[WestG] [KONF] Zweifache Transformation: Staedtebau zwischen Modernisierung und Wiederaufbau (1880 - 1960), Paderborn, 21./22.11.2014
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Nov 3 08:32:50 CET 2014
Von: "Marco Silvestri" <marco.silvestri at upb.de>
Datum: 30.10.2014, 14:29
KONFERENZ
"Zweifache Transformation: Städtebau zwischen Modernisierung und Wiederaufbau (1880 - 1960)"
Experten-Workshop
Universität Paderborn, Freitag/Samstag, 21./ 22. November 2014
Veranstaltungsort: Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Raum: B3.231
Veranstalter:
Prof. Dr. Eva-Maria Seng
Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, Historisches Institut, Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe
Prof. Dr. Frank Göttmann
Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, Historisches Institut, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit
Der in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dem Städtebau der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts verhandelte Begriff des Wiederaufbaus trifft unseres Erachtens nicht den Kern des Problems. Vielmehr handelt es sich um einen langfristigen Prozeß der Modernisierung von Städten, um den sozialen, ökonomischen, demographischen, verkehrlichen und technischen Anforderungen gerecht zu werden. Für den hier zu betrachtenden Zeitraum lassen sich verschiedene Phasen von Stadtumbau, Stadterneuerung und Stadtsanierung feststellen, welchen dezidierte Planungen und architekturtheoretische und urbanistische Konzepte zugrundeliegen: im ausgehenden 19. Jahrhundert gründerzeitliche Stadterweiterungen neben den vorhandenen Altstädten, zugleich partielle Eingriffe in den Altbaubestand; um 1900 "Entdeckung der Altstadt" mit neuer Inwertsetzung; in den 1920er Jahren Konzepte des "Neuen Bauens" (sozialer Wohnungsbau; Verkehrsinfrastruktur; Elektrifizierung; Assanierung); 1930er Jahre Umgestaltungen im Sinne der herrschenden Ideologie; nach dem Krieg Aufbau der zerstörten (Innen-)Städte. Bei dieser Entwicklung ist zu bedenken, daß Modernisierungskonzepte aufgrund der beiden Weltkriege und der Weltwirtschaftkrise nicht oder nur rudimentär umgesetzt worden sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften nun häufig dieselben Akteure an alte Konzepte und Planungen wieder an, zumal diese nun in ihrer gesamten Bandbreite zur Verfügung standen und angesichts der Extremsituation Wirkung entfalten konnten.
Die skizzierten Hypothesen sollen auf der Veranstaltung überprüft werden, und zwar einerseits an einzelnen Fallbeispielen, andererseits im systematischen, diachronen Zugriff auf einzelne Problemfelder. Ziel dabei ist es, das dominierende Wiederaufbau-Paradigma aus seiner scheinbar isolierten Stellung in den historischen Kontext zurückzubinden und damit einen erweiterten Ansatz der Städtetransformation zu gewinnen. Nicht vornehmlich Brüche stehen im Mittelpunkt des Interesses, sondern Kontinuitäten.
Alle Interessenten sind herzlich willkommen
Programm:
Freitag, 21. November 2014
Prof. Dr. Eva-Maria Seng (Uni Paderborn)
Begriff und Problem
14.00-14.30 Uhr
Dr. Olaf Gisbertz (TU Braunschweig)
"Die Zeitenuhr - zurückgestellt"!? - Braunschweig im (Wieder-)Aufbau nach 1945 und heute.
14.45-15.15 Uhr
Kaffeepause
Malgorzata Popiolek M.A. (TU Berlin)
Modernisierung der Stadt. Warschauer Architektur und Stadtplanung in den Jahren 1916-1956.
16.00-16.30 Uhr
Marc Jordi (Berlin)
Der Wiederaufbau des DomRömer-Quartiers in Frankfurt -Betrachtungen aus der Sicht eines Architekten.
16.45-17.15 Uhr
Diskussion
Samstag, 22. November 2014
PD Dr. Georg Wagner-Kyora (Uni Hannover)
Wiederaufbau als Arbeitsbegriff: Die Bremer Zeitschrift "Der Wiederaufbau".
10.00 bis 10.30 Uhr
PD Dr. Paul Sigel (TU Berlin)
Urbane Diskurse der Nachkriegszeit. Positionsnahmen zur Restrukturierung, Bewahrung, Neugestaltung städtischer Räume.
10.45 bis 11.15 Uhr
Kaffeepause
Dr. Bernhard Sterra (Dresden)
"...ehrlich und würdig einem neuen Stil entgegen"? Anspruch und Wirklichkeit beim Aufbau Stuttgarts nach 1945
12.00 bis 12.30 Uhr
Abschlußdiskussion
INFO
Veranstaltungsdaten:
Zweifache Transformation: Städtebau zwischen Modernisierung und Wiederaufbau (1880 - 1960)"
Datum: 21.11.-22.11.2014
Universität Paderborn Fakultät für Kulturwissenschaften, Historisches Institut, Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe und Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Tel.: 05251 60-5464
E-Mail: kulturerbe at upb.de
URL: http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/historisches-institut/materielles-und-immaterielles-kulturerbe/home/
Kontakt:
Sekretariat: Andrea Fiedler
Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Tel.: 05251 60-5464
E-Mail: 05251 60-5464
URL: http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/historisches-institut/materielles-und-immaterielles-kulturerbe/home/
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