[WestG] [AKT] Vertraute Fremde: Neuer Geschichtswettbewerb startet

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Mo Sep 17 11:36:46 CEST 2012


Von: "Stadt Münster" <info at presse-service.de>
Datum: 12.09.2012, 11:05


AKTUELL

Vertraute Fremde
Neuer Geschichtswettbewerb startet / 
Stadtarchiv Anlaufstelle für  Schüler und  Lehrer

Nachbarn hat jeder, kennt jeder und jeder hat mit ihnen zu tun. 
Der neue Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten fragt nach 
diesen Einblicken in das Miteinander und Gegeneinander von 
Menschen. Bis Ende Februar bleibt Schülerinnen und Schülern 
Zeit zum Thema "Vertraute Fremde" auf Spurensuche zu gehen - in 
der Familie, ihrem Stadtviertel, in ganz Münster. Auf welche 
Unterstützung die Kinder und Jugendlichen dabei zählen können, 
erfuhren 80 Lehrkräfte aus weiterführenden Schulen jetzt beim 
Wettbewerbsauftakt im Stadtarchiv.

So öffnen sich die Türen in vielen Einrichtungen Münsters. Das 
Stadtarchiv, so erläuterten Dr. Hannes Lambacher und Roswitha 
Link, bietet Hilfe bei der Themensuche und berät bei Recherche 
und Literatur. Das gilt auch für die Stadtbücherei und den 
Geschichtsort Villa ten Hompel. Ohnehin steht ein großer Kreis 
mit Rat und Tat zur Seite: das Landesarchiv, das LWL-Archivamt, 
Bistumsarchiv und das Universitätsarchiv öffnen für die jungen 
Forscher ihre Bestände. Bei der Suche nach Zeitzeugen ist 
besonders auch der Stadtheimatbund hilfreiche Anlaufstelle.

Die angehenden Spurensucher haben beste Chancen, mit ihren 
Beiträgen Neuland zu betreten. "Wissenschaftliche 
Untersuchungen zum Thema 'Nachbarn' liegen kaum vor", hörten 
die Lehrer von Prof. Dr. Saskia Handro, Beiratsmitglied der 
Körber-Stiftung in Hamburg. Mit dem Motto sei nicht allein der 
Nachbar hinterm Gartenzaun gemeint. Auch mit benachbarten 
Ortsteilen, Städten oder sogar Ländern gibt es soziale 
Beziehungen, die erforscht werden können. Stoff zum Thema 
liefern zudem Feste, Traditionen, Streitfälle, Verleumdung oder 
Fälle von Denunziation aus der Nazi-Diktatur.

Die Junghistoriker müssen in den sechs Wettbewerbsmonaten 
durchaus Durchhaltevermögen beweisen. In jeder Schule stehen 
ihnen indes Tutoren zur Seite, unterstützen mit Anregungen und 
motivieren. Dass auch die Juroren sich am Ende ihre Aufgabe 
nicht leicht machen, hörten die Lehrerinnen und Lehrer von 
Mitgliedern der Jury: Schon in der Regionalausscheidung 
bewerten zwei Gutachter unabhängig voneinander die Arbeit, 
später - auf Bundesebene - können es bis zu sechs sein.


INFO

Zum Start des Geschichtswettbewerbs bietet das Stadtarchiv 
kleine Schülerworkshops an. Hier gibt es Praxistipps für die 
Themenfindung, Recherche, Aufbau der Arbeit und Zeitplanung.

Ansprechpartnerin ist 
Roswitha Link
Tel.: 02 51 / 4 92 - 47 03
E-Mail LinkRoswitha at stadt-muenster.de



Mehr Informationen über die Mailingliste Westfaelische-Geschichte