[WestG] [AKT] Lesung mit Musik, Muenster, 22.06.2015
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mi Jun 17 13:54:28 CEST 2015
Von: "Christine Schedensack" <christine.schedensack at lwl.org>
Datum: 16.06.2015, 13:23
AKTUELL
Lesung mit Musik
Montag, 22.6.2015, 19.00 Uhr
Veranstaltungssaal im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Westfälisches Landesmuseum), Domplatz 10, 48143 Münster
In ausgewählten Passagen wird Markus von Hagen, der bekannte münsterische Kabarettist und Rezitator, am Montag, dem 22. Juni aus den Tagebüchern lesen und Ludwig Vincke als Ehemann, Vater und preußischen Beamten vorstellen. Für die musikalische Umrahmung sorgen Christiane Frickenstein (Flöte) und Gisela Uhlen-Tuyala (Gambe).
Freiherr Ludwig Vincke (1774-1844) war ein Familienmensch. Die wenige Zeit, die seine Arbeit ihm ließ, verbrachte er am liebsten mit seiner Frau und seinen Kindern. Die Familie, die im münsterischen Schloss wohnte, nutzte an schönen Tagen den Schlossgarten oder ging auf dem Wall, der späteren Promenade spazieren. Vincke, der erste Oberpräsident der 1815 neu geschaffenen preußischen Provinz Westfalen, war aber auch ein überzeugter Preuße und nahm seine Dienstpflichten sehr ernst.
All das ist bekannt, weil Vincke bereits als Schüler begann, regelmäßig Tagebuch zu schreiben. Die Tagebücher werden in einem Gemeinschaftsprojekt des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, des Landesarchivs NRW und der Historischen Kommission für Westfalen ediert und erscheinen im Aschendorff Verlag. Bereits ediert sind die Jahre 1789-1792 (Bd. 1), 1792-1793 (Bd. 2) und 1804-1810 (Bd. 5). Gerade sind zwei neue Bände der Edition erschienen, die das Jahrzehnt zwischen 1819 und 1829 abdecken (Bd. 8: 1819-1824, Bd. 9: 1825-1829). Diese Zeit war für Vincke durch vielfältige Vorhaben, etwa im Ausbau von Verkehrswegen oder in der Einrichtung eines westfälischen Katasters geprägt. Die Tagebucheinträge erzählen außerdem von seinen vielen Dienstreisen durch Westfalen und langen Aufenthalten in Berlin.
Gleichzeitig erlebte er privat herbe Schicksalsschläge, als seine erste Frau Eleonore nach einer schwierigen Geburt 1819 schwer erkrankte. 1827 starb sie an Tuberkulose. Die Tagebucheinträge Vinckes zeigen, dass er in den Monaten ihrer Krankheit hin- und hergerissen zwischen Hoff en und Bangen um Eleonore war. Sie erzählen aber auch von seiner erneuten Hoffnung auf ein glückliches Familienleben mit seiner zweiten Frau Louise.
Der Eintritt ist frei.
INFO
Kontakt:
Christine Schedensack
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster
Fürstenbergstraße 15
48147 Münster
Tel.: 0251-591 5972
E-Mail: christine.schedensack at lwl.org
URL: www.altertumsverein-muenster.de
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