[WestG] [AKT] Infotafel an der Ruine Waldenburg aufgestellt
Pascal Pawlitta
Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Mai 6 09:43:32 CEST 2013
Von: "Hans-Werner Voß" hw.voss at kreis-olpe.de
Datum: 02.05.2013, 10:33
AKTUELL
Infotafel an der Ruine Waldenburg aufgestellt
Eine neue Infotafel unterrichtet seit kurzem die Besucher der Burgruine Waldenburg über die fast 1000-jährige Geschichte des ältesten profanen Kulturdenkmals auf dem Gebiet der Stadt Attendorn. Landrat Frank Beckehoff und Attendorns Stadtarchivar Otto Höffer, der die Gestaltung des Schildes übernommen hatte, überzeugten sich jetzt von der gelungenen Ausführung der Tafel, die am Fuße des Bergfrieds aufgestellt wurde.
Die Infotafel ist eine der Maßnahmen, mit der in jüngster Zeit die Burgruine und ihr Umfeld deutlich aufgewertet wurden. Der Kreis Olpe, der seit 1990 als Erbbauberechtigter für die Instandhaltung und die Restaurierung der ehemaligen Burg zuständig ist, hatte rund 50.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II eingesetzt, um die Anlage freischneiden zu lassen, sie mit Treppen, Geländern und Bänken auszustatten und eine Anlage zur nächtlichen Illumination der Ruine installieren zu können. "Die Investitionen haben sich gelohnt", erklärte denn auch Landrat Beckehoff. "Sie tragen dazu bei, die Burgruine, mit ihrer tollen Aussicht über den Biggesee, zu einem lohnenswerten Ausflugsziel für Einheimische und Touristen zu machen."
Die Waldenburg, um 1000 n. Chr. errichtet, gehörte ursprünglich den rheinischen Pfalzgrafen und gelangte schließlich 1248 über die Grafen von Ravensberg an den Erzbischof von Köln. Als kurkölnische Landesburg diente sie fortan der Sicherung territorialer Interessen zwischen Kurköln und der Grafschaft Mark und als erzbischöfliches Bollwerk weit in die Nachbargebiete ausstrahlte.
Mit der Verlegung des Amtssitzes des Amtes Waldenburg nach Bilstein verlor die Burg ihre ursprüngliche Bedeutung als Keimzelle kommunaler Verwaltung im Kreise Olpe. 1638 wurde für die Dauer von fünfzig Jahren der Deutsche Orden Eigentümer der Burg. Seit 1691 ist sie im Besitz der Freiherren von Fürstenberg.
Seit 1750 ist die ehemals stolze kölnische Landesfeste Ruine, nachdem 1719 ein Brand den Gebäuden bereits starke Schäden zugefügt hatte.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte