[WestG] [AKT] Vortrag von Dr. Kristina Meyer: Geschichte einer Gratwanderung: Die deutsche Sozialdemokratie im Umgang mit den Hypotheken des Dritten Reiches, Muenster, 22.11.2017

Holtrup, Sandra Sandra.Holtrup at lwl.org
Mo Nov 20 11:33:37 CET 2017


Von: "Helga Pape" <papehelga at stadt-muenster.de>
Datum: 16.11.2017, 17:56


AKTUELL

am kommenden Mittwoch, dem 22.11. um 19 Uhr wird Dr. Kristina Meyer (Geschäftsführerin des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts) die Geschichte einer Gratwanderung, wie die deutsche Sozialdemokratie im Umgang mit den Hypotheken des Dritten Reiches umging, erklären. Aus den Trümmern des Dritten Reiches eine demokratische und sozial gerechte Gesellschaft aufzubauen war das erklärte Ziel der Nachkriegs-SPD. Dafür jedoch waren ihre vielfach aus Haft und Emigration zurückgekehrten Funktionäre auf die Unterstützung von Millionen ehemaliger "Volksgenossen" angewiesen.

Mittwoch, 22. November 2017, 19 Uhr

Dr. Kristina Meyer (Jena): Geschichte einer Gratwanderung: Die deutsche Sozialdemokratie im Umgang mit den Hypotheken des Dritten Reiches.

Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, Münster

Eintritt frei! 

Kristina Meyer zeichnet den Umgang der deutschen Sozialdemokratie mit der NS-Diktatur von der Wiedergründung der SPD bis 1990 nach. Sie fragt nach der Bedeutung von Widerstands- und Verfolgungserfahrungen für das Selbstverständnis und die Außenwahrnehmung der Partei, nach ihrem Beitrag zur politischen, juristischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung, aber auch nach ihrer Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus, Neonazismus und Antisemitismus. Der vergangenheitspolitische Weg der SPD in der alten Bundesrepublik erweist sich dabei als eine permanente Gratwanderung.

Dr. Kristina Meyer ist Geschäftsführerin des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Jena bei Prof. Norbert Frei. Aktuell forscht sie zu jüdischen Sozialdemokraten im Exil.


INFO

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne der Historiker Thomas Köhler Koehlert at stadt-muenster oder Tel. 0251 492 7101 zur Verfügung.


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