[WestG] [AKT] Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den polnischen Zwangsarbeiter Stanislaus Komakowski, Olpe, 20.10.2017

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mi Okt 18 11:39:03 CEST 2017


Von: "Josef Wermert" <j.wermert at olpe.de>
Datum: 17.10.2017, 09:14 
 
 
AKTUELL
 
Am 20. Oktober 1942 geschah nahe dem Dorf Rhonard bei Olpe ein nationalsozialistisches Gewaltverbrechen, das bis zur wissenschaftlichen Aufarbeitung durch Dr. Hans-Bodo Thieme in dem vom Heimatverein Olpe herausgegebenen Jahrbuch "Olpe in Geschichte und Gegenwart" (Band 23/2015) weithin unbekannt geblieben ist. 

Der polnische Zwangsarbeiter Stanislaus Komakowski (* 20. Oktober 1915 in Starorypin), dessen Herkunftsfamilie heute noch in Polen lebt, wurde von der GESTAPO ohne Gerichtsverfahren gehenkt, weil ihm eine Liebesbeziehung zu einem deutschen Mädchen angelastet wurde.

Der "Heimatverein für Olpe und Umgebung e.V." als Herausgeber des Jahrbuches betrachtet es als seine moralische Verpflichtung, auf das Verbrechen, dem Stanislaus Komakowski zum Opfer gefallen ist, hinzuweisen. Diese Untat - aus dem Wesen der nationalsozialistischen Ideologie und Gewaltherrschaft geboren - darf nicht dem Vergessen anheimfallen, sondern muss die jetzige und die zukünftigen Generationen im Sinne des Appells der Olper Gedenkstätte mahnen: "Wachet für Freiheit und Recht". 

Am 20. Oktober 2017 (11 Uhr) - 75 Jahre nach dem Hinrichtungstag und am 102. Geburtstag von Stanislaus Komakowski - wird der Heimatverein einen Gedenkstein mit erklärender Tafel im Dorf Rhonard, Rhonardstraße 3 (Backhaus), feierlich enthüllen.
 
 
INFO
 
Kontakt:

Josef Wermert
Stadtarchiv Olpe
Franziskanerstraße 6/8
57462 Olpe
 
Tel.: 02761/831293
Fax: 02761/832293
E-Mail: J.Wermert at Olpe.de



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