[WestG] [AUS] Ausstellung der Gedenkstaette Yad Vachem „Alltag juedischer Kinder waehrend des Holocaust" bis zum 21.11.2014 im Borkener Kreishaus zu sehen
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Nov 10 09:38:37 CET 2014
Von: "Kreis Borken" <info at presse-service.de>
Datum: 06.11.2014, 16:38
AUSSTELLUNG
Ausstellung der Gedenkstätte Yad Vachem in Jerusalem zeigt den „Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" - Bis zum 21. November 2014 im Borkener Kreishaus zu sehen
Unter den sechs Millionen Juden, die unter dem nationalsozialistischen Schreckensregime ermordet wurden, waren etwa eineinhalb Millionen Kinder. Die Zahl der jüdischen Mädchen und Jungen, die diese schlimme Zeit überlebten, wird auf wenige tausend geschätzt. Im Rahmen einer einfühlsamen Ausstellung hat sich die Gedenkstätte Yad Vachem in Jerusalem dem „Alltag jüdischer Kinder während des Holocaust" gewidmet. Diese Ausstellung wird nun auf Vermittlung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Westmünsterland bis zum 21. November im Foyer des Borkener Kreishauses zu den üblichen Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr gezeigt. Landrat Dr. Kai Zwicker sowie Dr. Wolfgang Buschfort und Landrat a. D. Gerd Wiesmann als DIG-Vertreter waren jetzt die ersten Besucher, die die sehenswerte Ausstellung in Augenschein nahmen.
Die Bilder aus dem Yad Vashem-Archiv vermitteln einen Eindruck von den schlimmen Lebensumständen jüdischer Kinder im Machtbereich der Nazis. Wie alle anderen Kinder hatten sie Überzeugungen, Sehnsüchte und Wünsche. Der Holocaust setzte ihrer Kindheit aber ein jähes Ende. Sie wurden zu „Feinden" des Dritten Reichs gemacht. Ihr Dasein entwickelte sich zum Überlebenskampf. In vielen Fällen waren diese Kinder gezwungen, neue Aufgaben zu übernehmen, die Familie zu ernähren und ihren Eltern im täglichen, verzweifelten Kampf ums Überleben Stütze und Hoffnung zu geben. Andere wurden von den Familien getrennt und mussten sich verstecken. Gerade Kinder gehörten zu den Ersten, die zur Vernichtung in die Todeslager verschickt wurden.
Die, die noch befreit werden konnten, waren oft völlig allein. Vertreter jüdischer Organisationen suchten die verstreut lebenden Kinder und taten ihr Bestes, um sie auf ein neues Leben vorzubereiten. Viele von ihnen fanden den Weg nach Israel, wo sie versuchten eine glücklichere Zukunft aufzubauen, eine Zukunft, die jedoch immer von den Erinnerungen überschattet sein würde.
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