[WestG] [AKT] Vortrag im Juedischen Museum: Unter zwei Diktaturen. Die Lebensgeschichte des Bernhard Preminger aus Gladbeck , Dorsten, 12.11.2015

Pattberg, Julia Julia.Pattberg at lwl.org
Mi Nov 11 09:44:46 CET 2015


Von: "Geschichtskultur Ruhr" <geschichtskultur-bounces at hclist.de>
Datum: 09.11.2015, 21:33
Übernahme aus der Liste "Geschichtskultur Ruhr"


AKTUELL

Vortrag im Jüdischen Museum: Unter zwei Diktaturen. Die Lebensgeschichte des Bernhard Preminger aus Gladbeck , Dorsten, 12.11.2015

Ein Leben in zwei Diktaturen, so unglaublich und ungeheuerlich wie das 20. Jahrhundert selbst - das ist Thema der nächsten Abendveranstalting iim Dorstener Jüdischen Museum: "Ich habe mich in all den Jahren immer als Deutscher gefühlt, und ich habe immer an Gladbeck gedacht." Bernhard Preminger, 1921 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Gladbeck geboren, wurde er 1938 mit seinen Eltern nach Polen abgeschoben. Getrennt von ihnen, fand der Junge nach dramatischen Irrungen in Stalins Sowjetunion eine neue Heimat. Nach Kriegsende wurde er, der inzwischen in Leningrad Ökonomie studierte, als Jude denunziert und kam in den Gulag. Erst Stalins Tod brachte die Befreiung. Preminger erhielt eine Professur für Wirtschaftswissenschaften in Wladiwostok. 1991 entschied er sich zur Rückkehr nach Gladbeck. Hier fand er 2006 die letzte Ruhe. 
Der Referent, Dr. Volker Jakob, ist Historiker und Medienwissenschaftler. Er war bis 2015 Leiter des Bild-, Film- und Tonarchivs im LWL-Medienzentrum. Neben zahlreichen Veröffentlichungen zur westfälischen Landeskunde und Mediengeschichte veröffentlichte er auch verschiedene Beiträge zum deutsch-jüdischen Verhältnis.
 

INFO

Donnerstag, 12. November 2015, 19:30 Uhr
Unter zwei Diktaturen. Die Lebensgeschichte des Bernhard Preminger aus Gladbeck
Vortrag von Dr. Volker Jakob (Münster)

Ort:
JÜDISCHES MUSEUM WESTFALEN
Julius-Ambrunn-Str. 1; 46282 Dorsten
Tel. 02362-45279; www.jmw-dorsten.de



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