[WestG] [AKT] Verlegung von Stolpersteinen zum Gedenken an juedische Lippstaedter Familien

Bodden, Lina lina.bodden at lwl.org
Mi Dez 15 09:30:53 CET 2021


Von: "Stadt Lippstadt" <info at presse-service.de>
Datum: 14.12.2021, 16:35


AKTUELL

Verlegung von Stolpersteinen zum Gedenken an jüdische Lippstädter Familien - Cappelstraße vorübergehend gesperrt

Erinnerung an Opfer der NS-Zeit: Am 17.12.2021, ab 9 Uhr, verlegt der Künstler Gunter Demnig im Rahmen des Kunstprojekts STOLPERSTEINE insgesamt acht Gedenktafeln aus Messing am letzten selbst gewählten Wohnort der jüdischen Familien Levy und Grüneberg - an der Cappelstraße 19 und Woldemei 8. Die Mitglieder beider jüdischen Familien wurden während der NS-Zeit entrechtet und teilweise deportiert bzw. ermordet.

So wohnten in der Cappelstraße 19 Ludwig Levy, Ursula Levy, Georg Levy, Max Levy und Lucia Levy, deren Lebensweg dann durch Flucht, Deportation und Schutzhaft gezeichnet wurde. In der Woldemei 8 waren Dr. Max Grüneberg, Dina Grüneberg und Louise Grüneberg zu Hause. Auch ihr späterer Lebensweg war durch Demütigung, Entrechtung und Deportation bestimmt.

Das Evangelische Gymnasium hat sich unter Federführung der Lehrerinnen Beate Tietze-Feldkamp und Regine Richert mit dem Schicksal der Familien beschäftigt. Zur Verlegung der Gedenktafel werden Schülerinnen und Schüler die jeweiligen Personen kurz vorstellen. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet.

Zur Verlegung der Stolpersteine wird die Cappelstraße zwischen der Marktstraße/Stiftstraße und Poststraße/Soeststraße am Freitag, 17.12.2021 von 8.30 bis 10.00 Uhr für den Verkehr vollgesperrt. Das Einfahren von der Cappelstraße in die Rathausstraße ist während dieser Zeit nicht möglich. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert.


Hintergrund

Der Künstler Gunter Demnig erinnert seit 1996 mit dem Kunstprojekt STOLPERSTEINE an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Sinti und Roma, an politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer im Nationalsozialismus. Das Stadtarchiv Lippstadt hat in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund und dem Evangelischen Gymnasium die jüdische Geschichte der Stadt in Bezug auf die Verlegung von STOLPERSTEINEN untersucht und für die erstmalige Verlegung der STOLPERSTEINE die Familien Levy und Grüneberg benannt. Alle acht STOLPERSTEINE in Lippstadt sind vollständig durch Spenden von Lippstädter Bürgern finanziert.

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