[WestG] [AKT] "Routen der Reformation" - erste Orte freigeschaltet

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mi Sep 13 15:12:27 CEST 2017


Von: "Anja Heinz" <istg at uni-muenster.de>
Datum: 12.09.2017, 14:25 
 
 
AKTUELL
 
"Routen der Reformation" - erste Orte freigeschaltet

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des Jubiläums "500 Jahre Reformation". Diese kirchliche und gesellschaftliche Erneuerungsbewegung gelangte im Lauf des 16. Jahrhunderts auch nach Westfalen. Und sie hinterließ hier nicht nur geistige, sondern auch deutliche materielle Spuren: Zu nennen sind in diesem Zusammenhang etwa Kirchenausstattungen, mit evangelischen Sprüchen und Bibelstellen verzierte Häuserfronten, aber auch ähnlich verzierte Möbelstücke aus bürgerlichem und adligem Besitz, wie sie in einigen Stadtmuseen zu finden sind. Auch zahlreiche Grabdenkmäler, sogenannte Epitaphe, sind vielsagende Zeugen der Epoche.

Auf die spannende Suche nach diesen gegenständlichen Hinterlassenschaften der Reformation haben sich in den letzten Monaten Historiker des Instituts für vergleichende Städtegeschichte in Münster (IStG) im Rahmen des Anfang 2016 begonnenen Projektes www.reformation-in-westfalen.de begeben. Nun konnte der erste Teil der sogenannten "Routen der Reformation" publiziert werden, wobei dem interessierten Zeitgenossen ermöglicht werden soll, reformatorische Zeugnisse - mit dem Auto, dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln - zu "erfahren" und aufzusuchen. In dem am IStG erarbeiteten digitalen Informationsportal, dessen Umsetzung von der LWL-Kulturstiftung gefördert wurde, werden nun ausgewählte "Reformationsorte" vorgestellt und die Objekte des religiösen Lebens erläutert. Ergänzend werden weitere hilfreiche Informationen bereitgestellt, wenn es etwa um die Besuchsmöglichkeiten oder Öffnungszeiten geht. Bei der Planung von Ausflügen und Exkursionen hilft zudem eine interaktive Karte, mit der man sich einen Überblick über die einzelnen Orte verschaffen kann, die aber auch lokale Besonderheiten entdecken lässt. Denn: Reformationsprozesse haben in Westfalen auch außerhalb der Kathedralstädte stattgefunden.

Das im Internet kostenlos und frei zugängliche historische Informationsportal hat noch mehr zu bieten. Seit Januar 2017 kann man sich dort auch über den Verlauf der Reformation in den einzelnen Regionen und größeren Städten Westfalens in knapp gefassten, wissenschaftlich fundierten Kurzdarstellungen informieren. Wissenschaftliche Grundlage dazu ist das aktuelle Buch "Reformation in Westfalen" des Projektleiters Prof. Dr. Werner Freitag, das unterschiedliche Akteure, Faktoren und Verlaufsformen der Reformation in Stadt und Land thematisiert. Zudem informieren interaktive Karten über Erfolg und Misserfolg der Reformation in einzelnen westfälischen Landschaften; unter den Rubriken "Hintergründe" und "Glossar" lassen sich weiterführende Informationen abrufen. Ein Kalender bietet Veranstaltungen und Vorträge aus der Region zum Jubiläumsjahr 2017 an.
 
 
INFO
 
Kontakt:

Dr. Christof Spannhoff und Heye Bookmeyer
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Königsstraße 46
48143 Münster
 
Tel.: +49 251-83-275-10
E-Mail: istg at uni-muenster.de

URL: www.reformation-in-westfalen.de 
www.twitter.com/RefInWestfalen



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