[WestG] [AKT] Veranstaltungen und Ausstellungen im Kulturgut Haus Nottbeck von Januar bis Maerz 2017

Kleine, Pia Pia.Kleine at lwl.org
Mi Jan 4 14:31:09 CET 2017


Von: "Dirk Bogdanski" <kulturgut-nottbeck at kreis-warendorf.info>
Datum: 21.12.2016, 15:48


AKTUELL

Veranstaltungen und Ausstellungen im Kulturgut Haus Nottbeck - Museum für Westfälische Literatur von Januar bis März 2017

Bis SO 22.01.2017
Ausstellung im Gartenhaus
Dynamische Texturen. Lesbare Bilder von Peter Reski.

Aus Worten werden Bilder. Der 1952 in Herten geborene Künstler Peter Reski arbeitet mit Text-Funden. Oft sind es Gedichte oder Songtexte, dann aber auch einzelne Worte oder Buchstaben. Reski analysiert und seziert seine literarischen Vorlagen: einzelne Buchstaben werden aus Texten ausgezählt und herausgelöst, einzelne Worte vervielfacht, Textzeilen immer wieder aneinandergereiht. Und das en miniature, meist ganz traditionell mit der Hand geschrieben. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Zeile für Zeile. Hundertfach, tausendfach, bis sich die vorgegebene, oft geometrische Bildfläche füllt. Es entstehen dynamisch fließende Strukturen, die aus der Distanz betrachtet - an Werke der "op art" erinnernd - zu vibrieren scheinen. Erst in Nahsicht lassen sich die Texte entdecken und deren Bedeutung entschlüsseln. Dabei führt uns Reski manchmal auch ganz bewusst in die Irre, wenn wir etwa von roten oder blauen Quadraten lesen, aber keine Farben zu sehen sind.


Bis SO 29.01.2017
Ausstellung
"Ich bin nichts als ein Ergebnis der Zeit." Das Rätsel B. Traven.

Kennen Sie diesen Mann? Wer war B. Traven? Seine sozialkritischen Abenteuerromane, allen voran "Das Totenschiff", "Der Schatz der Sierra Madre" und "Die Brücke im Dschungel", wurden zu internationalen Bestsellern mit einer Gesamtauflage von mehr als 30 Millionen Exemplaren und Übersetzungen in über 24 Sprachen. Er selbst war bis über seinen Tod hinaus einer der geheimnisvollsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. B. Traven (1882-1969) war ein Pseudonym, das lange nicht geklärt werden konnte. Die Ausstellung des Heinrich-Heine-Instituts und des Theatermuseums Düsseldorf löst das Rätsel um Person und Werk von B. Traven. Die 19 Tafeln versammeln in weit über einhundert hochauflösenden, teils farbigen Reproduktionen ein ebenso authentisches wie dekoratives Material zu Leben, Werk und Wirkung. Skizziert wird der gesamte Lebensweg des Schriftstellers einschließlich seiner schillernden Rezeption; schlüssig und anschaulich wird die Identität seiner diversen Pseudonyme begründet.
Eine Ausstellung des Heinrich-Heine-Instituts und des Theatermuseums Düsseldorf,
erarbeitet von Jan-Christoph Hauschild


SO 29.01.2017 | 16.30 Uhr
Filmpräsentationen und Lesung 
B. Traven: "Der Schatz der Sierra Madre" und "Das Totenschiff"
Vorgestellt von Jan-Christoph Hauschild

Viele Romane des geheimnisvollen Autors B.Traven wurden mit großem Erfolg verfilmt. Zum Abschluss der Ausstellung "Ich bin nichts als ein Ergebnis der Zeit" thematisiert der Traven-Experte Jan-Christoph Hauschild noch einmal das Verhältnis von literarischer Vorlage und cineastischer Umsetzung. Hausschild zeigt Ausschnitte aus dem Hollywood-Klassiker "Der Schatz der Sierra Madre" von John Huston aus dem Jahr 1948 mit Humphrey Bogart und Walter Huston in den Hauptrollen - ein Film, den das American Film Institute auf Platz 30 der Liste der bedeutendsten Filme aller Zeiten gewählt hat - sowie die deutsch-mexikanische Koproduktion "Das Totenschiff" (1959, Regie Georg Tressler) unter anderem mit Horst Buchholz, Mario Adorf und Elke Sommer.
Tageskasse: 5,- Euro / 4,- Euro


SO 05.02.2017 - SO 01.05.2017
Ausstellung
Klaus G. Gaida: ANSICHT & EINSICHT	
Eröffnung: SO 05.02.2017 | 16.30 Uhr

Kunst trifft Literatur: Unter dem Titel "ANSICHT & EINSICHT" zeigt das Literaturmuseum Bilder und Bücher des Künstlers Klaus G. Gaida, der sich in seiner bildnerischen Arbeit seit Jahren mit der Untersuchung hergebrachter Zeichen- und Schriftsysteme befasst und diese in eine neue, eigene Bildsprache überführt. Gaida behandelt Themen, die häufig Randbereichen der Aufmerksamkeit entstammen: Vermeintlich Beiläufiges kommt in den Blick, wird künstlerisch in Bildserien erforscht, kategorisiert, archiviert oder katalogisiert. Dabei ist Sprache für die Kunst Gaidas immer auch ein konstitutives Element, sei es als konkretisierende, ins Bild integrierte Legende, die jedoch oft für überraschende Wendungen von Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten sorgt, sei es als Gegenstand spielerisch angelegter Sprachforschungen, die in Bildserien ("Die Mittel der Malerei", "Diplomatische Buchstaben", "Worte entfernen") oder allein dem Gehör verpflichteten "Wort-Archiven" ihren Ausdruck finden. Begriffe wie "Mettafüsiek", "Reedewenndunk", "Anntikwaar" oder "Ferrschtänndigunnk" tauchen auf, die literarischen Werken entlehnt sind - wie hier: Arno Schmidts "KAFF auch Mare Crisium".
Neben Bildern und Teilen ausgewählter Werkgruppen zeigt die Ausstellung auch Gaidas bibliophile Kunstbuchprojekte, die oft in Zusammenarbeit mit verschiedenen Autoren (darunter Thomas Kling oder W. G. Sebald) entstanden.


SO 05.02.2017 | 17.30 Uhr
Lesung
Mechthild Großmann liest aus dem Buchprojekt: "Es fünf aber die" von Klaus G. Gaida 

Literatur trifft Kunst: "Es fünf aber die" ist ein ungewöhnliches, bibliophiles Kunstbuchprojekt des bei Brilon lebenden Künstlers Klaus G. Gaida. Die aufwändig erstellte Publikation basiert auf dem gleichnamigen Werkzyklus des Künstlers, in dem er vierzehn auf Bierdeckeln vorgefundene anonyme Kritzeleien in Bilder transkribiert hat. Das Buch bittet dazu ebenso viele international tätige Autoren zu Wort - mit der Vorgabe, mit dem persönlichen unvoreingenommen Blick auf die Bildwerke einzugehen, assoziative Bildbeschreibungen zu verfassen und dabei auf kunsthistorische Sehgewohnheiten zu verzichten. Die entstandenen Texte sind so unterschiedlich wie die Autoren selbst. Begleitet von Projektionen der beschriebenen Bildwerke werden die Texte rezitiert von der Hamburger Schauspielerin Mechthild Großmann, die u.a. bekannt ist als Staatsanwältin Klemm aus dem "Tatort" Münster und immer wieder in Pina Bauschs Tanztheater zu bewundern ist. 
Ein intermediales Experiment, das Bild und Text zu einem überraschenden neuen Erlebnis verbindet und das kaum besser passen könnte zum Titel der Ausstellung "ANSICHT & EINSICHT" von Klaus G Gaida, die nach der Eröffnung im Literaturmuseum bis zum 1. Mai zu sehen ist.
Eintritt: VVK: 14 Euro/12 Euro; AK: 16 Euro/14 Euro


FR 10.02.2017 | 19.30 Uhr
Kunst trifft Musik/ Musikalische Performance und Live-Zeichnung
Ein rätselhafter Schimmer. Eine ton- und bildgewaltige Zeitreise in das Berlin der 1920er Jahre
Robert Nippoldt (Live-Zeichnung) und das Trio Größenwahn (Musik)

Künstler trifft Trio. Mit Live-Zeichnungen, Gassenhauern und Chansons von Marlene Dietrich, Friedrich Hollaender, der Dreigroschenoper bis hin zu den Comedian Harmonists nehmen Robert Nippoldt und das Trio Größenwahn die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine bild- und tongewaltige Zeitreise. Eine lockende Stimme, ein flotter Bass, ein swingendes Klavier. Das ist Musik, zu der die Füße tanzen wollen - und auch die Pinsel! Die Pinsel werden virtuos geführt von Robert Nippoldt und sind nicht die einzigen Zeichenwerkzeuge, die in diesem besonderen Zusammenspiel von Musik und Kunst ihren Auftritt haben. Mit Kreide, Bleistift und Tusche wird in wenigen Augenblicken das Berliner Stadtschloss wieder aufgebaut und die Gedächtniskirche bekommt ihr Dach zurück. Dank Kamera und Groß-Projektion sind die Zuschauer ganz nah dran. Es ist das Lebensgefühl einer besonderen Stadt zwischen den Weltkriegen, dem sich die vier stilecht gekleideten Künstler an diesem Abend verschreiben. 
Der Zeichner und Buchkünstler Robert Nippoldt aus Münster wurde bekannt durch seine vielfach ausgezeichnete Buchtrilogie "Gangster", "Jazz" und "Hollywood" über das Amerika der 1920er und 30er Jahre sowie durch seine Zeichnungen für den New Yorker und das Time Magazine.
Lotta Stein (Gesang), Christian Manchen (Piano) und Christoph Kopp (Kontrabass) sind seit Jahren erfolgreich mit verschiedenen Formationen in der Musik-Szene aktiv. Als Trio Größenwahn tragen sie virtuos wie respektvoll die Klassiker der 1920er und 30er Jahren mit schmissigen Interpretationen in die heutige Zeit.
Eintritt: VVK: 12 Euro/10 Euro; AK: 14 Euro/12 Euro


SA 04.03.2017 | 19.30 Uhr
Theater im KulturCafé
MUTTERHABENSEIN
und denk. sie lebt und siehet dich

Mutterhabensein bietet ein besonderes Theaterereignis. Das Stück wurde vielfach an anderen Orten, unter anderem in Münster, mit großem Erfolg aufgeführt. Es bezieht die Gedanken- und Erlebniswelt der Zuhörer/innen unmittelbar mit ein. Von daher agieren die Schauspielerinnen nicht auf einer "fernen" Bühne, sondern inmitten des Publikums. Mutterhabensein ist ein biographisches Vexierspiel, in dem sich Regisseurin Carola v. Seckendorff und fünf Schauspielerinnen den Lebensgeschichten ihrer Mütter, ihrer Kinder und sich selbst nähern. Sie suchen nach Lebenslinien, Mustern, Parallelen und Abdrücken von Zeitläuften in ihrem Leben. Sie lassen den Zuschauer hautnah Einblick nehmen in die Herzkammern der Mütter unserer Zeit, die den Auftrag mitbekommen und auch den sehnlichsten Wunsch haben, neben der Erziehung ihrer allseits vernetzten Kinder zu selbstbewussten, abiturfähigen G8-Stürmern, eine berufliche, möglichst erfüllende, in ihrem Fall auch noch künstlerische Karriere zu stemmen, die dazu auch noch ernähren muss. Theatral und trotzdem auf Augenhöhe mit ihrem Publikum begeben sie sich auf einen Parforceritt der Überforderung und der absoluten Erfüllung. Eine intensive, emotionale Theaterbegegnung mit den Schauspielerinnen Christiane Hagedorn, Cornelia Kupferschmid, Johanna Kollet, Claudia Frost und Carolin Wirth.
Eintritt: VVK: 14 Euro/12 Euro; AK: 16 Euro/14 Euro


SO 12.03.2017 | 17.00 Uhr
Konzert
Klavierabend mit Holger Blüder

Eine pianistische Zeitreise durch die Jahrhunderte: Holger Blüder, seit August 2016 neuer Leiter der Musikschule Beckum-Warendorf, konzertiert seit 1990 - vornehmlich in Deutschland, aber auch in Frankreich und Schweden - mit solistischen Programmen und in verschiedenen kammermusikalischen Formationen. Als Dirigent von Orchestern und Chören verantwortet er zudem regelmäßig große sinfonische Projekte. Bei bedeutenden Klavierwettbewerben wurde Blüder als Preisträger ausgezeichnet, z.B. in Moncalieri, Ragusa und Rom. Er nahm an Meisterkursen für Klavier und Kammermusik im In- und Ausland teil, u.a. in Bad Bertrich, Thessaloniki, Klagenfurt und Wuppertal. Solo- und Kammermusik-Aufnahmen von ihm wurden im Bayerischen und Hessischen Rundfunk sowie im "Radio France Nationale" gesendet.
In seinem Klavierkonzert nimmt Blüder das Nottbecker Publikum mit auf eine Zeitreise durch die Musikgeschichte - mit Stücken aus vier Jahrhunderten von 1722 bis 2009 treffen wir auf Bach, Mozart und Schubert bis hin zu Debussy, Prokofjew und viele weitere Komponisten. 
Eintritt: VVK: 12 Euro/10 Euro; AK: 14 Euro/12 Euro


INFO

Weitere Informationen unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 und www.kulturgut-nottbeck.de

Kulturgut Haus Nottbeck
Museum für Westfälische Literatur
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg

Öffnungszeiten: 
Dienstag - Freitag: 14.00 - 18.00 Uhr 
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 - 18.00 Uhr


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