[WestG] [AKT] KZ-Gedenk- und Dokumentationsstaette Porta Westfalica: Newsletter Oktober 2020
Holtrup, Sandra
Sandra.Holtrup at lwl.org
Fr Okt 16 08:57:14 CEST 2020
Von: "KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica" <info at gedenkstaette-porta.de>
Datum: 14.10.2020 09:14
AKTUELL
KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica: Newsletter Oktober 2020
Die Arbeit des Vereins während der Corona-Pandemie - Kulturplakette der Stadt Porta Westfalica - Förderung durch die NRW-Stiftung - Virtuelle Führungen in Dachs 1 - Radiofeatures über die Gedenkstättenarbeit - Vortrag im Preußenmuseum
Das Jahr 2020 stand auch für uns wesentlich unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Alle Veranstaltungen mussten bis auf weiteres abgesagt bzw. verschoben werden. Das betraf unsere Vorträge, Rundgänge sowie schweren Herzens auch die Veranstaltungen, die wir im Rahmen der Reihe Erinnern - Gedenken - Handeln in Kooperation mit vielen anderen Initiativen im Kreis Minden-Lübbecke anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes geplant hatten. Ebenfalls ausfallen mussten unsere Führungen in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1. Hier hatten wir bis in den Mai noch intensive Startvorbereitungen getroffen, bevor klar wurde, dass wir unter Tage die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nur in Kleinstgruppen einhalten können. Der mit der Öffnung der Stollenanlage verbundene Aufwand wäre damit unverhältnismäßig groß gewesen.
Doch auf dem Weg vom Gedenkort zur Gedenkstätte sind wir, trotz Corona, wieder ein Stück weiter gekommen.
Zehn Jahre nach Vereinsgründung und einer Menge Arbeit dürfen wir uns über die Auszeichnung mit der Kulturplakette 2019 der Stadt Porta Westfalica und über eine weitere Förderzusage für Baumaßnahmen in Höhe von 40.000 Euro durch die NRW-Stiftung freuen. Am 09. September wurde die Kulturplakette von Thomas Hartmann als 2. Vorsitzenden, Thomas Lange als Geschäftsführer und Marianne Domke als Zeitzeugin entgegengenommen. Marianne Domke überreichte der Stadt bei dieser Gelegenheit ihre Autobiographie "Wege einer Seele". Am 07. Oktober 2020 überreichte die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Martina Grote unserem 1. Vorsitzenden Bernd Hedtmann einen Förderbescheid über 40.000 Euro. Das Geld wird zur weiteren Sicherung der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 verwendet. Bernd Hedtmann betonte in seinen Dankesworten die Bedeutung, die diese umfangreiche Förderung für den Verein und unser Projekt "Vom Gedenkort zur Gedenkstätte" hat. Wir können nun fest mit dem Abschluss des Bausteins 1 zur Ertüchtigung der Anlage und zur langfristigen Sicherung des Besucherbetriebs im Jahr 2022 rechnen.
Am 09. Oktober 2020 starteten wir mit unseren virtuellen Führungen in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1. Es sind zunächst zwölf Folgen erarbeitet und gedreht worden, die jeweils freitags bis zum Jahresende auf YouTube und unserer Webseite veröffentlicht werden. In der ersten Folge geht es um die Gründung des Vereins, die Öffnung der Stollenanlagen im Jakobsberg und die zukünftigen Entwicklungen in der Gedenkstättenplanung. In der zweiten Folge, die am kommenden Freitag veröffentlicht wird, sprechen wir über den Porta-Sandstein und die Vorgeschichte der Stollenanlagen im Jakobs- und Wittekindsberg. In zehn weiteren Folgen beleuchten unsere Gästeführerinnen und Gästeführer unterschiedliche Aspekte der Geschichte der Außenlager des KZ Neuengamme und der Untertageverlagerungen an der Porta Westfalica. Idee und Initiative für dieses Format entstand in der Arbeitsgruppe Gästeführungen, um die Sommerzeit trotz des Ausfalls der Führungen in der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 dennoch positiv zu nutzen und um dieses Format über den informativen Einstieg ins Thema hinaus für die Vorbereitung eines Gedenkstättenbesuchs von Schulen und Bildungseinrichtungen weiterzuentwickeln. Um keine Folge zu verpassen abonnieren Sie am besten unseren Kanal "Gedenkstätte Porta Westfalica" auf YouTube oder schauen regelmäßig auf unserer Webseite vorbei.
Hier können Sie unseren YouTube-Kanal abonnieren <https://gedenkstaette-porta.us17.list-manage.com/track/click?u=b6692399c258c04117b004cda&id=832faeb8e4&e=00d778b052>
Gleich zwei Radiofeatures widmeten sich in den vergangenen Wochen unserer Arbeit. Beide sind weiterhin in den jeweiligen Mediatheken abrufbar. Isabel Fannrich-Lautenschläger war für den Deutschlandfunk bei uns zu Gast. Besonders erfreulich ist, dass Gita Mann als Überlebende des Außenlagers Hausberge und Marianne Domke als Zeitzeugin, die in Hausberge aufgewachsen ist, in diesem Beitrag zu Wort kommen. Ebenfalls Teil des Features sind Beiträge von Sonja Michel, die gerade die Biographie von Gita Mann schreibt und von Jens-Christian Wagner, dem neuen Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der zuvor jahrelanger Leiter der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten war. Das Feature von Matthias Hennies lief bereits im September 2020 auf WDR 5. Er war ebenfalls im August bei uns zu Gast und stellt in seinem Beitrag die Planungen für eine Gedenkstätte in den Vordergrund. Gesprochen hat er dabei unter anderem mit Babette Lissner, die für unseren Verein die Wichtigkeit der Arbeit, gerade in der heutigen Zeit, betont hat.
Das Radiofeature im Deutschlandfunk <https://gedenkstaette-porta.us17.list-manage.com/track/click?u=b6692399c258c04117b004cda&id=00d35240e6&e=00d778b052>
Das Radiofeature in der WDR 5 - Sendung Scala - Start ab Minute 14:00 <https://gedenkstaette-porta.us17.list-manage.com/track/click?u=b6692399c258c04117b004cda&id=2f1e455624&e=00d778b052>
Die Kooperation mit dem LWL-Preußenmuseum, die bereits im vergangenen Jahr vorbereitet worden ist, nimmt nun mit dem ersten Vortrag Gestalt an. Am 20. Oktober 2020 ist Thomas Lange um 19:00 Uhr mit einem Inputvortrag zu den "Perspektiven der Erinnerungsarbeit an der Porta Westfalica" im Rahmen der Vortragsreihe "Blaupause" im Ständersaal des Preußenmuseums zu Gast. Neben der Geschichte der Außenlager des KZ Neuengamme an der Porta werden die Schwerpunkte sowohl der Umgang mit den Lagern nach dem Zweiten Weltkrieg als auch aktuelle und zukünftige Planungen der Gedenkstätte sein. Anschließend sprechen die Leiterin des Preußenmuseums Dr. Sylvia Necker und Thomas Lange in einer Podiumsdiskussion über Kontinuitäten und Bruchlinien zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus und entwickeln Ideen für eine Vernetzung zwischen Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Preußenmuseum und KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.
Wir wünsche Ihnen noch eine schöne Herbstzeit, bleiben Sie gesund!
Anmeldemöglichkeit für den Vortrag im LWL-Preußenmuseum <https://gedenkstaette-porta.us17.list-manage.com/track/click?u=b6692399c258c04117b004cda&id=1e00ed4ab3&e=00d778b052>
INFO
KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.
Kempstraße 1
32457 Porta Westfalica
URL: www.gedenkstaette-porta.de
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