[WestG] [AKT] 75 Jahre nach der Pogromnacht: Gedenkstaettenbesuch in Yad Vashem

Pawlitta, Pascal Pascal.Pawlitta at lwl.org
Do Okt 31 08:35:04 CET 2013


Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 29.10.2013, 10:23


AKTUELL

75 Jahre nach der Pogromnacht: Gedenkstättenbesuch in Yad Vashem Oberbürgermeister Markus Lewe würdigt in Israel Opfer des Holocaust / Auch neue Ausstellung Villa ten Hompel ist im Nahen Osten Thema 

Vor 75 Jahren in der Nacht judenfeindlicher Hetze und Übergriffe machten sich auch in Münster Gewalttäter über Wohn- und Geschäftshäuser her. Schändeten im Münsterland Synagogen und Friedhöfe, demütigten jüdische Bürgerinnen und Bürger, von denen viele später Opfer der NS-Massenverbrechen wurden. Eine Woche vor dem Gedenken an die Pogromnacht vom 9./10. November setzt Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe mit seiner Israel-Reise ein besonderes Zeichen. Er wird Ehrengast in Yad Vashem sein, der weltweit größten Holocaust-Gedenkstätte und zugleich einer lebendigen Begegnungsstätte zwischen Menschen aller Generationen und Nationen.

Yad Vashem erinnert mit Museum und Mahmal-Kunstwerken, mit Archiven, Forschungs- und Medienzentren auf dem Herzl-Berg nah Jerusalem an den Völkermord an sechs Millionen Juden in Europa während des Zweiten Weltkriegs. Münsters Stadtoberhaupt wird im Gedenken an die Opfer in der "Halle der  Erinnerung" einen Kranz niederlegen. 


Gespräch mit Zeitzeugen

Begleitet wird der OB von einer Delegation aus der Villa ten Hompel. Der städtische Geschichtsort am Kaiser-Wilhelm-Ring ist Bildungspartner von Yad Vashem und eng mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien School (ISHS) vernetzt. Neben Gesprächen mit Zeitzeugen und Historikern ist ein Austausch mit Lehrerinnen und Lehrern aus dem Münsterland vorgesehen, die zurzeit in der ISHS auf dem Campus der Gedenkstätte ein Didaktik- und Geschichtsseminar der Bezirksregierung Münster absolvieren. 

Thema in Israel ist auch die neue Dauerausstellung ab 2015  in der Villa ten Hompel. Viele Recherchen für dieses von Bund, Land, Kommune sowie aus Rückflussmitteln der Sparkasse Münsterland Ost geförderte Großprojekt berühren den Nahen Osten und die Auswirkungen der Vergangenheit, zumal jüdische NS-Verfolgte und KZ-Überlebende früh in der Region Zuflucht fanden und  maßgeblich Israels Staatsgründung 1948 vorbereiteten. Yad Vashem unterstützt Münster bei der Ausstellungskonzeption. 

Eingeplant sind nicht zuletzt Begegnungen mit Münsters Partnerstadt Rishon Le Zion. OB Lewe wird dabei auf seinen soeben bei den Kommunalwahlen  im Amt bestätigten Kollegen Dov Zur treffen.



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