[WestG] [AKT] Newsletter Westfalen-Initiative 05/2016

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Fr Okt 7 11:29:17 CEST 2016


Von: "Westfalen-Initiative" <info at westfalen-initiative.de>
Datum: 06.10.2016, 10:14


AKTUELL

Newsletter Westfalen-Initiative 05/2016

Westfalen Impro 6: Elf Organisten aus vier Ländern in der Hauptrunde

Die Experten-Jury des renommierten Orgelwettbewerbs Westfalen Impro 6 hatte es schwer: Aus 21 Bewerbern, die aus acht Ländern stammen, hat sie elf Musiker für die Hauptrunde ausgewählt. Die selbsteingespielten Variationen über einen frei gewählten modalen Choral belegten die äußerst hohe Qualität aller Kandidaten. Die Unkenntnis der Kandidaten-Namen sichert übrigens im gesamten Wettbewerbsverlauf zusätzlich die Objektivität der Jury. Erstmals wird der internationale Wettbewerb für Orgelimprovisation, der bereits zum sechsten Mal ausgeschrieben wurde, in Kooperation mit dem Förderverein Domorgel Billerbeck vom 10. bis 13. November 2016 erstmals an zwei Orten ausgetragen, nämlich an der Schuke-Orgel der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti Münster und an der Fleiter-Orgel im Ludgerus Dom zu Billerbeck. Der Hauptpreisträger gewinnt 3.000 Euro und das Publikum hat die Möglichkeit, drei hochrangige Konzerte zu besuchen.


Regionale: Süd- und Ostwestfalen bewerben sich erneut

Süd- und Ostwestfalen möchten nach 2013 bzw. 2000 erneut eine Regionale ausrichten. Gesellschaftervertretung und Aufsichtsrat der Südwestfalen Agentur haben die Bewerbung ebenso beschlossen wie die Gesellschafterversammlung der OWL GmbH. Die Bewerbung muss bis zum 9. Dezember beim Landesbauministerium vorliegen, das das Förderprogramm in den Jahren 2022 und 2025 fortsetzen wird. Ausdrücklich können sich auch Regionen bewerben, die bereits eine Regionale ausgerichtet haben. Im Rahmen der Regionale 2013 förderte die Landesregierung Südwestfalen, wozu die Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis gehören, mit rund 150 Millionen Euro. Nach Ostwestfalen floss das Geld im Jahr 2000 im Rahmen der ersten Regionale Expo-Initiative Ostwestfalen-Lippe.


Überzeugter Westfale: Dr. Manfred Scholle vollendet 70. Lebensjahr

Dr. Manfred Scholle hat am 18. September das 70. Lebensjahr vollendet. Nicht nur in seiner Amtszeit als Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe von 1991 bis 1998 hat er sich als überzeugter Westfale erwiesen. Unter anderem auch als Vorstandsmitglied der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. sowie als nebenamtliches Mitglied der Leitung der Evangelischen Kirche von Westfalen hat er sich engagiert. Fortgesetzt hat Dr. Scholle seinen umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz auch im Verein Westfalen-Lippe, dessen Beiratsvorsitzender er von Mai 2012 bis zum vergangenen Sommer war.


Landwirtschaft: Kreis Gütersloh ist "Bio-Hochburg"

Im Kreis Gütersloh gibt es mit rund elf Bio-Vertriebsstätten die höchste Zahl von Öko-Verkaufsorten je 100.000 Einwohner in Westfalen. Als Grund nennt die Geographische Kommission in ihrer Untersuchung, dass der Kreis Gütersloh, wie auch der Nachbarkreis Paderborn, einen hohen Anteil an Bio-Höfen hat, die ihre Waren als Direktvermarkter unmittelbar auf städtischen Märkten oder auf ihrem eigenen Grundstück verkaufen. Eher schlecht schneidet das westfälische Ruhrgebiet ab. Die Städte Herne, Hamm und Gelsenkirchen kommen zusammen nur auf zwei Bio-Vertriebe pro 100.000 Einwohner. Insgesamt jedoch steigt die Nachfrage nach Öko-Produkten stetig und mit ihr die Zahl an Reformhäusern, Bio-Supermärkten und Hofläden. Diesem Trend folgend wollen immer mehr Bauern ihren Betrieb auf Öko-Landbau umstellen. Laut Landesumweltministerium haben in diesem Jahr schon 125 westfälische Landwirte eine entsprechende Förderung der Landesregierung beantragt.


Kultur: Theater zählen 1,6 Millionen Besucher

Öffentliche und private Theater in Westfalen hatten in der Spielzeit 2014/15 zusammen etwa 1,6 Millionen Besucher. Aus der Statistik des Deutschen Bühnenvereins geht außerdem hervor, dass darüber hinaus etwa 800.000 Menschen Festspiele besucht haben, etwa die Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Die meisten Zuschauer lockte das Theater Dortmund mit 231.000.


Demografie: Kreis Lippe hat höchste Geburtenziffer

Die sogenannte Geburtenziffer lag im vergangenen Jahr im Kreis Lippe bei 1,72 Kindern pro Frau. Das ist landesweit der höchste Wert. Auch die Kreise Borken, Olpe (jeweils 1,69) und Warendorf (1,68) liegen deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 1,52. In Großstädten wie Münster (1,33) und Bielefeld (1,43) hingegen bekommen Frauen statistisch weniger Kinder. Die niedrigste Geburtenziffer hat Bochum mit 1,29. Unabhängig von den Unterschieden zwischen Stadt und Land ist die durchschnittliche Kinderzahl in den meisten westfälischen Städten und Kreisen wie auch in ganz NRW deutlich gestiegen. Laut Statistischem Landesamt war die landesweite Geburtenzahl 2015 so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr. Sie liegt damit auf dem Niveau der 1970er Jahre. In Westfalen wurden im vergangenen Jahr 72.969 Kinder geboren. Das sind 3,7 Prozent mehr als 2014. Gleichzeitig starben 95.964 Menschen (plus 5,8 Prozent).


Wirtschaft: Immer mehr ausländische Firmenchefs  

Einwanderer haben einen ausgeprägten Gründergeist. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Unternehmensgründungen von ausländischen Gewerbetreibenden in Westfalen um 30 Prozent gestiegen. 2015 gründeten insgesamt 50.000 Unternehmer ein Gewerbe. 38.000 waren Deutsche, 12.000 hatten einen ausländischen Pass. Ihre Zahl ist um knapp 3.000 gestiegen, die der deutschen Neu-Unternehmer jedoch um 20.000 gesunken. Im Bereich der IHK Nord Westfalen reicht die Spanne von 5 Prozent im Kreis Coesfeld bis 28 Prozent in Gelsenkirchen. Beliebte Branchen waren besonders das Bau- und Dienstleistungsgewerbe sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe. 


Kriminalität: Immer mehr Wohnungseinbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Westfalen ist im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent auf 13.632 gestiegen. Insbesondere in den ländlichen Regionen gab es laut Landesinnenministerium deutlich mehr Delikte. Mehr als verdoppelt haben sie sich in den Kreisen Borken, Warendorf und Olpe, vervierfacht gar im Kreis Höxter. Die Aufklärungsquote liegt zwischen 9,8 Prozent im Kreis Recklinghausen und 26,9 Prozent im Kreis Soest.


Literatur: Essay-Band präsentiert Wandel vom Heimatroman zum Agitprop

Im Band "Vom Heimatroman zum Agitprop: Die Literatur Westfalens 1945-1975" wird der grundlegende Wandel nachgezeichnet, der sich in der Literatur der hiesigen Region in drei Jahrzehnten vollzog. Knapp 120 interessante Beiträge präsentieren die Entwicklung und überraschende Vielfalt der Autorenszene. Dazu gehören unter anderem der Dortmunder Arbeiter-Schriftsteller Erich Grisar, die jüdische Autorin Jenny Aloni, der Liedermacher Franz Josef Degenhardt und der renommierte "Ulysses"-Übersetzer Hans Wollschläger. Verschiedene Autoren beleuchten in dem Buch die prägenden Werke der westfälischen Literaturgeschichte. Als Wendepunkt gilt das Schmallenberger Dichtertreffen 1956, das der Gegenwartsliteratur Westfalens und Autoren wie Ernst Meister, Paul Schallück und Hans Dieter Schwarze zum Durchbruch verhalf. Das neue Buch ergänzt die "Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975", die vor einigen Monaten erschienen ist. Es ist im Bielefelder Aisthesis Verlag erschienen und zum Preis von 34,80 Euro im Buchhandel erhältlich. Herausgeber sind Moritz Basler, Walter Gödden, Sylvia Kokot und Arnold Maxwill.


Wissenschaft: Hochschulen stocken Personal auf

Die Hochschulen in Westfalen haben im vergangenen Jahr 49.500 Menschen beschäftigt. Das sind etwa 3.000 Personen mehr als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte des Hochschulpersonals arbeitete im wissenschaftlichen Bereich, die andere Hälfte in Verwaltung und Technik. Der Frauenanteil im wissenschaftlichen Bereich lag bei 38,6 Prozent. Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster war mit 14.758 Angestellten der größte Arbeitgeber unter den westfälischen Hochschulen.


Gesundheitswesen: Zahl der Kliniken sinkt weiter

Die Zahl der Krankenhäuser in Westfalen ist weiter gesunken. 172 Kliniken gab es im vergangenen Jahr noch in der Region. Das sind acht weniger als im Vorjahr und 65 weniger als im Jahr 2000. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Krankenbetten, aber prozentual weniger stark. Sie reduzierte sich von rund 66.000 im Jahr 2000 um 13 Prozent auf etwa 57.400. In den verbleibenden Einrichtungen werden allerdings immer mehr Mediziner beschäftigt. So stieg die Zahl der hauptamtlich tätigen Ärzte seit dem vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf 17.558. Gegenüber dem Jahr 2000 ist das ein Anstieg um 39,7 Prozent. 


Kommunalfinanzen: Schuldenberg von 25,4 Milliarden Euro

Die Gemeinden und Gemeindeverbände der Region standen Ende 2015 mit rund 25,4 Milliarden Euro in der Kreide. Der Schuldenberg hat sich damit nach Angaben des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Rein rechnerisch ergibt sich für jeden Einwohner eine Verschuldung von 3.108 Euro. Vor zehn Jahren waren es pro Kopf noch fast 1.000 Euro weniger. Diese Berechnung berücksichtigt neben den Schulden der Kernhaushalte auch die der kommunalen Eigenbetriebe sowie der kommunalen Anstalten öffentlichen Rechts.


Elektromobilität: Kreis Coesfeld bundesweit an der Spitze 

Der Kreis Coesfeld ist nach eigenen Angaben der erste Kreis mit einer flächendeckenden und einheitlichen Lade-Infrastruktur für Elektromobilität. Damit das Aufladen von Elektroautos praktikabler wird, erhalten alle elf kreisangehörigen Kommunen in den kommenden Monaten öffentliche Ladesäulen mit einem einheitlichen Abrechnungssystem. Für das Projekt mit dem Namen "eCOEmobil" sind insgesamt 14 Ladesäulen an Bahnhöfen, in Innenstädten und an touristisch interessanten Orten geplant. Das Ziel ist, die Akzeptanz für Elektromobilität zu erhöhen. Dazu gehören zudem die Überlegungen, durch eine Vernetzung der Ladesäulen im Kreis Coesfeld auch Berufspendler von der Initiative profitieren zu lassen. 



Termine

8. Oktober 2016			Ab 19:30 Uhr präsentieren die Schauspielbühnen in Stuttgart im Kurhaus Hamm das Erfolgsstück "Evita".

11. bis 18. Oktober 2016-10-07             Workshopwoche im Kloster Bentlage in Rheine mit dem englischen Theatermacher Paul Miller, begrenzt auf zwölf Teilnehmer. URL: www.schott-acting-studio.de 

7. Oktober bis 26. Februar 2017 	Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams" im LWL-Museum für Archäologie in Herne. www.lwl-landesmuseum-herne.de

Bis 6. Januar 2017			Im Siegerlandmuseum präsentiert Fotokünstler Thomas Kellner seine Serie "Tango Metropolis" in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler e.V.

11. November bis 19. März 2017	"Henry Moore - Impuls für Europa" Ausstellung im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. URL: www.lwl.org/pm39901 


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