[WestG] [AKT] Vortrag: Grothmann, Politischer Neubeginn in Salzkotten. 1945 bis 1948 - Parteien, Programme, Personen, Paderborn, 11.03.2014

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Mär 10 09:15:44 CET 2014


Von: "Altertumsverein Paderborn" <altertumsverein at aol.de>
Datum: 07.03.2014, 14:36


AKTUELL

Politischer Neubeginn in Salzkotten.1945 bis 1948 - Parteien, Programme, Personen

Der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn, lädt Sie herzlich zu einer weiteren Veranstaltung im Wintersemester ein: 

"Politischer Neubeginn in Salzkotten. 1945 bis 1948 - Parteien, Programme, Personen,"

heißt ein Vortrag von unserem Beiratsmitglied Dr. Detlef Grothmann.

Der Vortrag findet am Dienstag, 11. März 2014, um 19.30 Uhr in der Theologischen Fakultät statt (Kamp 6, Hörsaal 2).


Mit seinem Vortrag stellt Dr. Detlef Grothmann die Ergebnisse seiner langjährigen Untersuchungen zur Salzkottener Nachkriegsgeschichte vor, die in der Reihe "Studien und Quellen" erst im Dezember vom Altertumsverein Paderborn herausgebracht wurden: "Mangel, Improvisation, Aufbruch Salzkotten 1945-1948", so heißt das Buch, das die vielschichtige und facettenreiche Entwicklung der alten Sälzerstadt vom Ende der NS-Diktatur im April/Mai 1945 bis zur Währungsreform im Juni 1948 umfassend dokumentiert. 

Das Buch ist der erste Band einer geplanten Trilogie zur Geschichte der Stadt Salzkotten vom Kriegsende 1945 bis zur kommunalen Neugliederung 1975. Der Autor Dr. Detlef Grothmann, bekannt als profunder Kenner der Lokalgeschichte, habe einen "Schatz gehoben" und "in eine handliche Form gegossen", sagte Salzkottens stellvertretender Bürgermeister Uli Berger bei der Vorstellung des Buches im Salzkottener Heimathaus und stellte fest, dass dieses Buch damit neue Maßstäbe setzt. Nicht nur in Bezug auf den Umgang mit auch schwierigen Epochen der Stadtgeschichte, sondern auch auf die verständliche und anschauliche Aufbereitung von Bildern und Texten für ein breites Publikum. 

Das Buch über die Nachkriegszeit der Sälzerstadt erscheint als Band 75 in der Reihe "Studien und Quellen" des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens (Abteilung Paderborn). "Der Altertumsverein Paderborn unterstützt seit vielen Jahren die wissenschaftliche Forschung zur regionalen Geschichte," sagt der Ehrenvorsitzende Dr. Friedrich Gerhard Hohmann. "Wir fördern das Salzkottener Buchprojekt, weil es sich auch dem Thema der Entnazifizierung in der Region widmet." Die vorrangigen Probleme wie die Verfolgung von Tätern, die Entschädigung der NS-Opfer und die schwierige Aufarbeitung des Erlebten waren in den ersten Nachkriegsjahren nach 1945 die vorrangigen Ziele der Aliierten. NSDAP-Mitglieder sollten aus allen Institutionen der Gesellschaft entfernt werden. Wegen mangelnder Fachkräfte wurden viele von ihnen allerdings rasch wieder rehabilitiert. Der Wiederaufbau von Verwaltung und Wirtschaft hatte schließlich Vorrang vor der politischen Überprüfung. 

In sieben kompakten Kapiteln beschreibt Detlef Grothmann wesentliche Aspekte der historischen Entwicklung Salzkottens bis 1945, bevor er auf die zwölf Monate der Besetzung und Besatzung der Stadt durch amerikanische und britische Truppen, den politischen Neubeginn, die Entnazifizierung, den Nachkriegsalltag in all seinen Schattierungen, den Neubeginn an den Schulen und das Wiederaufblühen geselligen Lebens eingeht. Es dürfte wohl keine deutsche Stadt geben, deren erste drei Nachkriegsjahre so umfassend und tiefschürfend erforscht und dargestellt worden ist wie jetzt die Salzkottener.


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