[WestG] [PROJ] Netzwerk "Eisenstrasse Suedwestfalen": Wir sind schon unterwegs
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Mi Sep 19 12:41:27 CEST 2012
Von: "Susanne Thomas" <servicebuero at kulturregion-swf.de>
Datum: 19.09.2012, 11:04
PROJEKT
"Wir sind schon unterwegs"
Der Wendener Bürgermeister Peter Brüser konnte gemeinsam mit
der Museumsleitung Monika Löcken rund 35 ehren- und
hauptamtliche Eisenstraßeakteure begrüßen, die sich im Museum
Wendener Hütte eingefunden haben, um unter dem Motto "Wir sind
schon unterwegs" das gemeinsame kulturtouristische Netzwerk
"Eisenstraße Südwestfalen" der Öffentlichkeit vorzustellen.
Die Eisenstraße Südwestfalen bildet eine alte Wirtschafts- und
Verkehrsachse zwischen dem ehemaligen Siegerländer
Bergbaugebiet und der Kleineisenindustrie in der märkischen
Region, auf denen allen Territorial-, Religions- und
Sprachgrenzen zum Trotz fleißige Fuhrmänner eine unzählbare
Menge an Gütern bewegt haben. Die Kulturroute Eisenstraße
Südwestfalen ist somit kein künstliches Konstrukt, sondern eine
historisch gewachsene "echte" Kulturroute. Mittlerweile haben
die Ruhr-Sieg-Eisenbahn, die Bundesstraße 54 und zu guter Letzt
die Autobahn 45 die alte Eisenstraße überholt und abgelöst.
Der jahrhundertelange wirtschaftliche Austausch hat tiefe
Spuren in der Kulturlandschaft Südwestfalens hinterlassen, die
über das Projekt Eisenstraße Südwestfalen sichtbar gemacht und
zum Erzählen gebracht werden sollen: angefangen von den
Industrie- und Technikmuseen, über industriekulturelle
Wanderwege, Bodendenkmale wie Hohlwege, Landhecken und Spuren
alten Bergbaus bis hin zu Anekdoten, Sagen und
Persönlichkeiten. Hans-Ludwig Knau, der die historische
Wegeforschung mit tatkräftiger Unterstützung von Dr. Rolf
Heinen aus Drolshagen und insbesondere vom Historikerteam Frau
Irene Rumpler aus Ennepetal und Herrn Dr. Andreas Bingener aus
Siegen begleitet, erzählte anschaulich, welche interessanten
Kleinode der Reisende auf der Eisenstraße entdecken kann.
Insgesamt 13 Kommunen wirken an dem Netzwerk Eisenstraße
Südwestfalen mit: der Kreis Altenkirchen, die Gemeinden
Neunkirchen, Burbach und Wilnsdorf, die Städte Siegen, Kreuztal,
Hilchenbach, Freudenberg in Kreis Siegen-Wittgenstein, die
Gemeinde Wenden und die Stadt Drolshagen im Kreis Olpe, die
Städte Altena und Kierspe im Märkischen Kreis sowie die Stadt
Ennepetal im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Vertreter der
Partner-Kommunen machten deutlich, dass alle Kommunen ein
eigenes industriekulturelles Alleinstellungsmerkmal mit ganz
individuellen, markanten Orten vorweisen können. Der Besucher
kann sich also seine Reise entlang der 180 km langen
Eisenstraßen äußerst abwechslungsreich gestalten.
Die Eisenstraße Südwestfalen ist eines der vielen Bausteine des
Regionale2013-Projektes "WasserEisenLand Südwestfalen -
Industriekultur in Südwestfalen". Im Rahmen des
Pressegespräches hat daher Martin Müller von der Südwestfalen
Agentur auf die zentrale Bedeutung von Industriekultur und von
"WasserEisenLand" für die Identität der Region Südwestfalen
hingewiesen. Herr Stephan Sensen als erster Vorsitzender des
Vereins "WasserEisenland e. V." führte kurz in die 2.500 Jahre
alte Industriegeschichte der Region ein und erläuterte den
Teilnehmern die bedeutende Rolle der Eisenstraße Südwestfalen
im "WasserEisenLand". Das Ministerium für Bauen, Wohnen,
Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
unterstützt die Entwicklung von Industriekultur zu einem
Alleinstellungsmerkmal des industriestarken Landes NRW. Der
Ansprechpartner für Industriekultur NRW, Rainer Klenner,
verortete die Stellung von "WasserEisenLand" mit der
Eisenstraße im Industrienetzwerk NRW und in der "Europäischen
Route der Industriekultur" (ERIH).
Die Eisenstraße Südwestfalen wird über die Regionale
Kulturpolitik des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend,
Kultur und Sport Landes NRW finanziell gefördert. Die
Projektkoordination haben Frau Susanne Thomas von der
Kulturregion Südwestfalen mit dem Sitz beim Kulturamt
Märkischer Kreis in Altena gemeinsam mit Frau Katrin Stein,
freie Architektin aus Kreuztal, übernommen. Dort können sich
Interessenten auch über die Möglichkeiten einer aktiven
Teilnahme informieren.
Auf der Internetseite www.eisenstrasse-suedwestfalen.de können
sich Bürger und Besucher über die Eisenstraße informieren und
die erste Tourismusbroschüre herunterladen.
Der Dank gilt insbesondere den vielen ehrenamtlichen Akteuren,
die bislang mehr als 1.000 Arbeitsstunden in das Projekt
gesteckt haben.
Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte