[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 1/2017
Kleine, Pia
Pia.Kleine at lwl.org
Di Jan 17 10:33:01 CET 2017
Von: "Villa ten Hompel" <noreplyvth at stadt-muenster.de>
Datum: 13.01.2017, 13:06
AKTUELL
Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 1/2017
Ausblick
- FORUM Paul Wulf- Unbequeme Erinnerung, Donnerstag, 19.1., 18.30-21 Uhr
Gedenken an Paul Wulf in Münster
Bestandsaufnahme, Impulse, Ausblick
Das Projekt "münsters GESCHICHTE VON UNTEN", wurde im Rahmen der "Ausstellung Skulptur Projekte 2007" entwickelt. Es erinnert durch eine plakatierte Betonstatue an Paul Wulf, der in der Zeit des Nationalsozialismus wegen der Diagnose "angeborener Schwachsinn" als Jugendlicher zwangssterilisiert wurde. Seit dem Ende des Krieges kämpfte er um Entschädigung und Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus.
Das ursprünglich als temporäre Aktion von der Künstlerin Silke Wagner konzipierte Projekt wurde (an einem anderen Ort) über den Zeitraum der Ausstellung und bis heute weitergeführt. Die Art und Weise, wie in Münster angemessen an diese Geschehnisse der NS-Zeit und an Paul Wulf erinnert werden kann, ist seither Gegenstand intensiver politischer und gesellschaftlicher Debatten.
Mit dem Forum werden diese Debatten um Kunst und Gedenken im öffentlichen Raum aufgegriffen und die verschiedenen Perspektiven, Positionen und Überlegungen miteinander ins Gespräch gebracht.
Ort: Kath. Akademie Franz Hitze Haus, Münster, Tagungsbeitrag: 8 Euro / erm. 4 Euro
Anmeldungen unter zahn at franz-hitze-haus.de
- Vortrag von Thomas Köhler in Marl beim Auschwitz-Gedenktag 2017: Freitag, 27.1., 19 Uhr
"Handlanger. Im staatlichen Auftrag."
Im Volksmund ist die Polizei "unser Freund und Helfer". Zur Zeit des Nationalsozialismus waren nicht nur die Gestapo, sondern auch andere Sparten der deutschen Polizei an Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung und an der Verfolgung von Widerständlern, Menschen jüdischen Glaubens und anderen Gruppen beteiligt. Unter der Überschrift "Handlanger. Im staatlichen Auftrag" ist die deutsche Polizei im NS-Regime das zentrale Thema, wenn die Stadt Marl am Auschwitz-Gedenktag 2017 an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Am Freitag, 27. Januar 2017, beginnt um 19 Uhr die Gedenkfeier im Rathaus von Marl. Zu Gast ist Thomas Köhler mit seinem Vortrag "Die deutsche Polizei als Verfolgungsinstanz im Nationalsozialismus". Er spricht über den Transformationsprozess der Polizei während der NS-Herrschaft. Thomas Köhler ist Historiker am Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster und Dozent an der Westfälischen Wilhelms-Universität.
Weitere Redner sind Bürgermeister Werner Arndt und Cengiz Caliskan, Vorsitzender des Integrationsrates. Der Projektchor des boje-Theater-Ensembles Marl zeigt Ausschnitte aus seinem Programm für das Anne Frank-Theaterstück der boje.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Ansprechpartnerin rund um die Gedenkfeier ist die städtische Integrationsbeauftragte Jennifer Radscheid, Tel.: 02365-992777, jennifer.radscheid at marl.de.
- Öffentliche Führungen, Sonntag, 29.1., 15 Uhr
Jeweils am letzten Sonntag im Monat, um 15 Uhr findet eine kostenlose öffentliche Führung durch die Dauerausstellung statt. Am 29.1. wird Sie der Historiker Timm Richter durch die Ausstellung führen.
Dauer: 60 Minuten
Eintritt frei, Spenden nützen unserem Förderverein
- Lesung und Gespräch mit Jörg Armbruster, Donnerstag, 2.2., 19 Uhr
Willkommen im Gelobten Land? Deutschstämmige Juden in Israel
Was geschah mit den Juden, die vor dem zunehmenden Naziterror in den dreißiger Jahren nach Eretz Israel flüchteten? Und wie erging es den Holocaust-Überlebenden, die nach dem Zweiten Weltkrieg in das "Gelobte Land" auswanderten, um dort ein neues Leben zu beginnen? Sie mussten ihr Umfeld, ihre Kultur, ihre Sprache, ja ihre gesamte Lebensgrundlage hinter sich lassen.
Jörg Armbruster ist durch Israel gereist, um mit möglichst vielen dieser heute um die neunzig Jahre alten Zeitzeugen zu reden. Hier ist er auf bewegende Lebensgeschichten gestoßen, die Überlebensgeschichten sind - bestimmt von dem Willen, sich gegen alle Widerstände zu behaupten. Und er erzählt davon, wie Herkunft und Erfahrungen der aus Deutschland vertriebenen Menschen deren Nachfahren in der zweiten und dritten Generation bis heute prägen.
Jörg Armbruster ist Fernsehjournalist und war viele Jahre Auslandskorrespondent der ARD für den Nahen und Mittleren Osten sowie Moderator des ARD-Weltspiegels. In zahlreichen Dokumentarfilmen und in seinen Büchern: "Der arabische Frühling" und "Brennpunkt Nahost". Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens hat er sich mit den Konflikten und Wandlungsprozessen in der arabischen Welt auseinandergesetzt. U.a. erhielt er den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und 2015 den Bayerischen Fernsehpreis für sein Lebenswerk.
Eintritt frei!
mehr dazu unter: www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-02-02-lesung-willkommen-im-gelobten-land.html
In Kooperation mit Gegen Vergessen - Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. sowie der Auslandgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. und der Staatskanzlei NRW.
- Vortrag u. Gesprächsdialog mit Dr. Vordermeyer, Donnerstag, 16.2., 19 Uhr
Hitler ins Wort fallen, Die kritische Edition von "Mein Kampf" mit Dr. Thomas Vordermayer (München)
Mehr als 12 Millionen Mal wurde Hitlers Propagandaschrift "Mein Kampf" bis 1945 gedruckt und unters Volk gebracht. Erstmals, gut 70 Jahre nach dem Tod Hitlers, veröffentlicht das Institut für Zeitgeschichte eine kommentierte Gesamtausgabe dieses berüchtigten Buches.
Der Mitherausgeber der kritischen Edition erzählt nicht nur über die Arbeitsweise an dem Großprojekt, Intentionen und Problemstellungen, sondern diskutiert auch die weltweiten Reaktionen seit dem Erscheinen.
Dr. Thomas Vordermayer war von 2012 bis 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München - Berlin und Mitherausgeber der kritischen Edition.
Eintritt frei
mehr dazu unter:http://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/veranstaltungen/2017-02-16-kritische-edition-mein-kampf.html
In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Münster - Jugendforum, dem Evangelischen Forum Münster e.V., Gegen Vergessen - Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.
Rückblick
- Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Joas, 11.1., 19 Uhr
Sind die Menschenrechte westlich?
In einem spannenden philosophischen Exkurs präsentierte Prof. Dr. Joas die Geschichte der Menschenrechte über 2500 Jahre aus der "Achsenzeit" bis in die Gegenwart. Das Publikum im gut besetzten Seminarraum verfolgte gespannt den Vortrag von der Erzählung über die Abschaffung der Folter und Sklaverei bis hin zur Erklärung der Menschenrechte unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. Joas profitierte dabei von seinen langjährigen Erfahrungen in Forschung und Lehre in den USA.
INFO
Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel unter URL: http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel
Stadt Münster, Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
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