[WestG] [AUS] Das Thema Kindheit an drei Orten - LWL-Freilichtmuseum Detmold, Lippisches Landesmuseum und Stephan Prinz zur Lippe kooperieren
Kleine, Pia
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Di Mai 9 10:47:14 CEST 2017
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 04.05.17, 10:06
AUSTELLUNG
Das Thema Kindheit an drei Orten - LWL-Freilichtmuseum Detmold, Lippisches Landesmuseum und Stephan Prinz zur Lippe kooperieren
Unter dem Titel "Ene, mene, muh ..." rückt das LWL-Freilichtmuseum Detmold in dieser Saison das Thema Kindheit in den Mittelpunkt. Nun hat das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zwei Kooperationspartner an seiner Seite, die ihre Häuser für weitere Ausstellungen rund um die erste Lebensphase öffnen: Im Fürstlichen Residenzschloss in Detmold nimmt ab sofort eine neue Führungsreihe die "Kindheit im Schloss" in den Blick. Und im Lippischen Landesmuseum Detmold ist ab dem 13. Mai die Sonderausstellung "Kinderwagen, Roller, Inliner -Kinder mobil" zu sehen. Besucher mehrerer Ausstellungen sparen bei den Eintritten Geld.
"Ich freue mich sehr, dass wir bei diesem schönen Thema zwei Kooperationspartner an unserer Seite haben", so LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. Mit Stephan Prinz zur Lippe verbinde das LWL-Freilichtmuseum bereits seit vielen Jahren eine gute Beziehung und das Interesse an den vom Aussterben bedrohten Senner Pferden, die einst zum fürstlich-lippischen Marstall gehörten. Daher war Stephan Prinz zur Lippe begeistert, als er von dem geplanten Ausstellungsthema erfuhr: "Wir haben hier im Schloss so viele interessante Objekte zum Thema Kindheit, die wir in der Form aber noch nie in den Mittelpunkt gestellt haben." Diese wurden nun in Szene gesetzt und können bei den täglichen Schlossführungen um 15.30 Uhr oder nach Voranmeldung besichtigt werden. So erleben die Besucher beispielsweise, welche schönen oder auch fremdbestimmten Seiten das Aufwachsen in einem adligen Umfeld mit sich brachte, etwa am Beispiel des 1667 geborenen Friedrich Adolf zur Lippe, der schon in jungen Jahren auf eine große Reise nach Frankreich geschickt wurde. Oder wie es kam, dass so manchem weiblichen Mitglied der Fürstenfamilie bereits im Kindesalter ein Leben als Äbtissin vorbestimmt war. Zudem gibt es einige Spielzeugschätze oder Bücher zu sehen wie Erich Kästners "Arthur mit dem langen Arm" von 1931, das Armin Prinz zur Lippe gehört hat. Von ihm ist auch die Schultafel erhalten, an der die Lateinvokabeln seines letzten Schultages im Schloss zu sehen sind. Die Tafel wurde danach nie abgewischt. Die Führung "Kindheit im Schloss" dauert etwa 45 Minuten und kostet sechs Euro pro Person. Weitere Terminabsprachen sind telefonisch unter 05231 70020 möglich.
In wenigen Tagen öffnet das Lippische Landesmuseum Detmold seine Türen für die Sonderausstellung "Kinderwagen, Roller, Inliner -Kinder mobil", die unterschiedliche Objekte in den Mittelpunkt rückt, mit denen sich Kinder selbst oder aber ihr Spielzeug fortbewegt haben. Die Ausstellung zeigt moderne und nostalgische Kinder- und Stubenwagenmodelle ebenso wie den kleinen Holzroller oder das hölzerne Dreirad von "Scheids Blitz" aus Lemgo. "Manchmal korrespondieren Puppenwagen und Puppensportkarren mit ihren großen Vorbildern. Bollerwagen und ein Hochrad für Kinder sind Zeugnisse der Vielfalt von Fortbewegungsmitteln", berichtet die Ausstellungskuratorin des Lippischen Landesmuseums, Dr. Imke Tappe-Pollmann. Aber auch Bobby-Car, Inliner und Skateboard sowie moderne Kinderwagen sind Teil der Präsentation. "Obwohl wir uns schon lange eine Kooperation unserer Häuser gewünscht haben, passten unsere Ausstellungsthemen bislang nicht so richtig zusammen", erklärt Carstensen. "Die Kindheit ist ein Thema, das jeden Menschen betrifft, daher hat uns die Idee einer Ausstellungskooperation von Anfang an überzeugt", ergänzt Tappe-Pollmann. Die Ausstellung im Lippischen Landesmuseum ist noch bis zum 7. Januar 2018 werktags von 10 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr zu sehen.
Bereits seit dem 1. April zeigt das LWL-Freilichtmuseum Detmold unter dem Titel "Ene, mene, muh ..." in einer Sonderausstellung, wie sehr sich die Spiel- und Erfahrungswelten der Kinder in den vergangenen 100 Jahren verändert haben. Zudem werden an verschiedenen Geländestationen die Spuren der Kinder sichtbar gemacht, die früher in den historischen Häusern gelebt haben. Mehr als 20.000 Besucher kamen bereits im ersten Monat der bis Ende Oktober dauernden Saison ins Freilichtmuseum. Die Sonderausstellung ist zu den Museumsöffnungszeiten dienstags bis freitags und an allen Feiertagen von 9 bis 18 Uhr zu sehen.
Wer sich für die Angebote aller drei Kooperationspartner interessiert, kann sich freuen: gegen Vorlage der Eintrittskarte eines der Museen oder des Schlosses gibt es bei den anderen beiden Kooperationspartnern einen Rabatt von 1,50 Euro auf den Eintrittspreis für Erwachsene.
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