[WestG] [AKT] Workshop: Geschlechterdimensionen in Erinnerungsorten und Gedaechtnisraeumen, Hamm, 20.09.13

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mi Sep 4 09:23:49 CEST 2013


Von: "Geschichtskultur Ruhr" <geschichtskultur at hclist.de>
Datum: 02.09.2013, 13:10
Übernahme aus der Liste "Geschichtskultur Ruhr"


AKTUELL

Workshop: Geschlechterdimensionen in Erinnerungsorten und Gedaechtnisraeumen, 20.09.13

Freitag, 20. September 2013, 13.30 bis 17.00 Uhr

Geschichtswettbewerb WAR WAS? Heimat im Ruhrgebiet in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Hamm

Workshop: Geschlechterdimensionen in Erinnerungsorten und Gedächtnisräumen 

Hamm - Ehrenfriedhof Bockum-Hövel, Kolonie Radbod und Zeche Radbod. 350 Tote auf der Zeche Radbod in Hamm! Was bedeutete dieses Grubenunglück am 16. November 1908 konkret für die Hinterbliebenen, für Frauen und Kinder, die nun ohne Ernährer da standen? Die Hammer Stadtarchivarin Ute Knopp war vor einigen Jahren die Erste, die diese Frage stellte. Weder für Radbod noch für andere Bergwerksunglücke im Ruhrgebiet war dies bis dahin aufgearbeitet worden. Begonnen als Spurensuche nach den hinterbliebenen Frauen und Kindern, entwickelten sich Ute Knopps Forschungen zu einer höchst vielschichtigen Rekonstruktion von sozialen Konflikten in einer aufstrebenden Bergbaustadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die von ihr aufgeworfenen und beantworteten Fragen weisen weit über die konkrete Situation in Hamm hinaus. Das Denkmal für die verunglückten Bergleute auf dem Ehrenfriedhof in Bockum-Hövel hält die Erinnerung an das Unglück noch im heutigen Stadtbewusstsein wach. Es bietet sich als Erinnerungsort an, der allerdings mit der von Ute Knopp skizzierten Geschichte nur wenig gemein hat. 

Der Workshop richtet sich an Geschichtsaktive aus Geschichtsinitiativen, Heimatvereinen, Frauenbildungsgruppen, Archiven, Museen, Universitäten und Schulen. Er beginnt am Ehrenmal auf dem Friedhof Bockum-Hövel und mit einem Rundgang durch die alte Kolonie bis zur ehemaligen Zeche Radbod, um auch die räumlichen und atmosphärischen Dimensionen des Alltagslebens um 1900 zu erfahren. Im Kulturrevier der Zeche Radbod folgt dann nach einer kurzen Pause mit leiblicher Stärkung der Hauptvortrag von Ute Knopp. 

Zu sehen sein wird dabei auch eine filmgeschichtliche Rarität: der Film "Die Beerdigung der Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche Radbod i.W. den 16. Nov. 1908". Der Film zeigt sechs Minuten lang Szenen von der Massenbeerdigung jener 36 Bergleute, die am Tag des Unglücks geborgen werden konnten. Er ist das zweitälteste bekannte Filmdokument zum Ruhrgebiet. 

Im Anschluss ist Gelegenheit zur Diskussion und zum Austausch. Wie können frauen- und geschlechtergeschichtliche Erkenntnisse wie die aus Hamm auch andere Erinnerungsorte und Gedächtnisräume perspektivieren?


Treffen: Ausgangspunkt ist das Hauptportal des Hammer Hauptbahnhofs 


Ablauf

13.30 Uhr Haupteingang Hauptbahnhof Hamm - Bus-Shuttle zum Ehrenfriedhof Bockum-Hövel 

14.00 Uhr Ehrenmal Bockum-Hövel, Besichtigung und Führung, Rundgang durch die Kolonie 

15.00 Uhr  Erfrischungen und Snacks im Kulturrevier, Zeche Radbod 

15.30 Uhr  Begrüßung und Einführung durch Uta C. Schmidt / Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher 

15.45 Uhr  Vortrag von Ute Knopp, Stadtarchiv Hamm 

16.30 Uhr  Diskussion und Austausch 

17.00 Uhr  Ende der Veranstaltung, Bus-Shuttle zurück zum Hauptbahnhof Hamm

Bitte denken Sie an festes Schuhwerk und ggf. Regenkleidung für den Rundgang. Für Snacks und Getränke ist gesorgt! Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist gebührenfrei.

Anmeldung und weitere Information unter: info at warwas-ruhr.de
Anmeldeschluss: 15. September 2013
Moderation: Dr. Uta C. Schmidt


INFO

"War was? Heimat im Ruhrgebiet. Erinnerungsorte und Gedächtnisräume". 
Alle Informationen zum 6. Geschichtswettbewerb des Forums Geschichtskultur unter:
www.warwas-ruhr.de
www.facebook.com/warwasruhr


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte