[WestG] [KONF] Jahrestagung der LWL-Archaeologen stellt aktuelle Forschung und Praxis vor, Muenster, 20.03.17
Kleine, Pia
Pia.Kleine at lwl.org
Do Mär 2 12:46:53 CET 2017
Von: "LWL-Pressestelle" <presse at lwl.org>
Datum: 01.03.2017, 13:05
KONFERENZ
Im Boden und im Wasser - Jahrestagung der LWL-Archäologen stellt aktuelle Forschung und Praxis vor, Münster, 20.03.17
Unterwasserarchäologie im Eggegebirge, Prospektionen mit dem Quad, Migration und Kulturtransfer als Gegenstand archäologischer Forschung -das Jahr 2016 war für die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vielseitig. Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen und Fachrichtungen eröffneten zudem neue Möglichkeiten für die Forschung. Die Ergebnisse stellt die LWL-Archäologie für Westfalen bei seiner Jahrestagung am 20. März vor.
Für Aufmerksamkeit sorgte 2016 die Untersuchung eines besonderen Bodendenkmals: Ein 170 Jahre alter Eisenbahntunnel im Eggegebirge zeugt vom Eisenbahnfieber der Deutschen im 19. Jahrhundert. Da der Tunnel inzwischen unter Wasser steht, fand hier zum ersten Mal in Westfalen eine unterwasserarchäologische Untersuchung statt.
Ebenfalls neu für die LWL-Archäologen ist der Einsatz eines Quads für Prospektionen: Mit Magnetstrahlen auf vier Rädern lässt sich der Boden besonders schnell und schonend durchleuchten, um zukünftige Grabungen genauer planen zu können.
Auch aktuelle gesellschaftspolitische Fragen wie Migration und Kulturtransfer gingen in die westfälische Forschung ein, die auf der 8. Jahrestagung präsentiert wird. Das Spektrum reicht von einer paläontologischen Grabung in Warburg-Bonenburg über die seit 11.600 Jahren genutzte Blätterhöhle bei Hagen bis zu Broschen des 11. und 12. Jahrhunderts aus Beckum. "Wir wollen die vielfältigen Ergebnisse unserer Forschung einem breiten Publikum vermitteln. Dazu gehört diese Tagung ebenso wie unsere Publikationen und Museen. Im vergangenen Jahr war die Eröffnung der Römerbaustelle Aliso in Haltern am See mit der Rekonstruktion von Westtor und Holz-Erde-Mauer des Hauptlagers das herausragende Ereignis", so LWL-Chefarchäologe Prof. Dr. Michael M. Rind.
18 Referenten stellen in insgesamt 14 Vorträgen die wichtigsten Ergebnisse der westfälischen Archäologie des vergangenen Jahres vor. Daneben warten Informationsstände etwa der Universität Münster, von Vereinen und Verbänden und auch Büchertische darauf, dass die Besucher auch jenseits des Vortragsraumes auf Entdeckungsreise gehen.
Die Tagung in Münster-Coerde beginnt um 9 Uhr und wird von LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale eröffnet. Anne Katrin Bohle, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Denkmalpflege im NRW-Bauministerium, eröffnet die Tagung ebenfalls mit einem Grußwort.
INFO
Das Tagungsprogramm und Anmeldmöglichkeiten gibt es unter http://www.lwl-archaeologie.de.
Jahrestagung der LWL-Archäologie für Westfalen
Datum: 20. März 2017, 9 bis ca. 18 Uhr
Ort: An den Speichern 10, 48157 Münster
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