[WestG] [AKT] Einladung zur Vortragsreihe - "Die Reformation in Westfalen", Herzebrock-Clarholz, ab 14.11.2013
Pawlitta, Pascal
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mi Nov 6 09:49:44 CET 2013
Von: "Werner Freitag " <landesgeschichte at uni-muenster.de>
Datum: 05.11.2013, 09:27
AKTUELL
Einladung zur Vortragsreihe - "Die Reformation in Westfalen: Später Beginn, Konflikte und neues Kirchenwesen (1525 bis 1555)"(Kirchengeschichte in der Zehntscheune, XXI)
Veranstalter: VHS Reckenberg-Ems in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Propstei Clarholz e.V.
Später als in anderen Regionen Deutschlands sind für Westfalen erste Belege zu finden, dass die Ideen Luthers Unterstützung fanden. Es dauerte, bis seine Kritik an Kirche und überkommener Frömmigkeit in die niederdeutsche Sprache übersetzt wurde, und es gab zudem anfangs nur wenige Kleriker, die theologisch versiert und zugleich massenwirksam im Sinne der neuen Lehre predigten. Dann aber, mit dem Wirken des Augustineremitenmönches Westermann in Lippstadt und mit den polemischen Predigten des Bernhard Rothmann in Münster verbreiteten sich die Ideen des Wittenberger Mönches wie ein Flächenbrand. In den Städten versuchten Teile der Bürgerschaft den Rat zur Einführung des lutherischen Bekenntnisses zu zwingen und die Deutsche Messe einzuführen, auf dem Land waren es der Adel und die Klöster, die sich für oder gegen die neue Lehre zu positionieren hatten.
Die Fürstbischöfe von Münster, Minden, Osnabrück und Paderborn lavierten zwischen altem und neuem Glauben, mal akzeptierten sie das Luthertum (Münster), mal verboten sie es (Paderborn). Und auch die Landes-und Territorialherren verhielten sich ganz unterschiedlich: Einige gingen gegen altgläubige Pfarrer und Klöster vor, auch weil sie Vorteile für ihre Herrschaft erkannten (Lippe, Tecklenburg), andere wollten nur mäßige Reformen im Sinne des Humanismus (Kleve-Mark-Ravensberg).
In vier Vorträgen sollen diese z.T. völlig entgegengesetzten Voraussetzungen und Verläufe beleuchtet werden - die Reformation führte nicht überall zu einem neuen lutherischen Kirchenwesen; die alte Kirche überlebte und auch Mischformen von alt und neu waren um 1550 vorzufinden.
Ort: Zehntscheune Clarholz, Zeit: 19.30-21.00 Uhr
14.11.2013
Prof. Dr. Werner Freitag, Münster: Die Reformation in Westfalen: Ein Überblick
21.11.2013
Prof. Dr. Heinrich Rüthing, Bielefeld: Gescheiterte Reformation in Paderborn
28.11.2013
Dr. Ernst Laubach, Münster: Reformation und Täuferherrschaft (1525-1535) in Münster
05.12.2013
Dr. Edeltraud Klueting, Münster: Landesherr und Reformation: das Kloster Herzebrock
INFO
Kontakt:
Prof. Dr. Werner Freitag
Abteilung für Westfälische Landesgeschichte
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