[WestG] [KONF] Herrschen - Leben - Repraesentieren: Residenzen im Fuerstbistum Osnabrueck 1600-1800, Osnabrueck, 13.-15.09.2012

Alexander Schmidt Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Sep 6 11:21:52 CEST 2012


Von: "Stefanie Anders" <sanders-residenzen at gmx.de>
Datum: 05.09.2012, 21:36


KONFERENZ
 
Tagungsankündigung Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.
Herrschen - Leben - Repräsentieren
Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600-1800

Das Osnabrücker Land verfügt mit den einstigen Residenzen Iburg,
Fürstenau und dem Osnabrücker Schloss über drei bedeutende 
Baudenkmale, deren nähere Betrachtung ausgesprochen lohnt. Vom 
13. bis 15. September 2012 werden zahlreiche Fachleute erkunden,
wie es sich ehemals im Fürstbistum Osnabrück residierte.

Die drei Bauwerke belegen eine für Osnabrück spezifische, nach 
1648 außerordentliche Form des Umgangs mit Residenzen als 
Wohnsitzen hoher geistlicher Würdenträger. Zwar wurden 
geistliche Fürstentümer bis zum Ende des Alten Reichs formal 
von katholischen Landesherren regiert. Einzige Ausnahme: 
Osnabrück. Denn hier galt ab 1650, dass die lutherischen Welfen 
sich auf dem Bischofsstuhl mit katholischen Landesherren 
abwechselten. Die Veranstalter der Tagung gehen davon aus, dass 
sich dies in den Residenzen Iburg, Fürstenau und Osnabrück 
widerspiegelt.

Die mit der Capitulatio Perpetua verbundenen Fragen zum 
Funktionieren von Hof und Residenz greift der 
Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. in diesem Jahr gezielt 
auf: Unter dem Titel "Herrschen - Leben - Repräsentieren. 
Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600-1800" veranstaltet er 
gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern eine 
interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung. Vom 13. bis 15. 
September 2012 werden zahlreiche Fachleute aus den Bereichen 
Kunstgeschichte, Geschichte der Frühen Neuzeit, Regional-, 
Verfassungs- und Baugeschichte sowie Denkmalpflege in den 
Räumen des Osnabrücker Schlosses ihre neuen Erkenntnisse 
präsentieren.

In einem zeitlichen Längsschnitt von 1600 bis 1800 werden dabei 
Aspekte der Residenznahme, der fürstlichen Repräsentation oder 
der Absenz thematisiert sowie Fragen der Herrschaftsübernahmen 
behandelt. Es dürfen spannende neue Einsichten in die 
Osnabrücker Landesgeschichte erwartet werden, die unter anderem 
die Erkenntnisse vorausgehender Tagungen und Publikationen 
deutlich erweitern.

Der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. führt mit der 
Veranstaltung im September gemeinsam mit der Universität 
Osnabrück, dem Niedersächsischen Landesarchiv, dem Staatsarchiv 
Osnabrück, dem Hauptstaatsarchiv Hannover sowie Projektpartnern 
aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen die Reihe 
landesgeschichtlicher Tagungen fort, die 2004 mit der 
Beschäftigung mit der Iburger Residenz des 17. Jahrhunderts 
begann.

Die Publikation der Tagungsbeiträge ist für Ende 2013 geplant.

Neben interessanten Fachvorträgen erwarten die Teilnehmer der 
Tagung außerdem ein herausragendes Konzert mit Bezug zu den 
barocken Welfenhöfen (in Kooperation mit dem Forum Artium 
Georgsmarienhütte), sowie Führungen zum Osnabrücker Schloss und 
zur Iburg.

Die Tagung wird außerdem flankiert von dem theaterpädagogischen 
Projekt "Figuelotte - Eine phantastische Begegnung". In diesem 
erstmals 2006 erfolgreich gezeigten Musical, das 2012 mit 30 
Jugendlichen neu einstudiert wird, entführt der Projektpartner, 
das Musiktheater Lupe aus Osnabrück, die jungen Besucher (6-12 
Jahre) in die Welt des Barock und die der im Hier und Heute 
gelandeten Barockprinzessin Sophie Charlotte.

Flotte Songs, Menuett und Hip Hop, eine spannende Handlung und 
eine witzige Begegnung zwischen den Zeiten machen den Reiz 
dieses Stücks für Kinder aus.

Es wird eine Tagungsgebühr von 30 € erhoben. Darin ist die 
Verpflegung während der gesamten Tagung enthalten. Der 
ermäßigte Beitrag für Studierende beträgt 25 €. Eine partielle 
Teilnahme ist für 10 € pro Tag möglich. Die Anmeldefrist endet 
am 7. September.

Das Tagungsbüro ist beim Landschaftsverband Osnabrücker Land e. 
V. in der Hofapotheke auf Schloss Iburg eingerichtet, 
Ansprechpartnerin ist Frau Monika Schnuck, zu erreichen unter T 
05403.72455-0 (während der Tagung T 0175.9398186.

Tagungsort ist die Universität Osnabrück, Schloss Osnabrück, 
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück.

Für Hotelreservierungen: Tourist-Information Osnabrück, 
Bierstraße 22/23, 49074 Osnabrück, T 0541.323-2202 oder 
tourist-information at osnabrueck.de.

Wichtig: Die Innenstadt Osnabrücks darf nur mit grüner 
Umweltplakette befahren werden!

Das Gesamtprogramm kann als Flyer unter T 05403.72455-0 
angefordert oder unter www.lvosl.de heruntergeladen werden.


INFO

Dr. Stefanie Anders-Wandt
Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.
Freie Mitarbeiterin Projekt Residenzen-Tagung 2012
Schloss Iburg- Hofapotheke
49186 Bad Iburg
Tel. 05403 72455 16 oder Tel. 0541 3249515
http://lvosl.de


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