[WestG] [AKT] "Kulturrucksack" wurde in allen neun Staedten des Ennepe-Ruhr-Kreises gepackt
Alexander Schmidt
Alexander.Schmidt at lwl.org
Do Nov 15 11:45:40 CET 2012
Von: "Ennepe-Ruhr-Kreis" <info at presse-service.de>
Datum: 14.11.2012, 14:21
AKTUELL
"Kulturrucksack" wurde in allen neun Städten des Kreises gepackt
Landrat und Ministerin ziehen in Düsseldorf gemeinsam
Zwischenbilanz
"In den ersten zehn Monaten haben viele Akteure den
'Kulturrucksack' im Ennepe-Ruhr-Kreis bestens gepackt. Die neun
kreisangehörigen Städte haben es verstanden, die vom Land zur
Verfügung gestellten 71.000 Euro kreativ einzusetzen. Unter dem
Strich wurden bis heute mehr als 30 Projekte mit tollen
Kulturangeboten für 10 bis 14-jährige auf die Beine gestellt."
Landrat Dr. Arnim Brux zog im Düsseldorfer Landtag ein mehr als
positives Zwischenfazit für das, was mit Hilfe des
Landesprogramms im Kreis bewegt werden konnte.
NRW-Kultusministerin Ute Schäfer hatte ihn eingeladen, um in
einem Pressegespräch gemeinsam mit Dr. Christiane Zangs,
Beigeordnete der Stadt Neuss für Schule, Bildung und Kultur,
über die Erfahrungen und Projekte vor Ort zu berichten.
"Als wir uns als Pilotkommune beworben haben, um von Anfang an
dabei zu sein, war uns schon klar: Die Teilnahme stellt eine
Herausforderung dar. Schließlich galt es, eine Vielzahl sehr
unterschiedlicher kultureller Einrichtungen und Träger in
Städten mit Einwohnerzahlen zwischen 9.000 und 99.000
miteinander ins Gespräch zu bringen", blickte Brux zurück.
Unter dem Motto "Gemeinsam besser" sei es aber Schritt für
Schritt gelungen, ein Netzwerk für kulturelle Bildung für 10
bis 14-jährige aufzubauen. "Alle Beteiligten haben sehr gut
zusammengefunden und tolle Ideen realisiert. Schon heute freue
ich mich auf das Jugendkulturfestival am 23. November in
Hattingen. Dort gibt es nämlich die einmalige Chance, die
Kinder und Jugendlichen mit und in ihren Projekten live zu
erleben", warb der Landrat in der Landeshauptstadt.
Mit dem 2012 an den Start gegangenen Landesprogramm
"Kulturrucksack NRW" sollen Kindern und Jugendlichen kostenlose
oder deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote eröffnet
werden. Die Kulturrucksackkommunen - ab 2013 mehr als 130
Städte und Gemeinden - erhalten für jeden jungen Menschen von
10 bis 14 Jahren jährlich 4,40 Euro. "Wir wollen vor allem
diese Altersgruppe ansprechen, weil für sie in Sachen Kultur
bisher nicht so viel gemacht wurde. In diesem Alter entwickeln
die jungen Menschen aber eigene kulturelle Interessen und
Vorstellungen. Wir müssen ihnen daher die Gelegenheit geben,
diese in kulturelle Projekte einzubringen. So kommen wir
unserem Ziel, NRW zum Kinder- und Jugendkulturland zu machen,
einen Schritt näher", unterstrich Schäfer.
Wie auch Brux ist die Ministerin vom Beitrag, den kulturelle
Bildung zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten
kann, überzeugt. Es komme aber darauf an, den Kindern die Tür
zu Kunst und Kultur so früh und so weit wie möglich zu öffnen.
"Hier spielt der 'Kulturrucksack' neben Angeboten wie 'Jedem
Kind ein Instrument' bereits in seinem ersten Jahr eine
wichtige Rolle. Durch die enge Zusammenarbeit von Kultur-,
Bildungs- und Jugendeinrichtungen konnten sogar neue
Zielgruppen erreicht werden. Zudem sind junge Menschen nicht
nur zur Teilhabe am kulturellen Leben eingeladen, der
'Kulturrucksack' verbindet und stärkt auch vor Ort bewährte
Strukturen." An Ennepe und Ruhr sowie landesweit vorerst bis
2015, bis dahin stellt das Land Jahr für Jahr insgesamt drei
Millionen Euro zur Verfügung.
Alle Angebote, die der "Kulturrucksack" Kindern und
Jugendlichen im Ennepe-Ruhr-Kreis macht, sind im Internetportal
des Landesprogramms unter www.kulturrucksack.nrw.de zu finden.
Stichwort Jugendkulturfestival
Am Freitag, 23. November, erlebt das LWL Industriemuseum
Henrichshütte in Hattingen die Premiere eines kreisweiten
Jugendkulturfestivals. Präsentiert wird, was von und in den
Städten in den letzten Monaten Programm war. Aktiv waren die
jungen Menschen beispielsweise in den Bereichen Musik, Tanz,
Literatur, bildende Kunst oder Theater. So gab es ein Coaching
von Rock- und Popbands, die Produktion eines Hip-Hop-Samplers,
Graffiti-Projekte und Jugendliche wirkten an den Wittener Tagen
der Kammermusik mit. Des Weiteren wurde eine Gruppe von Kindern
auf Entdeckungstour zu Tempeln und Moscheen, Kirchen und
Synagogen geschickt. Ziel war es, die verschiedenen Religionen
und Gotteshäuser im Umkreis kennen zu lernen und in einem
großen Reisetagebuch festzuhalten.
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