[WestG] [AKT] Zeitreise in ein schrilles Jahrzehnt - "Tage des Provinzfilms 2016": Die 80-er Jahre im Film, Muenster, 14.09.-17.09.2016
Pattberg, Julia
Julia.Pattberg at lwl.org
Mo Sep 12 11:37:55 CEST 2016
Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 07.09.2016, 12:31
AKTUELL
Zeitreise in ein schrilles Jahrzehnt - "Tage des Provinzfilms 2016": Die 80-er Jahre im Film
Die 80-er Jahre waren eine Zeit des Übergangs. Vorbei die fröhlichen Hippiezeiten und die intensiven politischen Dispute der 60-er und 70-er Jahre. Die Gesellschaft war zwar offener geworden, an den Unis gab es keine muffigen Talare mehr, die Polit-Streiter von einst lehrten dort nun selbst. Gleichzeitig war aber die Aufbruchsstimmung, die die Gesellschaft in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt hatte, vorbei. Arbeitslosigkeit, Atomkraft, Kalter Krieg und die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen bedrückte vor allem die junge Generation. Aber: was haben die 80-er Jahre bewegt, was ist geblieben von Anti-Atomkraft-Demo, Schulterpolster, Nena und Co.? Die diesjährigen "Tage des Provinzfilms" laden vom 14. bis zum 17. September ein in das Cinema an der Warendorfer Straße zu einer filmischen Zeitreise in ein schrilles Jahrzehnt. Begleitet werden alle Filme von einer Rückschau in die münsterschen 80-er Jahre: Der bekannte Film-Professor Norbert Nowotsch hat aus seinem reichhaltigen Fundus für jeden Film ein etwa zehnminütiges Münster-Programm zusammengestellt.
Eröffnet wird die Veranstaltung von Filmservice Münster.Land und der Linse am Mittwoch, 14. September, um 19 Uhr mit dem Film "Am Tag als Bobby Ewing starb", einer "unterhaltsamen, präzis rekonstruierten und hervorragend gespielten Mischung aus Polit-Satire, Provinzkomödie und Coming-of-Age-Geschichte" (Lexikon des internationalen Films). Der Film spielt 1986. Regie führte Lars Jessen, der unter anderem auch beim neuesten Münster-Tatort "Feierstunde" die Regie hatte. Im Anschluss an den filmischen Ausflug in das Jahr 1986 laden Filmservice Münster.Land und Linse zum Gespräch in das Neben*an.
Weiter geht die Zeitreise am Donnerstag, 15. September, um 18 Uhr mit dem Film "Sie haben Knut". Der Film von Stefan Krohmer spielt im Jahr 1983 und beleuchtet aus der Perspektive unterschiedlicher Figuren das Ende von (gesellschafts-)politischen Träumen der vergangenen Jahrzehnte. Um 20 Uhr entführt Markus H. Rosenmüllers Culture-Clash-Komödie "Sommer in Orange" in die Zeit des Bhagwan-Kults. Eine Gruppe seiner Anhänger verlässt Anfang der 80-er Jahre Berlin, um sich in der oberbayerischen Provinz niederzulassen und dort ein Therapiezentrum zu eröffnen.
Im Anschluss gibt es im Neben*an ein Podiums- und Publikumsgespräch zum Thema "Friedensbewegung, Anti-Atomkraft-Demo, Schulterpolster, Nena und Co. - Wie waren Deine 80-er?" Auf dem Podium sitzen u.a. der Journalist und Ex-Punkmusiker Carsten Krystofiak und Veronika Fischer, Betreiberin des dereinst berühmtesten münsterschen Clubs "Odeon". Aber auch die Gäste sind aufgerufen, von ihren 80-er Jahren in Münster zu berichten.
Das Ende der Zeitreise bildet schließlich der Oskar-Roehler-Film "Tod den Hippies! Es leben der Punk". Die "fröhlich delirierende, slapstickartige Groteske" (Filmdienst) über die 80-er Jahre in Westberlin ist am Freitag, 16. September, um 18 Uhr im Cinema zu sehen. Komplettiert wird die Filmreihe am Samstag, 17. September, um 11 Uhr durch den niederländischen Beitrag "Happy Eend", einem Film von Bennie Roeters.
Neben Filmen und Gesprächen werden während der "Tage des Provinzfilms 2016" verschiedene Workshops rund um das Thema Drehbuch angeboten, für Kinder, für Sozialarbeiter, für Anfänger und für Profis. Nähere Informationen dazu und zum übrigen Programm unter www.-filmservice-muemster-land.de und unter www.cinema-muenster.de.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte