnchen, das am Beginn von Annette von Droste-Hülshoffs dichterischem Schaffen steht. Ein sprechender Delphin, mit dem die halb vergessene Kinderbuchautorin Katherine Allfrey die Leser:innen in die Welt der griechischen Antike entführt. Ein Fisch, den der vielfach preisgekrönte Lyriker Ernst Meister zu einem verstörenden Mahl serviert. Phantasietiere, durch die der Universalkünstler Jürgen Schimanek auf bizarre Weise in die Welt blickt. Mauersegler, die der Gegenwartsautor Ulrich Horstmann in schwindelnde Höhen seines Gedankenkosmos steigen lässt: "Weit davon entfernt, nur passive Objekte oder Zeichen für etwas Anderes zu sein, entfalten diese und viele andere Tiere in den ausgestellten Manuskripten und Typoskripten, den Gedichten, Liedern, Romanen, Aphorismen, Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen und Fotos eine eigene Dynamik", so Projektleiterin Dr. Anke Kramer von der Droste-Forschungsstelle. "Sie alle fragen, wo die Grenze zwischen Tieren und Menschen verläuft - und was Menschsein eigentlich ausmacht."

Die digitale Ausstellung wendet sich sowohl an Fachkreise als auch an die breite Öffentlichkeit. "Sie zielt darauf ab, mit dem allgemein zugänglichen Thema 'Tiere' auch komplexe Texte zu erschließen und aus der Forschungsperspektive der sogenannten Animal Studies auf verständliche Weise zu beleuchten", so Dr. Jutta Nunes Matias vom Archivamt.

Die Ausstellung ist kostenlos und längerfristig zugänglich, sie ist per Screenreader und Vorlesefunktion lesbar.


Hintergrund

Die Grundlage der Ausstellung bilden Vor- und Nachlässe des Archivs, das inzwischen rund 60, teilweise hochbedeutende Schriftsteller:innen-Nachlässe verwahrt und aufarbeitet. Bei ihrer Arbeit mit den Archivalien stießen Projektleiterin Dr. Anke Kramer von der Droste-Forschungsstelle und ihre Mitarbeiterinnen Freya Morisse und Alexandra Schwind sowie Katharina Tiemann, Dr. Jutta Nunes Matias und Dr. Sibylle Backmann vom LWL-Archivamt immer wieder auf Tierdarstellungen, sei es im Werk Annette Droste-Hülshoffs oder des Hagener Büchner-Preisträgers Ernst Meister. Der Fundus erweiterte sich rasch und schloss bald auch andere Autor:innen ein. Nun lädt er zum Stöbern und Entdecken ein.


Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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