[WestG] [AKT] Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter 1/2016

Pattberg, Julia Julia.Pattberg at lwl.org
Fr Jan 15 10:51:57 CET 2016


Von: "Villa ten Hompel" < tenhomp at stadt-muenster.de>
Datum: 15.01.2016, 10:32


AKTUELL

Geschichtsort Villa ten Hompel - Newsletter

Themen des Newsletters 1/2016
. Ausblick
. Auftrag für Pilotstudie ging an die Villa ten Hompel . Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Kleßmann, 20.1., 19 Uhr . Öffentliche Führung am Sonntag, 31.1., 15 Uhr . Yad-Vashem-Lectures am Mittwoch, 3.2., 10.30-16.00 Uhr . Mittwochsgespräch mit Dr. Susanne Muhle am 10.2., 19 Uhr . Vortrag von Dr. Matthias Küntzel am Donnerstag 18.2., 19 Uhr . "Tischgespräche" am Donnerstag, 25.2., 19 Uhr Sehr geehrter Herr Dr. Weidner, herzlich willkommen zum ersten Newsletter 2016. Wir freuen uns, Ihnen die kommenden Veranstaltungen unseres Hauses vorstellen zu dürfen. 
Über den Link http://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/iv_villa_ten_hompel/newsletter/images/VtH_Programm_2016-1-1.pdf können Sie das komplette Halbjahresprogramm einsehen.
Ausblick
Auftrag für Pilotstudie ging an die Villa ten Hompel Pilotstudie zum Umgang der Gedenkstättenmitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit neu strukturierten Lerngruppen unter besonderer Berücksichtigung der "Flüchtlinge" 
Im Sommer 2015 besuchte NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke verschiedene NS-Gedenkstätten, zum Abschluss den Geschichtsort Villa ten Hompel. Einer ihrer Impulse war es, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, wie künftig in den pädagogischen Konzepten der Gedenkstättenarbeit mit der Lebensrealität von geflüchteten Menschen umgegangen wird, vor allem als Teil von Schulklassen. Nun startet hierzu mit Hilfe der Landeszentrale für politische Bildung NRW und in Kooperation mit der Gedenkstätte Steinwache in Dortmund ein NRW-Pilotprojekt. Nach einer ersten Bestandsaufnahme sollen  Konzepte und Methoden entwickelt werden, die auch Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrungen in den Alltag der externen Lernorte bewusst mit einschließt. Auch die Betreuerinnen und Betreuer sollten die Chance ergreifen, neue Erfahrungen zu machen und voneinander zu lernen. Vielleicht gelingt es sogar, aus dem Personenkreis der Geflüchteten Multiplikatoren für die historisch-politische Bildungsarbeit zu gewinnen.
 

Mittwochsgespräch mit Prof. Dr. Kleßmann, 20.1., 19 Uhr
Bei unserer Vortrags- und Diskussionsreihe "Mittwochsgespräche" steht im ersten Halbjahr 2016 das Rahmenthema Deutsche Vergangenheiten. Der schwierige Umgang mit der doppeltenNachkriegsgeschichte im Fokus.
Hochkarätige Wissenschaftler/innen präsentieren ihre spannenden neuesten Forschungen und Werke. Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussion ausdrücklich erwünscht!
Thema: "Die doppelte deutsche Nachkriegsgeschichte - Verflechtungen und Abgrenzungen" Mit der deutschen Vereinigung von 1989/90 hat sich die Perspektive auf die Zeitgeschichte nach 1945 deutlich gewandelt. Die wissenschaftliche Erforschung der deutschen Nachkriegsgeschichte hat in der "alten" Bundesrepublik lange im Schatten der Aufarbeitung  der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus gestanden. Mit der Öffnung der Archive hat die DDR-Forschung einen enormen Aufschwung genommen. Damit steht auch das von Christoph Kleßmann vorgeschlagene Konzept einer asymmetrisch verflochtenen Geschichte von DDR und BRD auf dem Prüfstand. Welche Wechselwirkungen es gab und wie sie konkret ausfielen, lässt sich erst genauer erkennen, wenn einzelne Themenfelder unter doppeltem Blickwinkel ins Visier genommen werden. Wo dominieren weiterhin Trennung und Abgrenzung, wo werden aber durch neue Quellenzugänge und Analysen Parallelitäten und Verflechtungen bestimmend? 
Prof. Dr. Christoph Kleßmann ist der "Doyen" der Zeitgeschichtsforschung zur DDR. Er war an der Universität Potsdam Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der DDR-Geschichte und Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF).
Eintriff frei, Spenden erwünscht.
 
 

Öffentliche Führung am Sonntag, 31.1., 15 Uhr
In diesem Halbjahr findet jeweils am letzten Sonntag im Monat, um 15 Uhr eine kostenlose öffentliche Führung durch die Dauerausstellung statt. Am 31.1. führt Villa-Mitarbeiter Thomas Köhler durch die Ausstellung. 
Dauer: 60 Minuten 
Eintritt frei, Spenden erwünscht. 
 
 
Yad-Vashem-Lectures am Mittwoch, 3.2., 10.30-16.00 Uhr
Yad-Vashem-Unterrichtsmaterial zu den "Gerechten unter den Völkern" mit Birte Hewera (Repräsentantin von Yad Vashem in Deutschland) 
Die Reihe Yad-Vashem-Lectures wendet sich an Lehrende aller Schulformen und an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen.
Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, sich auf der Basis historischer Dokumente mit den komplexen Themen Hilfe, Rettung und Widerstand während des Dritten Reiches auseinanderzusetzen.
Anhand von fünf exemplarischen Geschichten erforschen Lernende ab Klasse 9 die Motivation von Retterinnen und Rettern zu helfen. Thematisiert wird auch das damit verbundene Risiko und der komplizierte Alltag von Rettern und Verfolgten während bzw. nach der NS-Diktatur.
In Kooperation mit dem Förderverein der Villa ten Hompel, der Bezirksregierung Münster, Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. 
Anmeldung unter: tenhomp at stadt-muenster.de und Tel.: 0251-492-7101
 

Mittwochsgespräch mit Dr. Susanne Muhle am 10.2., 19 Uhr
Thema: "Auftrag: Menschenraub", Entführungen von Westberlinern und Bundesbürgern durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR  
Auf offener Straße brutal überfallen, in vertrauter Umgebung betäubt und entführt oder durch perfide Täuschungen auf DDRGebiet gelockt und rechtswidrig festgehalten. Etwa 400 Menschen teilen ein Schicksal: Sie wurden in den 1950er und 1960er Jahren aus der Bundesrepublik und vor allem aus West-Berlin in die DDR verschleppt und dort inhaftiert. Viele kehrten erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren aus der DDR-Haft zurück. Manche verschwanden für immer. Verantwortlich für die Entführungsaktionen war in erster Linie das Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Es ist ein unbekanntes Kapitel der deutschen Teilungsgeschichte. In Anlehnung an die Gewalt- und Täterforschung begibt sich Susanne Muhle auf die Spuren der Entführungsopfer und Entführer. 
Dr. Susanne Muhle ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Berliner Mauer. Ihre Dissertation
war Leitbesprechung in der FAZ und erhielt den Förderpreis "Opus Primum" der Volkswagen-Stiftung als beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation. 
Eintritt frei, Spenden erwünscht.


Vortrag von Dr. Matthias Küntzel am Donnerstag 18.2., 19 Uhr
Thema "Von der Muslimbruderschaft zu Isis", Über die Geschichte des Islamismus und seine Folgen 
Das frohlockende Selbstverständnis, mit dem die ISIS-Terroristen Kreuzigungen, Versklavungen und Enthauptungen Andersdenkender feiern, schockiert und verängstigt - und wirft Fragen auf. Haben wir es mit einem Rückfall in das schwärzeste Mittelalter zu tun oder ist ISIS eine moderne Bewegung? Was ist der Unterschied zwischen ISIS-Salafisten und Muslimbrüdern, zwischen al-Qaida-Terroristen und iranischen Islamisten? Und warum einigt sie ein Hass auf Juden und auf Israel? Matthias Küntzel wird auf die Notwendigkeit, aber auch auf die Schwierigkeit der Abgrenzung von "Islamismus" und "Islam" eingehen und den historischen Hintergrund skizzieren, vor dem der gegenwärtige globale Vormarsch des Islamismus stattfindet.
Dr. Matthias Küntzel ist Politikwissenschaftler und Historiker und hat mehrere Bücher und Beiträge in internationalen Zeitungen zum Antisemitismus und zum Nahen Osten veröffentlicht. 2011 wurde er von der Anti-Defamation League mit dem Ehrlich-Schwerin-Menschenrechtspreis ausgezeichnet. 
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V. 
Eintritt frei, Spenden erwünscht.

"Tischgespräche" am Donnerstag, 25.2., 19 Uhr
Andreas Breiing, Münster 
Andreas Breiing (Die Buschtrommel) zitiert Passagen von mitstenografierten Monologen Hitlers aus den privaten Tischrunden im "Führerhauptquartier". Hier "plaudert" der Privatmann Hitler über Privates und Politisches.
Darsteller und Historiker der Bildungsstätte stehen nach der Aufführung für ein Gespräch zur Verfügung. 
Eintritt: 10 Euro 
Anmeldung erbeten unter: Tel. 0251/492-7101
 

Aktuelle Informationen aus der Villa ten Hompel finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel






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