[WestG] [AKT] Vortrag: Moellers, Geschichte der Elektrifizierung der Privathaushalte in Deutschland, Recklinghausen, 28.02.2013

Pascal Pawlitta Pascal.Pawlitta at lwl.org
Mo Feb 25 09:49:29 CET 2013


Von: "Forum Geschichtskultur" <geschichtskultur at hclist.de>
Datum: 25.02.2013, 08:32
Übernahme aus der E-Mailing-Liste "geschichtskultur ruhr"
 
 
AKTUELL
 
Vortrag
Nina Möllers: "Strom kommt sowieso ins Haus, nutz das aus!": Das Versprechen des allelektrischen Haushalts
 
Elektrische Geräte sind heute aus unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken. Anfang des 20. Jahrhunderts standen die Deutschen der Elektrizität jedoch zunächst skeptisch gegenüber. Mit breit angelegten Werbemaßnahmen versuchten die Energieversorger und Gerätehersteller, die Bevölkerung von der Überlegenheit der neuen Energieform zu überzeugen. Richtig in Fahrt kam die häusliche Technisierung in der Wirtschaftswunderzeit, als der allelektrische Haushalt propagiert wurde. Die Ölpreiskrisen der 1970er Jahre entlarvten allerdings viele Hoffnungen als Wunschträume. Der Vortrag zeichnet die Geschichte der Elektrifizierung und Technisierung der Privathaushalte in Deutschland im 20. Jahrhundert nach und thematisiert die Visionen und Realitäten des privaten Energiekonsums.
 
Dr. Nina Möllers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Museum in München und Kuratorin im Rachel Carson Center for Environment and Society.
 
Der Vortrag findet statt im Rahmen der Vortragsreihe "Energievisionen". Die Reihe ist eine Kooperation des Umspannwerks Recklinghausen - Museum Strom und Leben mit den Volkshochschulen in Recklinghausen und Herne.
 
Die Vortragsreihe widmet sich aus unterschiedlichen Blickrichtungen früheren und gegenwärtigen Energievisionen: Wir befinden uns inmitten einer Energiewende. Das fossile Zeitalter nähert sich seinem Ende, den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Doch Energiewenden hat es immer gegeben: Zu Anfang der Industrialisierung wurde die Steinkohle zum wichtigsten Energieträger und verdrängte in vielen Bereichen die bis dahin genutzten Naturkräfte wie Wind, Wasser und Muskelkraft. Im 20. Jahrhunderts begann der Siegeszug von Öl und Strom. Erst die Entwicklung von Kraftstoffen auf Erdölbasis ermöglichte die Massenmobilität unserer Zeit und die Elektrizität durchwirkt heute bekanntlich sämtliche Lebensbereiche. Mit der Kernkraft glaubte man zudem eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle zur Stromerzeugung gefunden zu haben. Immer schon war Energie ein entscheidender Faktor im Prozess gesellschaftlichen Wandels. Energiewenden wurden daher auch stets von Visionen begleitet. Die Visionen gaben den sich anbahnenden grundlegenden Veränderungen im Leben der Menschen eine Richtung - zum Positiven. Man glaubte, mit neuen Energiequellen den herrschenden Energiemangel überwinden und zu einem Energieüberfluss gelangen zu können. Neue Energien sollten wachsenden Wohlstand und steigende Lebensqualität für alle bringen. Gegenwärtige Visionen beziehen sich auf die künftige Rolle der erneuerbaren Energien. Sie verknüpfen die alten Ziele, die für weite Teile der Weltbevölkerung nach wie vor aktuell sind, mit einem neuen: Es ist die Hoffnung und Erwartung, die natürlichen Ressourcen zu schonen und den fortschreitenden Klimawandel aufhalten zu können.
 
Der Eintritt ist frei.
 
 
INFORMATION
 
Veranstaltungsort:
Umspannwerk Recklinghausen - Museum Strom und Leben
Uferstraße 2-4
45663 Recklinghausen
 
Tel.: 02361-9842216
URL: www.umspannwerk-recklinghausen.de
 
Datum: 28.02.2013
Zeit: 19:00 Uhr


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte