[WestG] [AKT] Tag des offenen Denkmals - Blick hinter die Kulissen der Denkmalpflege im LWL-Landeshaus, Muenster, 08.09.2019

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Do Sep 5 09:25:39 CEST 2019


Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 03.09.2019, 14:06


AKTUELL

Tag des offenen Denkmals - Blick hinter die Kulissen der Denkmalpflege im LWL-Landeshaus in Münster

Wann wird ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt? Und welche Aufgaben sind mit der Denkmalpflege verbunden? Am Tag des offenen Denkmals am 8. September haben Besucher die Gelegenheit, mehr über die Arbeit mit Denkmälern zu erfahren. Im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster informieren LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens und sein Team, wie Denkmäler erforscht, erkannt, gepflegt und vermittelt werden. 

Dazu öffnen die LWL-Denkmalexperten, die für ganz Westfalen-Lippe zuständig sind, von 10 Uhr bis 14 Uhr ihren Dienstsitz. "Wir freuen uns auf den Tag des offenen Denkmals, um mit Interessierten über die vielen Facetten denkmalpflegerischen Handelns ins Gespräch kommen. Zudem haben unsere Gäste die besondere Gelegenheit, das Denkmal LWL-Landeshaus näher kennenzulernen Sie können sich einen Eindruck von unserem einzigartigen Bildarchiv mit seinen rund 200.000 Fotos, von denen die ältesten aus den 1850er-Jahren stammen, verschaffen und sie können den markanten Turm des Denkmals besteigen", sagt Mertens.

Öffnung des Denkmals "LWL-Landeshaus"
8. September 2019, 10 bis 14 Uhr
Freiherr-vom-Stein-Platz 1 in 48133 Münster

Führung durch das Denkmal "LWL-Landeshaus"
um 11 Uhr mit Dr. Marion Niemeyer
Treffpunkt: Bürgerhalle des LWL-Landeshauses


Die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen

Die LWL-Denkmalpflege blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits seit 1888 wird die westfälischlippische Denkmallandschaft inventarisiert, gepflegt und restauriert. Wenige Jahre später entstand das Amt des "Landeskonservators". Die Kompetenzen aus dem Bereich der Denkmalpflege sind seit 2011 mit denen des ehemaligen LWL-Amtes für Landschafts- und Baukultur gebündelt. Dieses hatte mit seinen Vorläufern über viele Jahrzehnte hinweg das heutige Bild der Landschaft sowie der Dörfer und Städte der Region mitgestaltet. 

Das umfangreiche Wissen zum baukulturellen Erbe in Westfalen-Lippe ist die wichtigste Grundlage für die Arbeit der Denkmalpflege. Die LWL-Experten erstellen Fachgutachten, erforschen den Bestand denkmalwerter sowie landschafts- und baukulturell bedeutender Objekte und vermitteln diese. Als Kulturdienstleister beraten die LWL-Denkmalpflegerinnen die 231 Städte und Gemeinden Westfalen-Lippes fachlich in allen Angelegenheiten des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Darüber hinaus unterstützen sie ihre kommunalen Partner bei vielfältigen Projekten. 


Das Bildarchiv

Das Bildarchiv ist eine der wichtigsten Sammlungen der LWL-Denkmalpflege und umfasst etwa 200.000 Fotos zur westfälischen Bau-, Kunst- und Kulturgeschichte, die denkmalpflegerischer Belange besonders berücksichtigen. Das Bildarchiv stellt ein fotografisches Gedächtnis für ganz Westfalen-Lippe dar, das wissenschaftlicher Forschung und interessierter Öffentlichkeit für Recherche und fachliche Beratung zur Verfügung steht. Die ältesten Fotoabzüge, die im Bildarchiv aufbewahrt werden, stammen aus den 1850er Jahren. 

Das Bildarchiv gründete Albert Ludorff, als er 1888 im Auftrag des Provinziallandtages begann, die Denkmäler in Westfalen zu inventarisieren. 1892 wurde er Provinzialkonservator von Westfalen. Zunächst war es Ludorff selbst, der in ganz Westfalen fotografierte. Von diesen Bildern besitzt das Fachamt nicht nur die Fotoabzüge sondern auch die dazugehörenden Negative. Ältere Fotos waren damals als Abzüge zugekauft worden. Heute stellen professionelle Amtsfotografen Bilder für das Bildarchiv her. Damals und heute geht es darum, die westfälische Architektur von innen und außen zu dokumentieren, gegebenenfalls die Ausstattung zu erfassen und jegliche Art von Befunden fotografisch festzuhalten. Die Fotografen schließen noch vorhandene Lücken im Bildarchiv und erfassen neu hinzugekommene Denkmäler im Bild, so dass der Bestand des Bildarchivs kontinuierlich wächst.


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