[WestG] [AKT] Oeffentliche Vorlesungsreihe: Bild und Klang: Kulturgeschichte Europas, Dortmund, 22.01.2013

Pascal Pawlitta Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Jan 21 10:04:08 CET 2013


Von: "Technische Universität Dortmund" <medieninfo at tu-dortmund.de>
Datum: 18.01.2013, 15:45
 
 
AKTUELL
 
Bild und Klang: Kulturgeschichte Europas
Öffentliche Vorlesungsreihe der Technischen Universität Dortmund
 
Der elfte Abend der Vorlesungsreihe „Bild und Klang: Kulturgeschichte Europas“ widmet sich dem Thema „1789 und die Folgen: Paris“. So wird die Reinoldikirche am Dienstag, 22. Januar, wieder zum Hörsaal. Die Vorlesung mit Musikvorführung richtet sich an Studierende und die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind herzlich eingeladen.
 
Die Vorträge, die im Rahmen der Veranstaltung gehalten werden, wenden sich  der französischen Revolution und den grundstürzenden Umbrüchen in Europa um 1800 zu. Die Epochenschwelle um 1800 darf nach der Formierung Europas um 800 als wichtigster Umbruch bezeichnet werden: Lange geltende Traditionen, Institutionen und Deutungshorizonte des eigenen Lebens werden in Frage gestellt und neu verhandelt.
 
Die Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel von der TU Dortmund stellt das Gemälde „Der Tod des Marat“ (1793) von Jacques Louis David vor, das – so die einhellige Meinung der Forschung – die Epoche und ihre Umbrüche beispielhaft ins Bild bringt. Programmatisch ist hier etwa der Beginn einer neuen Zeitrechnung, das Überwinden der kirchlich und christlich begründeten Zählung der Jahre nach Christi Geburt, zur Anschauung gebracht.
 
Der Historiker Prof. Thomas Schilp, der das Stadtarchiv Dortmund leitet und an der Universität Duisburg-Essen lehrt, lenkt den Blick nach Dortmund. Welche Folgen haben die von Paris ausgehenden politischen Umwälzungen für diese Stadt? Wie sind die Aufhebung der Reichsfreiheit, aber auch die Gründung der Institution Stadtarchiv in die große weltpolitische Landkarte einzutragen? Was ändert sich für die Kirchen?
 
In der Musik werden die Jahre zwischen 1750 und 1830 als „Klassik“ bezeichnet. Während im Wien Haydns und Mozarts die Grundsteine neuer Gattungen wie Symphonie oder Streichquartett gelegt werden, stürmt in Paris das Volk die Bastille zum Dreiklang von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Die Ordnung der einen und das Chaos der anderen verschmelzen zu einer neuen Idee, die in Beethoven ihren Vollender findet. Der Musikwissenschaftler Prof. Michael Stegemann von der TU Dortmund erläutert diese Positionen und Umbrüche anhand ausgewählter Musikbeispiele.
1789 und die Folgen: Paris
 
 
INFORMATION

Vorlesung mit Musikvorführung im Rahmen der Reihe „Bild und Klang: Kulturgeschichte Europas“
Dienstag, 22. Januar, von 19.30 bis 21 Uhr
Stadtkirche St. Reinoldi

Kontakt:
Prof. Barbara Welzel
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Telefon: (0231) 755 - 2955
E-Mail: barbara.welzel at tu-dortmund.de<mailto:barbara.welzel at tu-dortmund.de>


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte