[WestG] [AKT] Abendseminar: Besuch im Westfaelischen Glockenmuseum in Gescher, 11.06.2015

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Jun 8 09:17:35 CEST 2015


Von: "Thomas Ridder" <ridder at jmw-dorsten.de>
Datum: 05.06.2015, 08:28 
 
 
AKTUELL
 
Abendseminar: Besuch im Westfälischen Glockenmuseum in Gescher

Gescher ist die westfälische Glockengießerstadt schlechthin, seit dem 18. Jahrhundert werden hier von der Firma Petit & Gebr. Edelbrock Glocken gegossen. Kein Wunder also, dass sich hier ein in Norddeutschland einzigartiges Museum befindet, das in 20 Themenbereichen die Geschichte der Glockengießerei und der Glocke als Musikinstrument und Kunstwerk behandelt.

Das Museum lädt seit Kurzem mit einer vergrößerten Ausstellungsfläche und einer neu konzipierten Schausammlung zum Besuch ein und bietet einen spannenden und klingenden Einblick in 900 Jahre westfälische Glockengeschichte und Glockengießerkunst. Dabei werden neben bedeutenden Glocken aus Bronze auch Kirchenglocken aus Gussstahl, Eisenhartguss und Sonderlegierungen vorgestellt.

Bei der Führung werden einige Glocken wie im Kirchturm auch "schwingend" geläutet; mit anderen Glocken wird gebeiert oder gekleppt, um historische Läutebräuche vorzuführen. Ein "Stokkenklavier" lädt dazu ein, als Carilloneur auf einem Glockenspiel zu musizieren. Bekannte Glocken und Geläute aus westfälischen Kirchen werden an einer Medienstation mit Fotos und Tonbeispielen vorgestellt.

Wie auch heute noch in einer Glockengießerei gearbeitet wird, erfährt man an der sogenannten Glockengrube, die originalgetreu im Museum aufgebaut wurde. Schritt für Schritt lässt sich hier verfolgen, wie nach der Berechnung der Glockenrippe und der Anfertigung der Schablone zunächst eine dreiteilige Lehmform - bestehend aus dem Kern, der Falschen Glocke und dem Mantel - hergestellt wird. Werkzeuge für die Herstellung der Lehmformen und für den Glockenguss sowie Schablonen mit beträchtlichen Ausmaßen ergänzen die Thematik "rund um die Glockengrube". Model und Abgüsse von Glockenverzierungen und Inschriften verdeutlichen die künstlerischen Gestaltungsweisen im Laufe der Jahrhunderte.

Auf die Geschichte der seit fast dreihundert Jahren in Gescher ansässigen Glocken- und Kunstgießerei Petit und Gebrüder Edelbrock weisen Glocken sowie Abgüsse von Gießerzeichen hin. In weiteren Themenbereichen werden Glocken gezeigt, mit denen im Alltagsleben in Schulen, Läden und Fabriken, auf Hausdächern oder auf Schiffen
die Tageszeiten angekündigt, vor Gefahren gewarnt oder Signale gegeben wurden. Ihre Herstellung wird anhand von Geräten und Glockenformen aus einer Gelbgießerei verständlich. Die Unterschiede von Form, Gestalt und Klang von Tierschellen und Tierglocken hebt ein weiterer um fangreicher und abwechslungsreicher Sammlungs-schwerpunkt hervor.

Bei unserem Besuch am 11. Juni werden wir zunächst einen Blick ins Deutsche Glockenarchiv werfen, das im Museum beheimatet ist, und uns anschließend von Museumsleiter Dr. Hendrik Sonntag durch die Ausstellung führen lassen.


Führung und Einführung:

Museumsleiter Dr. Hendrik Sonntag
Organisation: Winfried Semmelmann
Ort: Gescher, Glockenmuseum, Lindenstr. 2
Teilnahme: 5 Euro
Termin: Donnerstag, 11. Juni, 18 Uhr (bis 20 Uhr)
Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis zum 8.6. unter info at ghl-westmuensterland.de

 
 
INFO
 

Veranstaltungsdaten:

Abendseminar: Besuch im Westfälischen Glockenmuseum in Gescher
Datum: 11. Juni 2015
Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V.
E-Mail: info at ghl-westmünsterland.de

URL: www.ghl-westmuensterland.de

 
Kontakt:

Winfried Semmelmann
E-Mail: info at ghl-westmuensterland.de


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