[WestG] [AKT] Kalender der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne OWL "Denkmal des Monats" erschienen

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Di Sep 18 11:38:20 CEST 2012


Von: "Regina Nickl" <R.Nickl at lemgo.de>
Datum: 14.09.2012, 10:11


AKTUELL

Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne, Regionalgruppe OWL:
Kalender 2013 "Denkmal des Monats"

Im Jubiläumsjahr 2012 ist er ein anschaulicher Beleg für die 
Einzigartigkeit der historischen Stadt- und Ortskerne in 
Ostwestfalen-Lippe

Die Arbeitsgemeinschaft "Historische Stadtkerne in 
Nordrhein-Westfalen" feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges 
Bestehen. Daher ist es besonders erfreulich, dass auch in 
diesem Jahr für 2013 ein Kalender "Denkmal des Monats" für den 
Bereich Ostwestfalen-Lippe herausgegeben werden konnte. Zwölf 
Städte aus der Region mit historischen Stadt- und Ortskernen 
präsentieren jeweils ein Baudenkmal. Aus der Fülle ihrer 
Möglichkeiten hat jede Stadt ein Objekt ausgewählt, so dass 
eine große Bandbreite von Denkmälern und unterschiedliche 
Epochen in diesem Kalender vorgestellt werden können. Auf einer 
zweiten Seite werden weitere Erläuterungen zum jeweiligen 
Baudenkmal gegeben sowie die Stadt kurz dargestellt, mit 
geschichtlichem Überblick, Sehenswürdigkeiten und 
Erlebnishöhepunkten des Kalenderjahres.

Seit der Gründung im Jahre 1987 bietet die Arbeitsgemeinschaft 
den beteiligten Städten ein Forum für Erfahrungsaustausch und 
gegenseitige Hilfestellung bei ähnlich gelagerten Problemen. In 
Ostwestfalen- Lippe trifft sich die Regionalgruppe mindestens 
zweimal im Jahr zum Erfahrungsaustausch. Hier werden aktuelle 
und über den Tag hinausreichende Problemstellungen und 
Lösungsansätze miteinander erörtert.

Im 26. Jahr des Bestehens sind vor allem die finanziellen 
Sorgen der Städte und Gemeinden nicht kleiner geworden. Auch 
für die nächsten Jahre stehen die Städte der 
Arbeitsgemeinschaft vor großen Herausforderungen. Die Pflege 
und Förderung des baukulturellen Erbes, die Weiterentwicklung 
der Stadt sowie die Stärkung der Innenstadtfunktion sind 
Daueraufgaben, die kontinuierliches fachliches und vor allem 
finanzielles Engagement erfordern. Zudem sind der tief 
greifende Strukturwandel im Einzelhandel und die 
Herausforderungen der demographischen Entwicklung von den 
Mitgliedsstädten zu meistern, bei einer oft angespannten 
Haushaltslage.

Eine finanzielle Unterstützung der Denkmaleigentümer durch die 
öffentlichen Haushalte ist kaum noch möglich. Umso mehr 
verdienen die Eigentümer, die oft mit hohem finanziellem und 
persönlichem Aufwand für den Erhalt ihrer Denkmäler sorgen und 
damit unsere Stadtbilder verschönern und für Besucher und 
Bewohner attraktiv machen, unsere Anerkennung. Hierzu und zur 
weiteren Stärkung des Bewusstseins für das bauhistorische Erbe 
in der Öffentlichkeit soll auch dieser Kalender beitragen.

Der Kalender 2013 bietet wieder zahlreiche Anregungen, sich mit 
den historischen Stadtkernen und ihrer Geschichte zu 
beschäftigen: Blomberg zeigt seine behutsam restaurierte 
ehemalige Synagoge von 1808, die heute als Stadtarchiv dient. 
Da sie bereits 1937 von der jüdischen Gemeinde verkauft wurde, 
blieb das Gebäude von den Zerstörungen des Novemberpogroms 1938 
verschont. Detmold imponiert mit dem Palais im Palaisgarten, 
der heutigen Hochschule für Musik. Es war ein Geschenk des 
Grafen Friedrich Adolph an seine Gattin Amalie und wurde 1718 
fertig gestellt. Gleichzeitig mit dem Hausbau begann man mit 
der Anlage des Parks, der heute der Musik und den Studierenden 
eine wunderbare Kulisse mit altem Baumbestand, Brunnenanlagen 
und Kaskaden bietet.

Höxter zeigt die imposante Obermühle an dem Bachlauf Grube, 
1837 an einer Stelle errichtet, an der bereits seit 1305 eine 
Mühle des Abtes von Corvey nachgewiesen ist. Warburg zeigt das 
Museum und Stadtarchiv Haus Stern, einen mittelalterlichen 
Adelshof. Ebenfalls beeindruckende Stadthäuser zeigen Horn-Bad 
Meinberg, Lügde und Nieheim. Eher klein, aber fein stellen sich 
Bad Salzuflen, Minden und Schieder-Schwalenberg mit 
Fachwerkhäusern vor, in denen offensichtlich gern gelebt wird. 
Brakel schenkt uns mit der gotischen Rolandsäule von 1385 eine 
kleine Besonderheit: Dieses Zeichen des Marktrechtes gibt es in 
Westfalen nur noch vergleichbar im sauerländischen Marsberg. Zu 
guter Letzt präsentiert sich Lemgo mit seinem historischen 
Rathaus, einem Wahrzeichen der Weserrenaissance, dessen 
Fassaden dank Landesförderung in den vergangenen Jahren 
umfassend saniert werden konnten.

Allesamt tragen diese Baudenkmäler zum Wohlfühlfaktor in ihren 
jeweiligen Städten bei und dienen als Anziehungsorte für 
Touristen. Unsere historischen Städte bieten aber nicht nur 
sehenswerte Baudenkmäler und attraktive Stadträume, sondern 
auch viele kulturelle Veranstaltungen und Stadtfeste mit einem 
ganz besonderen Flair. Hinweise darauf finden Sie auf dem 
jeweiligen zweiten Blatt des Monats.

Bürgermeister Dr. Reiner Austermann als Vorsitzender der 
Regionalgruppe OWL dankt allen, die an diesem Kalender 
mitgewirkt haben, der Fotografin Christiane Herl aus Hattingen, 
der Merkur Druck GmbH & Co. KG aus Detmold, besonders auch dem 
Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des 
Landes Nordrhein-Westfalen für die finanzielle Unterstützung.

Der Kalender 2013 "Denkmal des Monats" ist in den 
Mitgliedsstädten der Regionalgruppe bei verschiedenen 
Einrichtungen wie z.B. Tourismusbüro, Museen, Stadtmarketing, 
Buchhandel oder den Eigentümern der abgebildeten Denkmäler zum 
Preis von unter 10 € erhältlich.


INFO

Geschäftsstelle der Regionalgruppe 
Ostwestfalen-Lippe der Arbeitsgemeinschaft
Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen

 Regina Nickl
Stadt Lemgo
Stadtplanung -
32655 Lemgo
Tel. 05261/213-324
Fax 05261/213-5324
E-Mail: r.nickl at lemgo.de


Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte