[WestG] [AKT] Vortrag von Dr. Arnold Heuser: "Hexenverfolgung im Kurfuerstentum Koeln (16.-18. Jahrhundert), Luedenscheid, 21.09.2017

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mi Sep 13 15:10:20 CEST 2017


Von: "Ursula Delhougne" <ursula.delhougne at luedenscheid.de>
Datum: 12.09.2017, 09:24 
 
 
AKTUELL
 
Hexenverfolgung im Kurfürstentum Köln (16.- 18. Jahrhundert) - am Donnerstag, den 21.09. referiert Dr. Arnold Heuser in den Museen der Stadt 

Die Vorstellung, dass Menschen ihren Mitmenschen und deren Eigentum durch "schwarze" Magie Schaden zufügen können, ist in Europa seit der griechisch-römischen Antike bezeugt. Die Lehre vom "Superverbrechen" der Hexerei hingegen, das den Abfall von Gott, den Teufelspakt, Sexualkontakte zum Teufel (Teufelsbuhlschaft), den Hexenflug, die Teilnahme am Hexensabbat und den Schadenszauber umfasste, entstand erst im späten Mittelalter im Gefolge der großen Ketzerverfolgungen des 13. und 14. Jahrhunderts in Oberitalien und Südfrankreich. In ausgearbeiteter Form lag es im ausgehenden 15. Jahrhundert in dämonologischen Schriften, etwa im Hexenhammer (Malleus maleficarum) von 1487 vor. Die neue Hexenlehre war die ideologische Basis für die große europäische Hexenverfolgung. Diese ist kein Phänomen eines "finsteren" Mittelalters, sondern fand ihren Höhepunkt in der europäischen Frühneuzeit, vor allem zwischen 1570 und 1650, al-so im Zeitalter der Religions- und Konfessionskonflikte, die im Gefolge der Reformation auftraten. 

Im Rahmen der aktuellen Mittelalterausstellung "Spinnrad, Schwert und Federkiel" in den Museen der Stadt wird Dr. Arnold Heuser vom Zentrum für Europäische Friedensforschung der Universität Bonn wird am Donnerstag, den 21.09. um 18:00 Uhr in Geschichte, Stand, Tendenzen und Perspektiven der Hexenprozessforschung in Mitteleuropa einführen. Dabei wird er seinen Blick speziell auf die Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit im Kurfürstentum Köln richten. Das umfasste, neben dem Rheinischen Erzstift an Mittel- und Niederrhein auch das Vest Recklinghausen im heutigen Ruhrgebiet und das Herzogtum Westfalen, darunter auch das sogenannte Kurkölnische Sauerland. Das Kurfürstentum Köln weist im ausgehenden 16. und im 17. Jahrhundert mehrere große Hexenprozesswellen auf, deren regionale Spezifika und spannende Details der Vortrag territorialgeschichtlich, rechtsgeschichtlich, sozialgeschichtlich und volkskundlich ausleuchtet.

Für diesen Bilder-Vortrag wird ein Kostenbeitrag von 5,00/2,50 Euro erhoben.
 
 
INFO
 
Veranstaltungsdaten:

Vortrag
Datum: Donnerstag, 21.09.2017
Museen der Stadt Lüdenscheid
Sauerfelder Straße 14-20
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351 17 1496
Fax: 02351 17 1709
E-Mail: museen at luedenscheid.de

URL: http://www.luedenscheid.de/luedenscheid_erleben/bildung_und_kultur/museen/sp_auto_655.php

 
Kontakt:

Sauerfelder Straße 14-20
58511 Lüdenscheid
 
Tel.: 02351 17 2405
E-Mail: ursula.delhougne at luedenscheid.de



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