[WestG] [AUS] Vier Wochen im September 1939, Stadtarchiv Bielefeld

Marcus Weidner Marcus.Weidner at lwl.org
Fr Okt 26 12:16:26 CEST 2012


Von: "Ruhnke, Ingrid" <Ingrid.Ruhnke at bielefeld.de> 
Datum: 26.10.201212, 11:49
[Neusendung aufgrund technischer Probleme, MW]


Ausstellung
Vier Wochen im September 1939

Die Stadtgesellschaften Rzeszów und Bielefeld 1939
Vier Wochen im September 1939 veränderten die Verhältnisse dramatisch: Das nationalsozialistische Deutschland überfiel Polen, die gleichrangigen Gesellschaften beider Länder entwickelten sich auseinander, auch in Bielefeld und Rzeszów. Polen war nach dem Überfall zum Experimentierfeld nationalsozialistischer Eroberungs-, Besatzungs- und Vernichtungspolitik degradiert worden.

Am lokalen Beispiel der heutigen Partnerstädte Rzeszów und Bielefeld wird das ideologisch diktierte und militärisch erzwungene Auseinanderdriften der Lebensverhältnisse in beiden Städten ab September 1939 illustriert. Die asymmetrische Entwicklung städtischer Gesellschaften aber auch Entwicklungen zuvor – das Bild der Deutschen in Rzeszów und der Polen in Bielefeld – und danach werden thematisiert:

- Der Überfall 1939 und dessen Vorgeschichte
- Besatzungsherrschaft und Kriegswirtschaft
- Bildung und Schule
- Jugend
- Judenverfolgung
- Zwangsarbeit <http://de.pons.eu/open_dict/audio_tts/pl/Tdepl10469757?l=depl>
- Stadt und Krieg 1939 bis 1945.

Zusätzlich werden Fotos aus dem Album eines Bielefelder Offiziers gezeigt, der mit seiner Einheit von 1940 bis 1941 in Rzeszów stationiert war.

Die Ausstellung ist vom Stadtarchiv Bielefeld mit Schülerinnen und Schülern des Bielefelder Helmholtz-Gymnasiums und vom Staatsarchiv Rzeszów mit der Zespol Szkol Ekonomicznych in Rzeszów realisiert worden. Sie wird gleichzeitig in den seit 1991 partnerschaftlich verbundenen Städten gezeigt. Zur Ausstellung ist ein zweisprachiger Katalog erschienen, der für 5 € an beiden Ausstellungsorten oder über das Stadtarchiv Bielefeld erworben werden kann.

Das Projekt ist im Rahmen des NRW-Landeswettbewerbs "Archiv und Jugend" als Landessieger ausgezeichnet worden. Die Ausstellung ist Teil des Programms "Klopsztanga. Polen grenzenlos NRW", das 2012 in 20 Städten in NRW stattfindet.

Ort:
Stadtarchiv Bielefeld, Neumarkt 1, 33602 Bielefeld
Öffnungszeiten:
Mo 14-18 Uhr
Di-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-14 Uhr


Begleitprogramm
Veranstaltungsprogramm Bielefeld
(Sämtliche Veranstaltungen finden im Stadtarchiv am Neumarkt statt; Eintritt frei bei allen Veranstaltungen ohne €-Angabe)

Mi., 10.10.2012, 19 Uhr (Stadtarchiv, Neumarkt 1, Bühne Erdgeschoss)
- Eröffnung durch Bürgermeister Detlef Helling
- Vortrag Dr. Jochen Rath: "Wir waren Wehrmacht, Polizei, Zivilverwaltung, alles gleichzeitig" –  Ein Bielefelder Offizier fotografiert in Polen 1939-1941

Mo., 29.10.2012, 19 Uhr (Stadtarchiv, Kavalleriestr. 17, 2. OG, Vortragssaal SO2):
- Vortrag Dr. Hans-Jörg Kühne: "Polnische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Bielefeld“

Fr., 16.11.2012, 20 Uhr (Stadtarchiv, Neumarkt 1, Bühne Erdgeschoss)
- "Schlachter-Tango“ – Schauspiel (Eintritt: 10 €, ermäßigt: 7 €)
Der Bielefelder Jude Ludwig Meyer wurde 1936 wegen Homosexualität von der Gestapo verhaftet. Michael Grunert (Theaterlabor) zeichnet in seinem Solo das Bild eines Mannes, der Buchenwald und Auschwitz überlebte und sich seine Menschenwürde nicht nehmen ließ.

Do., 29.11.2012, 19 Uhr (Stadtarchiv, Kavalleriestr. 17, 2. OG, Vortragssaal SO2):
- Vortrag Bernd Wagner M.A.: "Entrechtung – Deportation – ´Wiedergutmachung´? – Jüdisches Leben in Bielefeld im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit"

Mi., 12.12.2012, 20 Uhr (Stadtarchiv, Neumarkt 1, Bühne Erdgeschoss)
- Filmvorführung "Sein oder Nichtsein" von Ernst Lubitsch, 1942 (Eintritt: 2,50 €)
"Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt."; Lexikon des Internationalen Films.

Mi., 16.01.2013, 20 Uhr (Stadtarchiv, Neumarkt 1, Bühne Erdgeschoss):
- Filmvorführung "Der Sommer 1939" von Mathias Haentjes und Nina Koshofer
Der 90-minütige Film zeigt außergewöhnliches Archivmaterial aus dem Alltag 1939, das den verhängnisvollen Verlauf von Hitlers Kriegspolitik illustriert. Zeitzeugen aus ganz Europa erinnern sich an ihren Sommer 1939.

So., 27.01.2013 (Stadtarchiv)
- Vortrag anlässlich des Holocaust-Gedenktages (Veranstalter: Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur e.V.) – Referent, Thema, Uhrzeit und Veranstaltungsraum werden noch bekannt gegeben.


Kontakt

Dr. Jochen Rath
Institut Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld
Kavalleriestr. 17
33602 Bielefeld
Tel.: 0521 512469
Fax: 0521 516844
E-Mail: stadtarchiv at bielefeld.de 
URL: www.stadtarchiv-bielefeld.de


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