[WestG] [LIT] Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmuensterlandes e.V. (Hrsg.): Nordmuensterland. Forschungen und Funde, Band 1 (2014)
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Do Nov 6 09:17:36 CET 2014
Von: "Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V." <info at forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de>
Datum: 03.11.2014, 15:35
LITERATUR
Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. (Hrsg.):
Nordmünsterland. Forschungen und Funde, Band 1 (2014), 292 S.
Münster: MV-Verlag 2014
ISBN 978-3-95645-315-1, 19,90 Euro
Inhalt:
S. 6-9
Vorwort der Herausgeber
AUFSÄTZE
S. 10-96
Christof Spannhoff: Begräbnisformen und Trauerrituale im nördlichen Münsterland im 18. und 19. Jahrhundert
Der Autor stellt die vielförmigen Begräbnisformen und Trauerrituale im nördlichen Münsterland im 18. und 19. Jahrhundert anhand des Quellenmaterials vor.
S. 97-141
Sebastian Kreyenschulte: Das Wigbold Neuenkirchen bei Rheine - Ein Beitrag zu Ursprung und Genese eines spätmittelalterlichen Weichbilds im nördlichen Münsterland
Der Autor untersucht auf mikrohistorischer Ebene die Entstehung eines spätmittelalterlichen Weichbilds - einer städtischen Sonderrechtsform - am Beispiel Neuenkirchens bei Rheine.
S. 142-222
Johannes Hoffmann: Außenposten der tridentinischen Reform. Die Meppener Jesuitenresidenz im Zeitalter der Konfessionalisierung
Die Untersuchung lenkt den Blick in das angrenzende Emsland und das historische Niederstift Münster. Der Autor legt anschaulich dar, welche maßgebliche Rolle münsterische Jesuiten in einem protestantisch stark beeinflussten Gebiet bei der Durchsetzung der tridentinischen Reform und der katholischen Konfessionalisierung einnahmen.
S. 223-248
Christof Spannhoff: Die Gewässernamen Drevanameri und Heiliges Meer
Der Autor befasst sich kritisch mit den Erklärungen des Namens des "Heiligen Meeres" zwischen Hopsten und Recke und dessen älterer Benennung "Drevanameri" und schlägt jeweils eine sprachwissenschaftlich begründete Deutung vor.
S. 249-274
Christof Spannhoff: Tie gleich Thing? Zur Konstruktion eines Geschichtsbildes
Der Autor dekonstruiert das bis heute gängige Geschichtsbild, nach dem die in vielen Ortschaften im nördlichen Münsterland und Osnabrücker Land anzutreffenden Tie-Plätze auf germanische Ding-Stätten (Thing), also vorchristliche Kult- und Gerichtsorte zurückzuführen sind. Dabei kommt er zu der Feststellung, dass diese Auffassung ein ideologisches nationalistisches und später auch völkisches Konstrukt erst des späten 18. und vor allem des 19. Jahrhunderts ist, das dann in der NS-Zeit erneut aufgegriffen und ausgebaut wurde.
MISZELLEN
S. 275-289
Sebastian Kreyenschulte: Der Leinen-Großhändler und Fabrikant Bernhard Engelbert Kerstiens. Zur Biografie eines Neuenkirchener Unternehmers der frühen Industrialisierung
Durch Beschäftigung mit einer Unternehmerbiographie der Frühindustrialisierung gibt der Autor einen Einblick in das ländlich-kleinstädtische Wirtschaftsgefüge des 19. Jahrhunderts im nordwestlichen Münsterland.
INFO
Nordmünsterland. Forschungen und Funde, Band 1 (2014)
Herausgeber: Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. (www.forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de)
Druck und Verlag: Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat OHG Münster (www.mv-wissenschaft.de)
ISBN 978-3-95645-315-1
Preis 19,90 Euro.
Erhältlich beim MV-Verlag ( http://mv-buchhandel.de/detail/index/sArticle/2931/sCategory/123 ), im Buchhandel und über www.forschungsgemeinschaft-nordmuensterland.de
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